Zu Punkt V der Tagesordnung: Tätigkeitsbericht der Bundesärztekammer

1. Gleichberechtigung universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen im Rahmen der Nationalen Gesundheitsforschungsinitiative

Auf Antrag des Vorstandes der Bundesärztekammer (Drucksache V - 10) fasst der 113. Deutsche Ärztetag mit großer Mehrheit folgende Entschließung:

Der 113. Deutsche Ärztetag fordert Bund und Länder auf, den universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Rahmen der Nationalen Gesundheitsforschungsinitiative einen gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Forschungsmitteln zu ermöglichen.

Nur durch einen gleichberechtigten Mittelzugang von außeruniversitären und universitären Partnern können bei Institutionenübergreifender Zusammenarbeit

  • das verfügbare Innovationspotenzial in der Gesundheitsforschung optimal mobilisiert,
  • die komplexe Infrastruktur effizient genutzt und
  • die Forschungsergebnisse zeitnah in der Patientenversorgung umgesetzt werden.

Dazu sind transparente Strukturen und verbindliche Rahmenbedingungen erforderlich, die eine Kooperation auf Augenhöhe ermöglichen. Der weitere Aufbau finanzieller und administrativer Abhängigkeitsstrukturen der Hochschulmedizin von der Helmholtz-Gemeinschaft durch den Bund verhindert die optimale Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Wohle der Patienten.