Beschlussprotokoll des 114. Deutschen Ärztetags vom 31.05.-03.06.2011 in Kiel

VI - 21 PJ-Tertiale in der ambulanten Versorgung ermöglichen

Entschließung

Auf Antrag von Herrn Dr. Lipp, Herrn Dr. Lutz, Herrn Dr. Fitzner, Herrn Dr. Lücke, Frau Haus und Herrn Dr. Reinhardt (Drucksache VI - 21) fasst der 114. Deutsche Ärztetag folgende Entschließung:

Der Deutsche Ärztetag fordert den Gesetzgeber auf, PJ-Tertiale grundsätzlich auch in der ambulanten Versorgung zu ermöglichen.

Begründung:

Die Medizinstudierenden haben während ihrer Ausbildung kaum Kontakt zu niedergelassenen bzw. ambulant tätigen Ärzten. Abgesehen von wenigen Ausnahmen (Blockpraktika) begegnen ihnen auf dem Weg zur Approbation überwiegend angestellte Ärzte. Die Heranführung an die spätere Niederlassung als Möglichkeit der Berufsausübung findet damit so gut wie nicht statt. Vor dem Hintergrund der abnehmenden Bereitschaft junger Kollegen zur Niederlassung und der damit verbundenen schwierigen Suche nach Praxisnachfolgern ist das ein Problem, das mit der grundsätzlichen Ermöglichung von PJ-Tertialen im ambulanten Bereich angegangen werden kann.