11. Monopolisierung in der Pharmaindustrie – Folgen für die Impfstoffbereitstellung

Auf Antrag von Dr. Bolay, Prof. Dr. Kunze, Dr. Voigt und Frau H. Frei (Drucksache III-13) fasst der 110. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der 110. Deutsche Ärztetag 2007 schließt sich einer Stellungnahme der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin vom Dezember 2006 an und fordert die politisch Verantwortlichen, namentlich das Bundesministerium für Gesundheit, auf, über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken, die eine kontinuierliche Verfügbarkeit von Impfstoffen und die Finanzierung des nationalen Impfprogramms gewährleisten.

Begründung:

Die zur Durchführung des Impfprogramms gemäß Ständiger Impfkommission (STIKO) notwendigen Impfstoffe werden in Deutschland in der Regel nur von einer oder zwei Firmen vertrieben. In der Vergangenheit war die Versorgung mit Impfstoffen durch Lieferengpässe oder durch die Entscheidung, Produkte vom Markt zu nehmen, nicht immer gewährleistet. Vorübergehend oder durch Marktrücknahme dauerhaft, waren und sind Impflücken sonst nicht zu vermeiden.