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Home > Presse > Pressemitteilungen > 2009 > Oktober 2009 > Schweinegrippe- Montgomery beklagt Informationschaos bei geplanter Massenimpfung gegen die Neue GrippeBerlin, 20.10.2009 Der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat das Verhalten der Bundesregierung bezüglich der geplanten Massenimpfung gegen die Neue Grippe kritisiert. Sie habe durch ihren Dilettantismus ein „fürchterliches Informationschaos“ angerichtet, sagte Montgomery in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau. Ähnlich äußerte sich der Bundesärztekammer-Vize auch gegenüber der Berliner Zeitung: „Ich bin über das Kommunikationsverhalten der Politik entsetzt". Es erhöhe nicht gerade die Akzeptanz der Impfung, wenn die Regierung für sich andere Impfstoffe bestelle als für die Bürger. „Ich befürchte, durch diese Verunsicherung wird man noch mehr Menschen davon abbringen, sich impfen zu lassen“, resümierte Montgomery. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte zuvor berichtet, dass für Mitglieder der Bundesregierung und hohe Bundesbeamte ein Impfserum ohne umstrittene Verstärkerstoffe zur Verfügung gestellt werden soll. Die Bundesärztekammer empfiehlt der Regierung, den für sie vorgesehenen Impfstoff für Schwangere und Kinder freizugeben und stattdessen für sich den allgemeinen Impfstoff zu verwenden. Montgomery erklärte, er könne zwar gut verstehen, dass die Regierung anfänglich mit aller Macht versucht habe, ausreichend Impfstoff zu sichern. „Was ich der Politik vorhalte, ist das Chaos, das sie danach angerichtet hat, indem sie für bestimmte Kreise andere Regelungen traf.“ Problematisch sei darüber hinaus das mangelnde Wissen über die Sicherheit des Impfstoffes. Man wisse nichts über langfristige Schäden, die erst bei einer Massenimpfung ins Gewicht fallen würden. © Bundesärztekammer · letzte Änderung 20.10.2009 |
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