Sprungmarken
|
Hauptnavigation |
Sie befinden sich hier:
Home > Bundesärztekammer > Institutionen / Bündnis Gesundheit 2000Im Bündnis Gesundheit 2000 haben sich 37 Verbände und Organisationen des Gesundheitswesens zusammengeschlossen, um Perspektiven für eine patientengerechte Gesundheitspolitik aufzuzeigen. Das Bündnis kann für sich in Anspruch nehmen, die 4,1 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen zu vertreten, unter ihnen die Vertreter der Pflegeberufe, Arzthelferinnen, Apotheker, Assistenzberufe, Ärzte, Zahnärzte und Heilmittelerbringer. Die Gesundheitsberufe halten eine offene und ehrliche Information der Bevölkerung über die bereits bestehenden und sich weiter verschärfenden Qualitätsverluste in der Versorgung und Betreuung von Patienten für unabweisbar. In ihrem Positionspapier fordern sie "mehr Menschlichkeit statt Durchökonomisierung" im Gesundheitswesen und eine stabile Finanzierungsgrundlage, um allen Patienten langfristig die Teilhabe am Fortschritt im Gesundheitswesen zu sichern. Das Bündnis entstand im Frühjahr 1999, als das Bundesgesundheitsministerium mit der beabsichtigten Einführung eines Globalbudgets und der angestrebten Monopolisierung der Krankenkassen den Protest der Gesundheitsberufe herausforderte. In einem vielbeachteten Thesenpapier forderte das Bündnis Ende Mai 1999 eine in den Auswirkungen durchdachte Reform, die sich nach dem Versorgungsbedarf der Patienten richte und nicht durch einen Abbau von Arbeitsplätzen die bisherige Qualität der medizinischen Versorgung gefährde. In den darauf folgenden Wochen entwickelte das Bündnis eine umfassende Informationskampagne, mit der die Bevölkerung über die gravierenden Folgen der geplanten Gesundheitsreform aufgeklärt wurde. Höhepunkt dieser Kampagne war die Demonstration des Bündnisses am 22. September 1999, zu der sich mehr als 25.000 Beschäftigte aus dem ganzen Bundesgebiet auf dem Gendarmenmarkt in Berlin versammelten. Aus dem zunächst temporären Zweckbündnis gegen die geplante Gesundheitsreform 2000 wurde zunehmend eine politische Kraft, die auch nach den vielen gemeinsamen Aktionen im Jahr 1999 für eine offene und ehrliche Diskussion über die notwendigen Finanzmittel im Gesundheitswesen warb. Dass der Bestand an Gemeinsamkeiten weit über den Protest hinausreichte, zeigte sich spätestens bei der Vorstellung der "Eckpunkte für ein patientengerechtes Gesundheitswesen". Das Ende Mai 2000 veröffentlichte Papier ging weit über eine bloße Analyse des Status quo hinaus und zeigte in zehn Thesen Lösungswege für eine am Versorgungsbedarf der Bevölkerung orientierte Weiterentwicklung des Gesundheitswesens auf. Eine konsequente Fortschreibung dieser Thesen ist das "Positionspapier der Gesundheitsberufe für ein patientengerechtes Gesundheitswesen" vom 12. September 2002, in dem es heißt: "Wenn eine gute Gesundheitsversorgung erhalten bleiben soll, dann brauchen wir Veränderungen der wirtschaftlichen und beruflichen Rahmenbedingungen, die wieder Zuwendung möglich machen, wo Zuteilung (Rationierung) droht." © Bundesärztekammer · letzte Änderung 14.11.2006 |
Kontext-Informationen der Seite |
Wiederholung der Hauptnavigation