Beschlussprotokoll des 114. Deutschen Ärztetags vom 31.05.-03.06.2011 in Kiel

VI - 90 Förderung der universitären Allgemeinmedizin

Entschließung

Auf Antrag von Herrn Dr. Niebuhr und Herrn Dr. Herrmann (Drucksache VI - 90) fasst der 114. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung: Der Ärztetag fordert die Bundesärztekammer auf, die Politik dahingehend zu beeinflussen, ihre Zusagen einzuhalten:

  1. zur Förderung der universitären Allgemeinmedizinausbildung in den Ländern,
  2. zur Bereitstellung der dazu notwendigen finanziellen Mittel, um flächendeckend an den Universitätsstandorten Institute für Allgemeinmedizin einzurichten.

Ziel dieses Antrages ist damit, die Sicherstellung der flächendeckenden hausärztlichen Versorgung durch frühzeitige Einbindung der allgemeinmedizinischen Lehre in der universitären medizinischen Ausbildung zu ermöglichen.

Dem Deutschen Ärztetag ist es ein besonderes Anliegen, damit die Qualität in der hausärztlichen Versorgung in der Zukunft auf hohem Niveau zu gewährleisten.

Begründung:

Die Allgemeinmedizin ist nach der geltenden Approbationsordnung (ÄAppO) ein Hauptfach, ohne die entsprechende universitäre Repräsentanz zu haben. Befragungen haben gezeigt, dass sich Hausärzte zu über 80 Prozent in der unmittelbaren Nähe ihrer Alma Mater niederlassen. Der Problematik flächendeckender hausärztlicher Versorgung kann mit diesem Antrag daher entgegengewirkt werden.