2. Förderung Allgemeinmedizin

Auf Antrag von Herrn Dr. med. Botzlar, Herrn Dr. med. Ungemach, Herrn Dr. med. Emminger, Herrn PD Dr. med. Scholz und Herrn Henke (Drucksache VI - 51) fasst der 111. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der drohende Mangel an medizinischer Versorgung durch Hausärztinnen und Hausärzte macht es notwendig, die Attraktivität des Berufsweges zu erhöhen und die Weiterbildung für hausärztliche Aufgaben gezielt zu fördern.

Der Deutsche Ärztetag bekräftigt in diesem Zusammenhang seine Forderung nach einer strukturellen und finanziellen Verbesserung für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin.

Dazu ist es notwendig:

  1. zusätzliche Stellen einzurichten, vermehrt Rotationspläne zu entwickeln und Weiterbildungsverbünde zwischen Krankenhäusern und Praxen zu etablieren, um einen möglichst nahtlosen Übergang zwischen den einzelnen Bausteinen der Weiterbildung zu gewährleisten.
  2. das Förderprogramm Allgemeinmedizin finanziell aufzustocken, damit Ärztinnen und Ärzte während der Weiterbildung in der Praxis und in der Klinik entsprechend ihres Weiterbildungsstandes vergütet werden können. Eine Erhöhung der Zuschüsse um 2000 Euro - wie zum Beispiel im Modellprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen vorgesehen - ist daher dringend bundesweit erforderlich.