Erhalt der Privaten Krankenversicherung neben der Gesetzlichen Krankenversicherung

Auf Antrag von Dr. Munte (Drucksache VII-23) fasst der 109. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der Deutsche Ärztetag unterstützt ausdrücklich die Initiative für den Erhalt der Privaten Krankenversicherung, die durch Übergabe einer von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung mit unterzeichneten Erklärung an Frau Bundeskanzlerin Merkel am 20. April 2006 zum Ausdruck gebracht worden ist. Er bittet die Bundeskanzlerin, sich für den Erhalt der Privaten Krankenversicherung einzusetzen.

Begründung:

Im Vorfeld der Gesundheitsreform haben sich sieben Bundesverbände und vier Ärzteorganisationen, darunter die Kassenärztliche Bundesvereinigung, in einer gemeinsamen Erklärung für den Erhalt der Privaten Krankenversicherung (PKV) ausgesprochen. Das Papier wurde am 20. April 2006 in Berlin an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben.

Diese Initiative ist zu unterstützen, da das Nebeneinander der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung fördert.

Während die gesetzliche Krankenversicherung engen Schranken und Gesetzen unterworfen ist (z. B. Wirtschaftlichkeitsgebot), können gerade private Krankenversicherungen durch Innovationen den medizinischen Fortschritt schneller vorantreiben. Führt die Innovation durch häufigen Einsatz zu einer kostengünstigen Behandlung der Patienten, kann diese auch leichter in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Hiervon profitieren letztendlich alle Patienten.