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Curriculum strukturierte medizinische Versorgung

1. Auflage 2003

Curriculum strukturierte medizinische Versorgung  [PDF]

Herausgegeben von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung
Köln: 1. Aufl. 2003
(Texte und Materialien der Bundesärztekammer zur Fortbildung und Weiterbildung, Band 24)

Geleitwort

Das Gesundheitssystem der Bundesrepublik Deutschland ist gekennzeichnet durch das Wirken der gemeinsamen Selbstverwaltung mit Leistungserbringern und Kostenträgern. Die Erfolge dieser Zusammenarbeit sind an einer durchgehend und jederzeit gewährleisteten medizinischen Versorgung auf hohem Niveau abzulesen, die der gesamten Bevölkerung zuteil wird. Die Selbstverwaltung ist auch maßgeblich an der medizinischen und organisatorischen Gestaltung der sogenannten strukturierten Behandlungsprogramme für chronische Krankheiten gemäß § 137 f SGB V (Disease-Management-Programme) beteiligt. Die verfasste Ärzteschaft betrachtet eine strukturierte und rationale Behandlung unter Anwendung einer evidenzbasierten und leitliniengestützten Medizin und unter angeleiteter selbstverantwortlicher Mitwirkung der Patienten als eine in der Regel sinnvolle Vorgehensweise. Zu der seitens der Politik beabsichtigten Verquickung des Instruments strukturierter Behandlungsprogramme mit finanzpolitischen Zielen des Risikostruktur-Ausgleichs sind hingegen grundsätzliche Bedenken berechtigt, die auch deutlich artikuliert worden sind.

Die Behandlung von Patienten innerhalb strukturierter Behandlungsprogramme bedeutet für die in Klinik und Praxis tätigen Ärztinnen und Ärzten das Betreten zumindest vertragsrechtlichen Neulands. Sie müssen daher klare Vorstellungen vermittelt bekommen, welche Patienten unter welchen Voraussetzungen teilnehmen können, was dies für die Freiheit der Therapiewahl bedeutet, welche Dokumentation zu leisten ist, welche Abrechnungsmodalitäten gelten etc. Eine Schulung der Leistungserbringer ist nach dem gültigen Sozialrecht im Anforderungsprofil der strukturierten Behandlungsprogramme explizit vorgesehen. Das vorliegende Werk, das auf der gemeinsamen Sitzung der Vorstände von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung am 23./24. März 2003 verabschiedet worden ist, bietet dafür im Rahmen der ärztlichen Fortbildung eine hervorragende Grundlage.

Die große Nachfrage nach dem 1996 herausgegebenen Curriculum Qualitätssicherung/Ärztliches Qualitätsmanagement ist ein exemplarischer Beleg der hohen Bereitschaft nach Fortbildung innerhalb der Ärzteschaft. Das Curriculum strukturierte medizinische Versorgung ist ein weiteres Beispiel einer dynamischen Antwort auf die sich im ständigen Fluss befindlichen Anforderungen unserer Versorgungsstrukturen.

Prof. Dr. J.-D. Hoppe
Präsident der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetags

Dr. M. Richter-Reichhelm
1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

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