Zu Punkt V der Tagesordnung: Tätigkeitsbericht der Bundesärztekammer

8. Einsatz des elektronischen Heilberufsausweises zur Kommunikation und Entbürokratisierung

Auf Antrag von Frau Taube (Drucksache V - 123) fasst der 113. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der Gesetzgeber, die gematik und die ärztlichen Körperschaften werden aufgefordert, die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen im Sinne von Patienten und Ärzteschaft so zu gestalten, dass der elektronische Heilberufsausweis mit seiner Signatur- und Verschlüsselungsfunktion in allen dafür geeigneten ärztlichen Arbeitsgebieten einschließlich ärztlicher Verwaltungstätigkeit zur rechtssicheren Anwendung genutzt wird. Dabei ist die Freiwilligkeit der Nutzung durch die Ärzte unbedingt zu wahren.

Eine zeitnahe und technisch praktikable Arzt-zu-Arzt-Kommunikation (elektronischer Arztbrief) führt zu einer unmittelbaren Verbesserung der Versorgungsqualität für die Patienten. Der elektronische Heilberufsausweis ermöglicht einen sektorenübergreifenden Transfer verschlüsselter Behandlungsdaten auch ohne Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte mit einem hohen Sicherheitsstandard. Dessen Nutzung zur Übermittlung sensibler Sozialdaten, beispielsweise im Rahmen der Online-Abrechnung ärztlicher Leistungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung, ist vor dem Hintergrund der Notwendigkeit einer Entbürokratisierung von Praxisabläufen anzustreben.