Qualitätssicherung: Freier Zugang zu Forschungsergebnissen

Auf Antrag von PD Dr. Scholz (Drucksache VII-82) fasst der 109. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der Zugang zu Forschungsergebnissen stellt eine der wesentlichsten Grundlagen der ärztlichen Weiter- und Fortbildung dar. Die Bundesärztekammer wird daher beauftragt, eine Initiative bei der Bundesregierung zu starten, die dann die öffentlichen Geldgeber verpflichtet, die Ergebnisse geförderter Forschung in Publikationen öffentlich und frei zugänglich zu machen (im Sinne des Open Access).

Begründung:

Gerade bei durch den Steuerzahler finanzierter Forschung, im Besonderen im Bereich der Lebenswissenschaften, kann es nicht angehen, dass es dem Interessierten oft nicht mehr möglich ist, die Ergebnisse offen einzusehen. Wollte sich also der Mediziner auf dem neusten Stand halten, muss er die Mehrheit der Artikel inzwischen auf Bezahlbasis abrufen. Die Initiative Open Access und Public Library of Open Science (PLOS) wirken genau darauf hin, dass jedermann auf der Welt freien Zugang zu den Publikationen hat. Allein die Diskussion der Verlage mit den Initiativen hat schon ein Reduktion der Sperrzeiten bewirkt (leider hauptsächlich in den USA).