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Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit

Windhorst: "Ärzte brauchen mehr Zeit für Forschung, statt uferlose Bürokratie"

Berlin, 14.06.2012

"Befreien Sie den medizinischen Fortschritt vom Diktat der Ökonomie. Wir brauchen immer auch einen geldfreien Raum für Forschung und dürfen nicht alles in der Wissenschaft nach dem Marktnutzen ausrichten",  forderte Dr. Theodor Windhorst, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer und Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin.
Stattdessen müßten die Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung in der Medizin verbessert werden, insbesondere durch den Aufbau eines Forschungsregisters und die bessere Nutzung anonymisierter Patientendaten."Wir brauchen mehr Transparenz bei den Forschungsdaten. Die Studien, ihre Methodik und die Daten im einzelnen müssen für die gesamte Gemeinschaft der Wissenschaftler zugänglich sein. Und die Ärztinnen und Ärzte brauchen mehr Zeit für die Forschung, statt in uferloser Bürokratie zu ersticken."

Medizinischer Fortschritt sei eines der wesentlichen Sozialversprechen unserer Gesellschaft. Teilhabe und Zugang zu Innovation seien Qualiätsmerkmale unseres Gesundheitswesens, so Windhorst. Die Politik sei deshalb aufgefordert, vernünftige, der unabhängigen Forschung verpflichtete Rahmenbedingungen unter Einbeziehung der Selbstverwaltung zu schaffen.

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