3. W-Besoldung - Reform der Besoldungsstufen für Universitätsprofessoren und -professorinnen

Auf Antrag von Frau Dr. med. Borelli (Drucksache VI - 23) fasst der 111. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der 111. Deutsche Ärztetag fordert die Finanzminister und Wissenschaftsminister der Länder auf, die W-Besoldung (Besoldungsstufen für Universitätsprofessoren und -professorinnen) strukturell zu reformieren und auf ein international konkurrenzfähiges Niveau anzuheben.

Die Anzahl von ausreichend qualifizierten Bewerbern für nach der W-Besoldung von den medizinischen Fakultäten deutscher Universitäten ausgeschriebene Stellen ist seit Jahren stark rückläufig. Insbesondere für zum Zeitpunkt der Bewerbung klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzte stellt die Annahme einer nach der W-Besoldung vergüteten Stelle eine nicht hinnehmbare Verschlechterung ihrer Einkommenssituation dar. Da in vielen vergleichbaren Ländern zudem das ärztliche Einkommen auch in der akademischen Laufbahn höher liegt als in Deutschland, findet kein Austausch von wissenschaftlich tätigen Ärztinnen und Ärzten mehr statt, vielmehr wird auch hier der Abwanderung qualifizierter Kolleginnen und Kollegen Vorschub geleistet.