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Sektorenübergreifende Versorgung

Gesetzliche Grundlagen

Seit dem 1. Juli 2008 sind nach § 137 SGB V einrichtungsübergreifende, an der Ergebnisqualität ausgerichtete Maßnahmen zur Qualitätssicherung, Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement sowie Kriterien für die indikationsbezogene Notwendigkeit und Qualität diagnostischer und therapeutischer Leistungen grundsätzlich sektorenübergreifend durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu erlassen.*

Mit dieser Gesetzgebung wurde dem G-BA für die Etablierung der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung eine zentrale Funktion zugewiesen. Nachdem dort bislang in getrennten, sektoral gegliederten Unterausschüssen die Anforderungen für den ambulanten und stationären Sektor definiert wurden, ist seit Mitte 2008 ein sektorenübergreifender Unterausschuss für alle Bereiche der vertragsärztlichen, zahnärztlichen und stationären Qualitätssicherung zuständig. Alle Beschlüsse werden jetzt vierseitig gefasst. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung haben je zwei Stimmen, der GKV-Spitzenverband Bund sechs Stimmen.

Im Gegensatz zum stationären Sektor mit vorwiegend hochspezialisierten Behandlungsverfahren ist der ambulante Sektor geprägt von konservativen, häufig chronifizierten Krankheitsbildern. Diese unterschiedlichen Versorgungsschwerpunkte sowie die inhärent und traditionell völlig unterschiedliche Organisationsstruktur und -kultur implizierten bereits in der Vergangenheit ein unterschiedliches Portfolio an Maßnahmen und Instrumenten zur Qualitätssicherung. Auch erklärt es sich hierdurch, dass Ansätze zur Qualitätssicherung im Krankenhausbereich bislang vorwiegend auf datengestützten Maßnahmen basieren, wie diese von der Bundesgeschäftsstelle für Qualitätssicherung (BQS) entwickelt wurden. Aber auch für den ambulanten Bereich wurde beispielsweise eine datengestützte einrichtungsübergreifende, perspektivisch auch längsschnittlich anzulegende Qualitätssicherung für die Dialyseversorgung mit ihrer überschaubaren Anzahl teilnehmender Einrichtungen mit Erfolg etabliert. Grundsätzlich sollte künftig gelten, dass stets im Einzelfall abzuwägen ist, welche Instrumente für welche Zielsetzung im Rahmen der Qualitätsverbesserung optimal genutzt werden können. Aus Gründen der Datensparsamkeit sollen neben Vollerhebungen auch Stichproben, wo es sinnvoll erscheint, erhoben werden.

* Wesentliche Vorgaben zur sQS im SGB V befinden sich in den §§ 92 (1) Satz 1 Nr. 13, 115b (1), 135a, 136 (2), 137, 137a (1) Satz 3, 299 (1 und 2).

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