Zu Punkt III der Tagesordnung: (Muster-)Weiterbildungsordnung

41. Bildgebende Verfahren für verschiedene Organfächer

Der Beschlussantrag von Herrn Dr. Langer (Drucksache III - 56) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Der Vorstand der Bundesärztekammer wird beauftragt, bei der nächsten Novellierung der MWBO die Wiederangliederung der fachgebundenen Röntgendiagnostik in die entsprechenden Organfächer (HNO, Orthopädie, Innere Medizin, Urologie, Gynäkologie, Chirurgie, Thoraxchirurgie, Unfallchirurgie) vorzubereiten.

Das Präsidium der Bundesärztekammer bzw. die Ständige Konferenz "Ärztliche Weiterbildung" soll bis zum nächsten Ärztetag einen Vorschlag unterbreiten, um die Weiterbildung in o. g. Organfächern und die dazu gehörigen Röntgenleistungen wieder in einem ungeteilten und einheitlichen Kapitel zu listen.

Begründung:
Die Leistungen der Teilgebietsradiologie sind für die o. g. Organfächer essenztiell. Die Ausgliederung als nicht verpflichtende Zusatz-Weiterbildung "Röntgendiagnostik -fachgebunden-" schafft die Möglichkeit unterschiedlicher Qualifikation innerhalb eines Fachgebietes. Damit kommt es zu einer Aushöhlung einer Kernkompetenz der o. g. Gebiete. Es entstehen zwei unterschiedliche Qualitätslevel eines Gebietes.

Gleichzeitig führt die Reduktion der konventionellen Röntgendiagnostik zu einer Zunahme der Strahlenbelastung, weil durch Wegfall der fachgebundenen Röntgendiagnostik oft und vermehrt belastendere Verfahren angewandt werden. Durch Vorschalten der konventionellen fachgebundenen Röntgendiagnostik können weiterführende Röntgenuntersuchungen gezielter eingesetzt werden.

Dies sollte durch die Wiedereingliederung der fachgebundenen Röntgendiagnostik und mit einer dadurch verpflichtenden Weiterbildung in fachgebundener Röntgendiagnostik erreicht werden.

Die Befugnis Röntgendiagnostik -fachgebunden-, entsprechend dem Stand der MWBO 1994, sollte wieder eingeführt werden.

Dazu wäre der Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz (Röntgenverordnung-RöV) während der Facharztausbildung erforderlich bzw. wünschenswert.