8. Etablierung eines E-Health-Reports der Ärzteschaft

Auf Antrag des Vorstands der Bundesärztekammer (Drucksache IV - 02) fasst der 111. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Im deutschen Gesundheitswesen findet - auch unabhängig von der geplanten Einführung der elektronischen Gesundheitskarte nach § 291a SGB V - eine rasch zunehmende elektronische Vernetzung von Einrichtungen des Gesundheitswesens statt. Triebfeder dieser Entwicklung sind sowohl Unternehmen, die Ärzte mit IT-Lösungen ausstatten und zunehmend eine Online-Anbindung voraussetzen als auch die Tatsache, dass im Zuge der Etablierung neuer sektorübergreifender Versorgungsstrukturen ein Bedarf an IT-Vernetzung und elektronischer Kommunikation vielen Beteiligten als unverzichtbar erscheint.

In Deutschland fehlen bis heute jedoch öffentlich verfügbare Zahlen, die den Grad der elektronischen Vernetzung und den Einsatz der entsprechenden Technologien im Gesundheitswesen quantitativ wie auch qualitativ valide und auf der Grundlage repräsentativer Erhebungen darstellen. Ebenfalls bisher nur unzureichend untersucht ist, welche Technologien und Einsatzgebiete von Telematik aus Sicht der in den verschiedenen Versorgungsbereichen tätigen Ärztinnen und Ärzte - auch unabhängig von Angeboten der Industrie - als besonders förderungswürdig erachtet werden.

Vor diesem Hintergrund wird die Bundesärztekammer auch unter finanziellen Gesichtspunkten prüfen, ob im Zusammenwirken mit geeigneten Forschungseinrichtungen und ggf. weiteren Partnern ein - nach Möglichkeit periodisch zu wiederholender - E-Health-Report der Ärzteschaft etabliert werden kann.

Der Report soll besseren Aufschluss über den Einsatz elektronischer Vernetzung im Gesundheitswesen und die Entwicklungen in diesem Gebiet wie auch den aus Sicht der Ärzteschaft bestehenden Bedarf an solchen Technologien geben.