Beschlussprotokoll des 114. Deutschen Ärztetags vom 31.05.-03.06.2011 in Kiel

VI - 98 Kindergesundheit und Fernsehen

Vorstandsüberweisung

Der Entschließungsantrag von Herrn Dr. Peters, Herrn PD Dr. Benninger, Herrn Dr. Bolay, Herrn Dr. Fischbach, Herrn Dr. Voigt und Herrn Dr. Zimmermann (Drucksache VI - 98) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Der 114. Deutsche Ärztetag fordert die Bundesregierung auf, durch geeignete Maßnahmen den für die kindliche Entwicklung ungünstigen Fernsehkonsum von Kindern nachhaltig zu reduzieren.

  1. Reduktion der zeitlichen Exposition von Telemedien
    Es gibt einen wissenschaftlich nachgewiesenen Zusammenhang zwischen Ausmaß des Bildschirmmedienkonsums und negativer Auswirkung auf schulische und berufliche Entwicklung sowie auf das Körpergewicht.

  2. Verbot von Fernsehwerbung für Nahrungsmittel in Kindersendungen
    Zur Prävention von Adipositas ist ein Werbeverbot für Nahrungs- und Genussmittel insbesondere in allen Telemedien zu fordern. Kinder werden bereits im Vorschulalter durch die Werbung zum Konsum von häufig ungesunden, oft gezuckerten Snacks und Getränken, die eine Adipositas stark begünstigen („Dickmachern“), verführt.