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Neuausrichtung des Förderprogramms zur Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin

Handlungskonzept zur Förderung der Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin [PDF]  

In den nächsten zehn Jahren scheiden aus Altersgründen bundesweit ca. 42 % (in den Neuen Bundesländern bis zu 50 %) der derzeit tätigen Hausärzte aus dem Berufsleben aus.

Der 110. Deutsche Ärztetag 2007 in Münster forderte eine Ergänzung und Neuausrichtung des bestehenden Förderprogramms zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin („Förderprogramm Allgemeinmedizin“) als eine flankierende Maßnahme zur Verbesserung der Weiterbildungsbedingungen.

Als Ergebnis der einjährigen Arbeit einer vom Vorstand der Bundesärztekammer eingesetzten Arbeitsgruppe wurden auf dem 111. Deutschen Ärztetag 2008 in Ulm Handlungsempfehlungen vorgelegt und die Landesärztekammern aufgefordert, unverzüglich mit der Realisierung zu beginnen.

Um eine quantitative und qualitativ hochwertige hausärztliche Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, muss es eine Steigerung der heutigen Absolventenzahl der Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin geben. Dies kann beispielsweise erreicht werden durch:

  • Werbung für das Berufsbild bereits bei den Studierenden
  • Förderung und Erleichterung der Weiterbildung durch ein vorab festgelegtes Curriculum
  • Erhöhung der Fördergelder, um insbesondere die Bezahlung im ambulanten Bereich der im stationären Bereich anzupassen
  • Anreize zur Niederlassung (Anschubfinanzierung, Umsatzgarantie, etc.)
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen hausärztlicher Tätigkeit

Das Handlungskonzept zur Förderung der Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin, Stand 25.05.2008, [PDF] gliedert sich nach einer Vorbemerkung wie folgt:

  1. Problemaufriss
  2. Statistische Entwicklung im hausärztlichen Bereich
  3. Beschlüsse des 110. Deutschen Ärztetages 2007 zur Förderung der Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin
  4. Vorschläge der Arbeitsgruppe „Förderung der Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin"
    4.1.   Organisatorische und inhaltliche Empfehlungen zur Förderung integrativer Weiterbildungskonzepte, insbesondere Verbundweiterbildung
    4.1.1  Koordinierungsstelle auf Landesebene
    4.1.2  Regionale Weiterbildungsverbünde
    4.2     Zielgenauer Einsatz von Fördermitteln
    4.2.1  Derzeitiges Förderprogramm
    4.2.2  Defizite des Förderprogramms
    4.2.3  Neuausrichtung des Förderprogramms
  5. Realisierung des Handlungskonzeptes – weiteres Vorgehen

Anlagen:

1 Arztzahlstudie
2 Modell Verbundweiterbildung 1
3 Modell Verbundweiterbildung 2
4 Denkmodelle
5 Strukturdiagramm

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft wurde gebeten, sich aktiv an der Verbesserung der Förderung der Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin zu beteiligen.

Politik und Krankenkassenverbände sind aufgefordert, noch in dieser Legislaturperiode zu gewährleisten, dass

  • eine tarifgerechte Vergütung der in Weiterbildung befindlichen Ärztinnen und Ärzte auch im ambulanten Bereich garantiert wird sowie
  • die Kosten für die Begleitung des Förderprogramms durch Koordinierungsstellen, Tutoren usw. gedeckt werden.

Die Länderbehörden (Landesministerien, Kreisverwaltungsbehörden und Kommunen) sind aufgefordert, insbesondere in hausärztlich unterversorgten Regionen durch finanzielle Anreize die Weiterbildungsverbünde vor Ort zu unterstützen.

Auszug Beschlussprotokoll des 110. Deutschen Ärztetages zu Punkt IV, 6: (Muster-)Weiterbildungsordnung [PDF]

Auszug Beschlussprotokoll des 111. Deutschen Ärztetages zu Punkt VI.1: Förderung der Allgemeinmedizin [PDF] 

Handlungskonzept zur Förderung der Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin [PDF]
Stand: 25. Mai 2008

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