2. Schutz der Kinder und Jugendlichen vor kinderpornographischem Missbrauch

Auf Antrag von Herrn Dr. Fischbach, Herrn Dr. Bolay, Herrn Dr. Voigt und Frau Frei (Drucksache VIII – 70) fasst der 112. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Die deutsche Ärzteschaft unterstützt ausdrücklich die Gesetzesinitiative der Bundesregierung zur "Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen". Sie fordert den Bundesgesetzgeber auf, Kindern und Jugendlichen einen umfassenden Schutz vor sexueller Ausbeutung zu sichern.

Unter Federführung des Bundesfamilienministeriums hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur "Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen" in das Parlament eingebracht. Gegen diesen Gesetzentwurf sammelt eine Initiative "Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" in einer Online-Petition Unterschriften, weil die Unterstützer dieser Interessengruppe im besagten Gesetz einen unzumutbaren Eingriff in die Medienfreiheit sehen.

Kinderpornographie stellt eines der grausamsten Verbrechen an Kindern und Jugendlichen dar. Das Internet ist einer der Hauptverbreitungswege für kinderpornographische Bilder und Filme.