3. Personalabbau in Krankenhäusern

Der Entschließungsantrag von Herrn PD Dr. med. Lindhorst (Drucksache VI - 41) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Der 111. Deutsche Ärztetag weist Politik und Bevölkerung ausdrücklich auf den zunehmenden Personalabbau in deutschen Krankenhäusern hin. So sind geschätzt 50.000 Stellen in der Krankenpflege abgebaut worden, qualifizierte medizinisch technische Berufe sind ebenfalls reduziert worden. Dies hat in diesen Berufsgruppen die Arbeitsbelastung für die Beschäftigten so erhöht, dass die Patientensicherheit immer wieder gefährdet wird. Unter diesen Bedingungen ist eine Verlagerung ärztlicher Tätigkeiten auf diese Berufsgruppen nicht mit Verantwortungsbewusstsein möglich, da in diesen Berufsgruppen bereits jetzt keine Zeit- und Qualifikationsreserven mehr vorhanden sind. Auch sind die Ausbildungsvoraussetzungen oft nicht mehr ausreichend eingehalten, so dass die Verlagerung ärztlicher Tätigkeiten auf diese Berufsgruppe einer bewussten in Kauf genommenen Patientengefährdung aus ökonomischen Gründen entspricht.