Zu Punkt III der Tagesordnung: (Muster-)Weiterbildungsordnung

39. Facharzt für Pneumologie: Röntgendiagnostik

Der Beschlussantrag von Frau Mühlfeld (Drucksache III - 52) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Der Deutsche Ärztetag fordert die Wiederangliederung der fachgebundenen Röntgendiagnostik in die Weiterbildung zum Facharzt für Pneumologie.

Das Präsidium der Bundesärztekammer bzw. die Ständige Konferenz "Ärztliche Weiterbildung" soll bis zum nächsten Ärztetag einen Vorschlag unterbreiten, um die Weiterbildung in der Pneumologie und die dazu gehörigen Röntgenleistungen wieder in einem ungeteilten und einheitlichen Kapitel zu listen.

Begründung:
Die Leistungen der Teilgebietsradiologie sind für die Pneumologie essenziell. Die Ausgliederung als nicht verpflichtende Zusatz-Weiterbildung Röntgendiagnostik -fachgebunden- schafft die Möglichkeit unterschiedlicher Qualifikation innerhalb eines Fachgebietes. Damit kommt es zu einer Aushöhlung einer Kernkompetenz. Es entstehen zwei unterschiedliche Qualitätslevel in einem Gebiet.

Gleichzeitig führt die Reduktion der konventionellen Röntgendiagnostik zu einer Zunahme der Strahlenbelastung, weil durch Wegfall der fachgebundenen Röntgendiagnostik oft und vermehrt belastendere Verfahren angewandt werden. Durch Vorschalten der konventionellen fachgebundenen Röntgendiagnostik können weiterführende Röntgenuntersuchungen gezielter eingesetzt werden.

Dies sollte durch die Wiedereingliederung der fachgebundenen Röntgendiagnostik und mit einer dadurch verpflichtenden Weiterbildung in fachgebundener Röntgendiagnostik erreicht werden.

Der Antrag wird vom Bundesverband der Pneumologen unterstützt.