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Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) gemäß §§ 12 und 18 des Transfusionsgesetzes (Novelle 2005)

Bundesärztekammer Stand: 05.11.2005

Gesamtnovelle 2005 der Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) gemäß §§ 12 u. 18 TFG

Für die Transfusionsmedizin stellt die Bundesärztekammer bereits seit 1975 gemeinsam mit der zuständigen Bundesoberbehörde den allgemein anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik in Richtlinien fest. Dieses Verfahren ist seit 1998 durch das Transfusionsgesetz (TFG) vorgegeben.

Die vorliegende Gesamtnovelle dieser Richtlinien wurde vom Vorstand der Bundesärztekammer am 10. Juni 2005 verabschiedet und am 13. Juli 2005 vom Paul-Ehrlich-Institut als zuständige Bundesoberbehörde mitgezeichnet.

Die Richtlinien wurden entsprechend § 12 Abs. 1 Satz 3 bzw. § 18 Abs. 1 Satz 3 TFG im Bundesanzeiger (BAnz Nr. 209a/2005 vom 05. November 2005) bekannt gemacht und sind am 06. November in Kraft getreten.

Die Richtlinien werden voraussichtlich Ende November unter der ISBN 3-7691-1221-0 als Broschüre im Deutschen Ärzteverlag erscheinen.

Berlin, im November 2005

(Bereits im Juli 2005 wurde eine Vorabinformation zu den Richtlinien eingestellt:
Vorabinformation über die Novellierung 2005 der Richtlinien zur Gewinnung von Blut
und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie)
[PDF])

Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von
Blutprodukten (Hämotherapie) gemäß §§ 12 und 18 des Transfusionsgesetzes (Novelle 2005)
[PDF]

Kapitel 1

1

Allgemeines

1.1 Geltungsbereich der Richtlinien
1.2 Aufgaben der Richtlinien
1.3 Inhalt der Richtlinien
1.4 Qualitätsmanagement (QM) / Qualitätssicherung (QS)
1.4.1 Ziele und Aufgaben
1.4.2 Qualitätssicherung bei der Gewinnung
1.4.2.1 Spendeeinrichtung
1.4.2.2 Entnahmestellen
1.4.2.3 Einrichtungen zur präoperativen Gewinnung autologer Blutkomponenten
1.4.3 Qualitätssicherung bei der Anwendung
1.4.3.1 Transfusionsverantwortlicher
1.4.3.2 Transfusionsbeauftragter
1.4.3.3 Leitung eines immunhämatologischen Laboratoriums und/oder Blutdepots
1.4.3.4 Transfusionskommission
1.4.3.5 Arbeitskreis für Hämotherapie
1.4.3.6 Der transfundierende Arzt
1.4.4 Qualitätsmanagementhandbuch
1.5 Übergangsvorschriften
1.6 Überwachung des Qualitätssicherungssystems der Anwendung von Blutprodukten
1.6.1 Einrichtungen mit ausschließlicher Anwendung von Fibrinkleber und/oder Plasmaderivaten, die nicht zur Behandlung von Hämostasestörungen eingesetzt werden
1.6.2 Einrichtungen mit Anwendung von Blutkomponenten und/oder Plasmaderivaten für die Behandlung von Hämostasestörungen (außer Fibrinkleber) [Qualitätsbeauftragter]
1.6.2.1 Einrichtungen, in denen besondere Voraussetzungen vorliegen
1.6.3 Qualifikationsvoraussetzungen für Qualitätsbeauftragte
1.6.4 Aufgaben der Ärztekammern
1.7 Meldewesen

Kapitel 2

2

Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen

2.1 Allgemeine Spenderauswahl
2.1.1 Blutspender
2.1.2 Aufklärung und Einwilligung
2.1.3 Informationen und Erklärungen von Seiten des Spenders: Spendererfassung und Einwilligung
2.1.4 Untersuchung zur Eignung als Spender und zur Feststellung der Spendetauglichkeit
2.1.4.1 Untersuchung zur Eignung als Spender
2.1.4.2 Untersuchung zur Tauglichkeit als Spender
2.1.5 Anamnese
2.2 Ausschluss von der Blutspende
2.2.1 Kriterien für einen Dauerausschluss
2.2.2 Zeitlich begrenzte Rückstellungskriterien
2.2.2.1 Infektionen
2.2.2.2 Exposition mit dem Risiko, eine übertragbare Infektion zu erwerben
2.2.2.3 Impfungen
2.2.2.4 Rückstellung wegen besonderer epidemiologischer Situationen
2.2.2.5 Sonstige Rückstellgründe
2.2.3 Ausnahmen von den Spenderauswahlkriterien
2.3 Blutentnahme
2.3.1 Durchführung
2.3.2 Verhalten nach der Blutspende
2.3.3 Spenderreaktionen
2.3.4 Dokumentation
2.4 Laboruntersuchungen vor Freigabe der Spende
2.4.1 Laboruntersuchungen vor Freigabe der Spende
2.4.2 Blutgruppenserologische Untersuchungen bei Blutspendern
2.4.3 Nachuntersuchungsproben
2.5 Vollblutspende
2.6 Präparative Hämapherese
2.6.1 Definition
2.6.2 Besondere Voraussetzungen für Hämapheresen
2.6.3 Häufigkeit und Menge der Hämapheresespenden
2.6.4 Besonderheiten der Spenderuntersuchungen bei einzelnen Apheresetechniken
2.6.4.1 Präparative Plasmapherese
2.6.4.2 Präparative Thrombozytapherese
2.6.4.3 Präparative Granulozytapherese
2.6.4.4 Präparative Erythrozytapherese
2.6.4.5 Präparative Multikomponenten - Apheresespenden
2.6.4.6 Präparative Apherese von allogenen Blutstammzellen
2.7 Stammzellen aus Nabelschnur-/ Plazentarestblut
2.8 Eigenblutentnahme
2.8.1 Präoperative Entnahme von Eigenblut oder Eigenblutbestandteilen
2.8.1.1 Eignung zur Eigenblutentnahme
2.8.1.2 Kontraindikationen
2.8.1.3 Laboratoriumsuntersuchungen
2.8.1.4 Eigenblutentnahme (Gewinnung)
2.8.1.5 Kennzeichnung des Eigenblutes
2.8.1.6 Lagerung
2.8.1.7 Qualitätskontrollen
2.8.2 Präoperative normovolämische Hämodilution
2.8.3 Retransfusion von intra- und/oder postoperativ gewonnenem Wund-/Drainageblut
2.8.4 Aufklärung und Einwilligung des Patienten
2.8.5 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.8.6 Dokumentation
2.8.7 Autologe Blutstammzellapherese
2.9 Haftung

Kapitel 3

3

Herstellung, Lagerung und Transport von Blutprodukten

3.1 Blutkomponenten
3.1.1 Erythrozytenkonzentrate
3.1.1.1 Leukozytendepletiertes Erythrozytenkonzentrat in Additivlösung
3.1.1.2 Kryokonserviertes Erythrozytenkonzentrat
3.1.1.3 Gewaschenes Erythrozytenkonzentrat
3.1.1.4 Bestrahltes Erythrozytenkonzentrat
3.1.2 Thrombozytenkonzentrate
3.1.2.1 Leukozytendepletiertes Pool-Thrombozytenkonzentrat
3.1.2.2 Leukozytendepletiertes Apherese-Thrombozytenkonzentrat
3.1.2.3 Bestrahltes Thrombozytenkonzentrat
3.1.3 Granulozytenkonzentrate
3.1.4 Plasma
3.1.4.1 Gefrorenes Frischplasma (GFP)
3.1.4.2 Bestrahltes gefrorenes Frischplasma
3.1.4.3 Zur Virusinaktivierung behandeltes Plasma
3.2 Transport und Lagerung

Kapitel 4

4

Anwendung von Blutprodukten

4.1 Transport und Lagerung in der Einrichtung der Krankenversorgung
4.2 Blutgruppenserologische Untersuchungen bei Patienten
4.2.1 Verantwortung und Zuständigkeit
4.2.2 Untersuchungsumfang
4.2.3 Identitätssicherung
4.2.4 Untersuchungsmaterial
4.2.5 Untersuchungsverfahren
4.2.5.1 Wahl der Untersuchungsmethoden
4.2.5.2 Testreagenzien (In-vitro-Diagnostika)
4.2.5.3 Qualitätssicherung
4.2.5.4 Bestimmung der AB0-Blutgruppenmerkmale
4.2.5.5 Bestimmung des Rh-Merkmals D
4.2.5.6 Bestimmung weiterer Blutgruppenmerkmale
4.2.5.7 Antikörpersuchtest
4.2.5.8 Antikörperidentifizierung
4.2.5.9 Serologische Verträglichkeitsprobe (Kreuzprobe)
4.2.5.10 Notfälle
4.2.5.11 Dokumentation der blutgruppenserologischen Befunde
4.2.5.12 Datensicherung
4.2.5.13 Schreibweise der Befunde
4.3 Anwendung von Blutkomponenten und Plasmaderivaten
4.3.1 Blutanforderung
4.3.2 Identitätssicherung und vorbereitende Kontrollen
4.3.2.1 AB0-Identitätstest
4.3.3 Technik der Bluttransfusion
4.3.4 Aufgaben des transfundierenden Arztes
4.3.5 Transfusion von Erythrozytenkonzentraten
4.3.6 Transfusion von Thrombozytenkonzentraten
4.3.7 Transfusion von Granulozytenkonzentraten
4.3.8 Plasmatransfusion
4.3.9 Notfalltransfusion
4.3.10 Dokumentation
4.3.11 Entsorgung der nicht angewendeten Blutprodukte
4.4 Perinatale Transfusionsmedizin
4.4.1 Diagnostik, Behandlung und Prophylaxe fetomaternaler Inkompatibilitäten
4.4.1.1 Blutgruppenserologische Untersuchungen vor der Geburt
4.4.1.2. Morbus haemolyticus fetalis/neonatorum (MHF/MHN)
4.4.1.3 Blutgruppenserologische Untersuchungen bei Neugeborenen
4.4.1.4 Pränatale und postnatale Therapie
4.4.1.5 Anti-D-Prophylaxe bei Rh negativen (D negativ) Frauen
4.4.1.6 Fetale/neonatale Alloimmunthromozytopenie (FAIT/NAIT)
4.4.1.7 FMI im granulozytären System fetale/neonatale Immungranulozytopenie/Neutropenie (NIN)
4.4.2 Besonderheiten der perinatalen Transfusionstherapie
4.5 Unerwünschte Ereignisse/Nebenwirkungen nach Anwendung von Blutprodukten
4.5.1 Organisatorische Maßnahmen
4.5.2 Dokumentation
4.5.3 Rückverfolgung
4.5.4 Therapeutische und prophylaktische Maßnahmen
4.5.5 Vermeidung einer Graft-versus-Host-Reaktion
4.5.6 Vermeidung von CMV-Infektionen
4.6 Autologe Hämotherapie
4.6.1 Identitätssicherung
4.6.2 Unerwünschte Wirkungen
4.6.3 Eigenblutprodukte mit positiven Infektionsmarkern
4.6.4 Nicht verwendete Eigenblutprodukte
4.6.5 Perioperativ hergestellte Blutpräparationen
4.6.6 Dokumentation
4.7 Anwendung von autologen Blutstammzellen
4.8 Therapeutische Zytapherese
4.9 Therapeutische Plasmapherese und Plasmadifferentialtrennung
4.9.1 Organisation, Dokumentation und Ausstattung

Kapitel 5

5

Glossar

6 Anhang

6.1 Aufgaben des Qualitätsbeauftragten
6.2 Abkürzungsverzeichnis
6.3 Literaturverzeichnis
6.4 Mitglieder des Redaktionskomitees
6.5 Mitglieder der Projekt-Arbeitsgruppe zur Neufassung des Abschnitts 1.6
6.6

Angehörte Sachverständige

Muster-Arbeitsanweisung zur Transfusion von Erythrozytenkonzentraten unter den besonderen Bedingungen des Abschnitts 1.6.2.1 der Richtlinien zur Hämotherapie (Gesamtnovelle 2005)

Muster-Arbeitsanweisung [Word]

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