22. Früherkennung psychischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Der Antrag von Prof. Dr. Kunze, Dr. Bolay und Dr. Scheffzek (Drucksache III-24) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Kinder mit psychischen, psychosomatischen und psychosozialen Risiken müssen möglichst frühzeitig erkannt werden. Der Deutsche Ärztetag fordert den Gemeinsamen Bundesausschuss daher auf, bei der Neugestaltung der Kinder-Richtlinien geeignete Maßnahmen (Screening-Verfahren, spezifische Fragen bei der klinischen Untersuchung und dem Elterninterview) zur Früherkennung psychischer, psychosomatischer und psychosozialer Störungen bei Kindern einzuführen.

Begründung:

Säuglinge, Kleinkinder und Vorschulkinder zeigen eine Vielzahl von Regulationsstörungen, psychosozialen Auffälligkeiten und emotionalen Störungen. Eine frühzeitige Erkennung und Intervention bei Kind und Familie trägt dazu bei, eine Entstehung von Krankheiten wie kindlichen Depressionen, Ängsten, Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Bindungsstörungen und Störungen des Sozialverhaltens zu verhindern.