18. Unabhängige Patientenberatung (UPD)

Der Antrag von Dr. Schwarzkopf-Steinhauser (Drucksache V-89) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Der 110. Deutsche Ärztetag 2007 in Münster begrüßt die Einrichtung der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland, um die Aufgaben nach § 65 b SGB V (Förderung von Einrichtungen zur Verbraucher- und Patientenberatung) umzusetzen und fordert die Ärztlichen Standesorganisationen auf, mit diesen Einrichtungen konstruktiv zusammen zu arbeiten.

Begründung:

Ärztinnen und Ärzte machen gute Erfahrungen mit informierten Patientinnen und Patienten, die an medizinischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden.

Um verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können, benötigen Patientinnen und Patienten Informationen über Behandlungsangebote, über Anspruchsgrundlagen aus dem Sozialgesetzbuch V, über ihre Rechte als Patientinnen und Patienten und über Pflichten seitens der Ärztinnen und Ärzte.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) stellt zudem ein wichtiges Angebot für Ratsuchende dar, die in der komplexen Versorgungslandschaft des deutschen Gesundheitswesens Orientierung suchen.

Sie bietet dafür als gemeinnützige GmbH an bundesweit 22 Standorten modellhaft und niedrigschwellig bis Ende 2010 Patientenberatung an. Fokussiert auf das SGB V umfasst das Angebot sozialrechtliche Information und Beratung und gibt Hinweise und Anregungen für Patientinnen und Patienten, die Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Leistungsanbietern oder Leistungserbringern und ihnen selbst identifiziert haben.

So reicht das Spektrum der Beratung von der Suche nach krankheitsbezogenen Selbsthilfegruppen über den Check von Privatvereinbarungen bis zum Verhalten bei Verdacht auf Fehlbehandlung.