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Sie befinden sich hier: Home > Presse > Pressemitteilungen > 2009 > Juli 2009 > BÄK INTERN „Wenn Rationierungen unvermeidlich sind, dann ist offenen Rationierungen der Vorzug zu geben“Berlin, 02.07.2009 Der Versorgungsbedarf steigt, die finanziellen Mittel aber bleiben begrenzt: Der demografische Wandel und der medizinische Fortschritt führen zu einer Expansion der Gesundheitsausgaben, während die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung kontinuierlich sinken. Deshalb fordert die Ärzteschaft seit langem, dass sich die Gesellschaft ernsthaft mit der Frage auseinandersetzt, wie sie mit der Mittelknappheit in Zukunft umgehen will. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Politik nicht länger die Unterfinanzierung des Gesundheitswesens leugnet und endlich Verantwortung für die bereits stattfindenden heimlichen Rationierungen übernimmt. „Wenn Rationierungen unvermeidlich sind, dann ist offenen Rationierungen der Vorzug zu geben“, erklärte Prof. Dr. jur. Christian Katzenmeier, Direktor des Instituts für Medizinrecht der Universität zu Köln, gegenüber BÄK INTERN. Eine Priorisierung medizinischer Leistungen verteile die knappen finanziellen Ressourcen auf die Belange, die sich im gesellschaftlichen, ethischen und politischen Diskurs als besonders wichtig herausgestellt hätten. BÄK INTERN, Juli 2009 (690,49 KB) © Bundesärztekammer · letzte Änderung 02.07.2009 |
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