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Home > Ärztetag > Beschlussprotokolle ab 1996 > Außerordentlicher Deutscher Ärztetag 2003 > 2. Professionelle Positiv- 2. Professionelle Positiv-Image Kampagne für die ÄrzteschaftDer Antrag von Frau Dr. Gisela Trübsbach (Drucksache I-02) wird zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen:Der Außerordentliche Deutsche Ärztetag beschließt, eine bundesweite professionelle Positiv-Image-Kampagne für die Ärzteschaft durchzuführen. Begründung: Die Reaktion der Ärzte auf die Nullrunde der rot-grünen-Koalition ist gespalten, wie man aus den Meinungsäußerungen z. B. in der Ärzte-Zeitung entnehmen kann. Wir sind frustriert. Wir sind der immer wiederkehrenden Diffamierung müde. Die Bundesministerin Ulla Schmidt will die Bevölkerung glauben machen, dass wir mit unseren sachgerechten wirtschaftlichen Ansprüchen die Solidargemeinschaft gefährden würden. Im Gegenteil wir wollen im Interesse der Kranken, der schlechter Gestellten und der sozial Schwachen eine Neubestimmung der Solidargemeinschaft erreichen. Wir sind nicht mehr eine Arbeitergesellschaft, sondern eine individualisierte Gesellschaft und Dienstleistungsgesellschaft. Dem muss man Rechnung tragen. Die Kampagne soll kurz und in steter Wiederholung bundesweit die Vorteile unserer ärztlichen Leistungen und unserer Qualität auch im Vergleich zur ehemaligen DDR und Großbritannien hervorheben. 4 Thesen zur Kampagne
Aktion für die Leistungsbereitschaft der Ärzte, die effektiv an Reformen zugunsten der Patienten mitwirken.
Aktion für den bereits jetzigen hohen Standard an Qualitätssicherung und Fortbildung in der Ärzteschaft (siehe Flyer als Beispiel).
Aktion für den bereits hohen Standard an fachlicher Integration in der ambulanten und klinischen Patientenversorgung.
Aktion für die Sicherung und Fortentwicklung des Sozialsystem auf der Basis der Grundsätze von Bismarck. Für die Neudefinition der Versichertengemeinschaft in der jetzigen modernen Dienstleistungsgesellschaft mit allen Beamten und allen Selbständigen. Anlage: Beispiel einer Praxisauslage in Herne/NRW:Q U A L I T Ä T S S I C H E R U N G Die Qualitätssicherung in der Medizin ist schon heute gesichert durch ein "verschultes" Studium mit ständigen Leistungskontrollen durch zentrale Prüfungen auf Staatsexamens-Niveau. Weiter geht es durch Facharztprüfungen, Prüfungen für Spezialgebiete, ständige Prüfungen von Praxiseinrichtungen und Untersuchungsgeräten in gesetzlich vorgeschriebenen Zeitabständen. Ein approbierter Arzt in eigener Praxis, egal ob Hausarzt oder Facharzt, hat keine Chance, durch die Maschen dieser Vorschriften zu schlüpfen. Jeder Tag, der der aktiven Patientenversorgung gewidmet ist, trägt zur Erweiterung des medizinischen Erfahrungsschatzes bei. Jeder Fachartikel, jeder Arztbrief, jede kleine oder große Fortbildungsveranstaltung, jeder Kongress jedes kollegiale Gespräch trägt zur Erweiterung des medizinischen Erfahrungsschatzes bei. Aus diesen Grund erfreut sich dieser Berufsstand einer hohen Wertschätzung international in der gesamten Bevölkerung. Wir lassen uns diesen Status nicht durch unqualifizierte Politikeräußerungen und üble Nachrede zerstören. © Bundesärztekammer · letzte Änderung 10.07.2006 |
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