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Health Technology Assessment

Unter Health Technology Assessment (HTA) wird üblicherweise die systematische, evidenzbasierte Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien im Hinblick auf deren Effekte auf die Gesundheit des Einzelnen, auf das Gesundheitssystem und auf die Gesellschaft verstanden. Die Dimensionen der Bewertung können dabei über die bloße medizinische Wirksamkeit hinausgehen und auch ökonomische, ethische, soziale und rechtliche Auswirkungen berücksichtigen. Bewertet werden vorzugsweise Therapieformen und Diagnoseverfahren. HTA-Berichte dienen als Instrument der Entscheidungsfindung für die Aufnahme oder Zurückweisung neuer Verfahren und Technologien in die medizinische Regelversorgung. Die Bewertung vermeintlicher oder tatsächlicher Innovationen mit ihren Konsequenzen für die Gestaltung des GKV-Pflichtleistungskatalogs hat in Deutschland zunehmend Bedeutung erlangt, darunter durch gesetzlich verankerte Kompetenzzuweisungen an staatliche Gremien. So wurde im Jahr 2000 beim Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) die Deutsche Agentur für HTA, „DAHTA@DIMDI“, gegründet. Die Agentur betreibt ein Informationssystem für HTA-Berichte und führt ein Programm zu deren Erstellung durch. Die Bundesärztekammer ist Mitglied im Kuratorium HTA beim DIMDI. Aufgabe des Kuratoriums ist u.a., die eingereichten Themenvorschläge für HTA-Berichte bezüglich der medizinischen Bedeutsamkeit und der Relevanz für die medizinische Versorgung zu priorisieren. Auch Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses und vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen erstellte Evidenzberichte basieren vielfach auf der HTA-Methodik.

Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung unterhalten auf Beschluss beider Vorstände seit 2002 eine gemeinsame HTA-Arbeitsgruppe zur Erstellung evidenzbasierter Berichte zum medizinischen Stellenwert und therapeutischen Nutzen neuer Behandlungsmethoden. Die HTA-Arbeitsgruppe verfasste und veröffentlichte HTA-Berichte zu den Themen „Laserinduzierte interstitielle Thermotherapie (LITT) bei malignen Tumoren“, „Minimalinvasive Wirbelsäulenkathetertechnik nach Racz“, „Radiumchloridtherapie bei Morbus Bechterew“ und zuletzt „Permanente interstitielle Brachytherapie (Seed-Implantation) bei lokal begrenztem Prostatakarzinom“.

Stellungnahme der Bundesärztekammer zu den Allgemeinen Methoden des IQWiG Entwurfsversion 4.0 in der Fassung vom 09.03.2011 [PDF] 

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