4. Mobbing von ärztlichen Standesvertretern

Auf Antrag von Herrn Dr. med. Emminger (Drucksache VI - 22) fasst der 111. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Mit großer Bestürzung nehmen die Delegierten des 111. Deutschen Ärztetages Berichte zur Kenntnis, dass erneut Klinikärzte diskriminiert, ausgegrenzt und mit einer Nicht-Verlängerung ihres Arbeitsvertrages bedroht werden, wenn sie sich neben ihrer klinischen Tätigkeit ehrenamtlich in den ärztlichen Körperschaften und Berufsvertretungen engagieren. In diesem Zusammenhang erneuert und bekräftigt der 111. Deutsche Ärztetag einen Beschluss des 90. Deutschen Ärztetags in Karlsruhe: „Für Kollegen, die in standes- und berufspolitischen Gremien tätig sind, dürfen daraus für ihre Berufstätigkeit keine Nachteile entstehen.“ (Beschluss vom 13.05.1987). Aufsichtsgremien, Klinikdirektionen und Verwaltungen werden aufgefordert, die Diskriminierung berufspolitischen Engagements strikt zu unterlassen.