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Montgomery in RP-Interview: "Ärzte sind keine Sterbehelfer"

Berlin, 14.03.2012

„Unsere Position ist eindeutig: Als Sterbehelfer stehen wir nicht zur Verfügung“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery im Interview mit der Rheinischen Post (14.03.2012).  Das Blatt hatte über den Freitod eines schwer kranken ehemaligen Bundesligastars in der Schweiz mit Hilfe einer Sterbehilfeorganisation berichtet.

In der Schweiz gebe es nicht-ärztlich geleitet Organisationen, die den assistierten Suizid anbieten, führte Montgomery weiter aus. „Sie lassen sich meist von pensionierten Psychiatern Kurzgutachten über die Zurechnungsfähigkeit des Menschen erstellen, der sich umbringen möchte. Dass dieser Weg möglich ist, ist ein Problem der Schweizer Gesetzgebung, die so etwas zulässt“, sagte Montgomery. „Die Delegierten des Deutschen Ärztetages haben sich zu mehr als zwei Drittel sowohl gegen aktive Sterbehilfe, also das Spritzen von Gift, wie auch gegen den assistierten Suizid, also das Überreichen von Giftcocktails, ausgesprochen.“ Die Erfahrung zeige, dass gerade dann, wenn man einem schwerkranken Patienten durch gute Palliativmedizin ein Angebot zum Leben und zu einem würdigen Tod mache, er das dem schnellen Selbstmord immer vorziehe, erklärte der Ärztepräsident.

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