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BSE und die Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK): Merkblatt für Ärztinnen und Ärzte

Vorwort

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer
Stand: 28.02.2003


Die seit vielen Jahren bekannte Creutzfeldt-Jakob-Krankheit hat durch das Auftreten der erstmals 1996 in England beschriebenen Variante eine aktuelle gesundheitspolitische Bedeutung erlangt. Wenngleich das öffentliche Interesse an der Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) merklich abgenommen hat, informiert die Bundesärztekammer mit dem vorliegenden, vom Wissenschaftlichen Beirat erstellten Merkblatt die Ärzteschaft über die Epidemiologie, Diagnostik und Prävention der vCJK, um eine Hilfestellung zum sachgerechten Umgang mit diesem Krankheitsbild zu schaffen.

Mit dieser Publikation wird die Ärzteschaft insbesondere auch auf die Differenzialdiagnose der  vCJK hingewiesen und damit bezüglich möglicher Verdachtsfälle einer vCJK eine Informationsgrundlage geschaffen.

In Deutschland ist derzeit kein an vCJK erkrankter Patient bekannt und die vergleichsweise wenigen einheimischen BSE-Fälle sowie die epidemiologischen Daten aus England begründen die Hoffnung eines geringen Risikos für Deutschland. Um mögliche zukünftige Fälle in Deutschland mit Sicherheit erkennen zu können, ist darauf hinzuweisen, dass zur Stellung der Diagnose  eine Autopsie erforderlich ist. In diesem Zusammenhang müssen Anstrengungen unternommen werden, die  Autopsiehäufigkeit zu erhöhen. Dies betrifft nicht nur die CJK-typischen Fälle,  sondern alle Erkrankungsfälle mit atypischen oder nicht gut klassifizierbaren neurologischen oder psychiatrischen Krankheitsbildern.

Zur Risikominimierung einer iatrogenen Übertragung der vCJK durch chirurgische Instrumente werden  vom Robert Koch-Institut empfohlene Dekontaminationsmaßnahmen vorgestellt.

Prof. Dr. med. J.-D. Hoppe
Präsident der Bundesärztekammer
und des Deutschen Ärztetages

Prof. Dr. Dr. h. c. P. Scriba
Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesärztekammer

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