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Hoppe für gerechtere Arzneimittelpreise

Berlin, 15.03.2010

Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, hat eine fairere Ausgestaltung der Arzneimittelpreise gefordert. "In Deutschland, der Schweiz und den Vereinigten Staaten sind die Arzneimittelpreise viel höher als in anderen Ländern. Die einen sind die Finanziers, die anderen profitieren – das muss gerechter gestaltet werden", sagte er gegenüber der Passauer Neuen Presse (13.03.2010) . Zudem empfahl er Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), sich auch für die Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Medikamente einzusetzen. „Deutschland ist neben Dänemark das einzige Land, das den vollen Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel erhebt. In einigen Ländern wird darauf gar keine Mehrwertsteuer erhoben“, so Hoppe.

Mit Blick auf die an diesem Mittwoch erstmals tagende Regierungskommission zur Finanzierung des Gesundheitswesens warnte Hoppe: „Die gesetzliche Krankenversicherung ist chronisch unterfinanziert.“ Deshalb sollte sich die Kommission zuerst mit der Finanzausstattung des deutschen Gesundheitswesens befassen, forderte er. Nur 6,45 Prozent des Bruttoinlandsprodukts würden für die GKV aufgewendet. „Bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit stehen wir nur an zehnter Stelle unter den OECD-Ländern." In die gesetzliche Krankenversicherung müsste jährlich zusätzlich mindestens ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts fließen, sagte der Ärztepräsident. „Nur dann kann die heimliche Rationierung beendet werden.“


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