Beschlussprotokoll des 114. Deutschen Ärztetags vom 31.05.-03.06.2011 in Kiel

VI - 99 Antrag auf Optimierung der Antragsorganisation und Ressourcenschonung bei kommenden Ärztetagen

Vorstandsüberweisung

Der Beschlussantrag von Herrn Dr. Kajdi (Drucksache VI - 99) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:

Der 114. Deutsche Ärztetag möge folgende Maßnahmen zur Optimierung und Vereinfachung des Ablaufs und des Ressourcenverbrauchs für kommende Ärztetage beschließen:

Zugang der Ärztetagsdelegierten zum Antragsverwaltungrechner und Archiv des Ärztetages von ihrem Delegiertensitzplatz aus.

Aktuelle Anträge sollten damit für alle schon während ihres Entstehungsprozesses nachvollziehbar und abrufbar werden.

Der Zugang sollte für Delegierte kostenlos sein (ggf. Bereitstellung eines entsprechenden WLAN-Zugangs, z. B. per Stick oder Passwort während des Ärztetages).

Die Software sollte so sein, dass Änderungsanträge optisch die Änderungen der Originaltexte (Einfügungen und Streichungen) herausheben. Eine komfortable Suchfunktion für Texte sollte enthalten sein.

Dokumentensharing und gemeinsame Bearbeitung z. B. in geschlossenen Gruppen sollten - nur für Delegierte - möglich gemacht werden.

Begründung:

Das alleinige Vorlesen von Überschriften und die vielen Anträge mit multiplen Änderungen am gleichen langen Text machen es unmöglich, den Änderungsverlauf der Anträge im jetzt praktizierten Verfahren nachvollziehbar zu machen. Auch kommt die “Antragsnachschub”-Versorgung mit Papier oft im laufenden Verfahren gar nicht mehr hinterher, und Papier wandert, wenn es zu spät ankommt, gleich in den Papierkorb.

Diese Ressourcenverschwendung muss nicht sein.

Auch könnten mit dem vorgeschlagenen Verfahren unsinnige Tätigkeiten wie das Handsortieren von ganzen Papierstapeln und von Anträgen durch Delegierte, die damit von ihrer wichtigsten Funktion - nämlich der Teilnahme an wichtigen Entscheidungsprozessen - abgehalten werden, verhindert werden.

Wer dennoch zusätzlich “alles in Papierform” haben möchte, kann das selbstverständlich bekommen.

Insgesamt würd diese Maßnahme zu wesentlich weniger (Papier-)Ressourcenverschwendung führen, Personal einsparen, die Qualität und das Tempo des Antragsverfahrens wesentlich erhöhen, viele Missverständnisse verhindern und für mehr Transparenz des Antragsverfahrens sorgen.