Beschlussprotokoll des 114. Deutschen Ärztetags vom 31.05.-03.06.2011 in Kiel

VI - 49 Spitzenmedizin muss angemessen bezahlt werden

Vorstandsüberweisung

Der Entschließungsantrag von Frau Dr. Dierkes, Herrn Dr. Botzlar, Herrn Henke, Herrn Dr. Emminger, Herrn Dr. Gehle, Herrn Dr. Reuther und Herrn PD Dr. Scholz (Drucksache VI - 49) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Der 114. Deutsche Ärztetag kritisiert, dass die Entgelte für Ärztinnen und Ärzte an Universitätsklinika im Allgemeinen und für Fachärztinnen und Fachärzte im Besonderen deutlich hinter den Gehältern von Ärztinnen und Ärzten an anderen Kliniken zurückliegen. Fachärztinnen und Fachärzte an Universitätsklinika verdienen mittlerweile bis zu 10 Prozent weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Kliniken.

Auch im Vegleich mit anderen akademischen Berufsgruppen liegt die Vergütung in der universitären Spitzenmedizin inzwischen deutlich zurück. Nach einer Studie der IG Metall über typische Einstiegsgehälter für Universitätsabsolventen der Natur- (Mathematik, Physik, Chemie) und Ingenieurwissenschaften (Maschinenbau und Elektrotechnik) beträgt das Monatsentgelt auf der Grundlage einer 35-Stunden-Woche bereits 4.117 Euro. Der Arzt liegt selbst bei einer 42-Stunden-Woche und damit um 20 Prozent längeren Arbeitszeit mit lediglich 3.892 Euro deutlich darunter.