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Home > Ärztetag > Ärztetage ab 2006 > 111. Deutscher Ärztetag 2008 > Presse- Pressemitteilung der BundesärztekammerÄrztetag: Zukunftsfähiges Gesundheitswesen braucht PKVUlm, 23.05.2008
Der 111. Deutsche Ärztetag in Ulm hat die Bundesregierung aufgefordert, die Rahmenbedingungen für die private Krankenversicherung nachhaltig zu stärken, anstatt sie durch gesetzliche Regelungen immer weiter aufzuweichen. Das anerkannt hochstehende Niveau der medizinischen Versorgung in Deutschland sei nur durch das Zusammenwirken der zwei historisch gewachsenen Säulen, der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privatwirtschaftlich organisierten privaten Krankenversicherung (PKV), möglich, erklärten die Delegierten. Das deutsche Gesundheitssystem garantiere durch seinen „mittleren Weg“, die Nachteile gleichgeschalteter Einheitsgesundheitssysteme mit Wartelistenmedizin und dem Verlust der Patientensouveränität wie auch rein markwirtschaftlich orientierter Gesundheitssysteme mit einer realen Mehrklassenmedizin zu vermeiden. „Ein leistungs- und zukunftsfähiges Gesundheitswesen braucht auch zukünftig neben dem vornehmlich durch die GKV bestimmten sozialen und zunehmend staatlich regulierten Bereich ein starkes privates Segment, das durch Vertragsautonomie, Eigenverantwortung, Freiberuflichkeit und Innovationskraft auf hohem Qualitätsniveau bestimmt ist“, so der Ärztetag. Der Ärztetag begrüßte die Initiative von 30 Unternehmen der privaten Krankenversicherung, Verfassungsbeschwerde gegen das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz einzulegen. Der Gesetzgeber verfolge darin das Ziel einer Austrocknung des PKV-Systems und einer Angleichung an das GKV-System. „Aus Sicht der deutschen Ärzteschaft überschreiten diese Maßnahmen die Grenze des grundrechtlich Zulässigen und werden sich zu Ungunsten aller Beteiligten auswirken“, so der Ärztetagsbeschluss. © Bundesärztekammer · letzte Änderung 23.05.2008 |
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