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Sie befinden sich hier: Home > Presse > Pressemitteilungen > 2012 > Juni > Hauptstadtkongress Kooperation BÄK-Vize Kaplan: Kooperation im Gesundheitswesen wird immer wichtigerBerlin, 15.06.2012 „Die Zusammenarbeit zwischen den Gesundheitsberufen wird wegen der Alterung der Gesellschaft, wegen des medizinischen Fortschritts sowie wegen knapper personeller und finanzieller Ressourcen immer wichtiger.“ Darauf hat der Vize-Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Max Kaplan, auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin verwiesen. Kaplan stellte aber auch klar, Patienten in Deutschland hätten einen Anspruch darauf, dass ärztliche Leistungen auf dem Niveau eines zum Facharzt weitergebildeten Arztes erbracht werden. „Deshalb befürwortet die Bundesärztekammer zwar die arztunterstützende und arztentlastende Delegation von Tätigkeiten an entsprechend qualifizierte Gesundheitsberufe. Im Hinblick auf die Patientensicherheit, das Haftungsrisiko und die Sicherung des Facharztstandards lehnt sie jedoch eine Übertragung von Heilkunde an andere Gesundheitsberufe strikt ab.“ Kaplan warnte, die Einführung einer neuen Versorgungsebene durch nichtärztliche Gesundheitsberufe würde zu einer weiteren Zersplitterung der Versorgungslandschaft führen. Erfolgversprechender seien die Förderung der interprofessionellen Kooperation auf der Basis vorhandener Kompetenzen sowie die Integration unterschiedlicher Berufsgruppen in ein gemeinsames Team. Der BÄK-Vize betonte, die Entscheidung, ob und an wen der Arzt eine Leistung delegiert, ob er den betreffenden Mitarbeiter besonders anzuleiten und wie er ihn zu überwachen hat, müsse der Arzt von der Qualifikation des jeweiligen Mitarbeiters abhängig machen. So sei die Anamnese nicht delegierbar, jedoch könnten Mitarbeiter zur Vorbereitung einen Anamnesebogen mit dem Patienten durchgehen, der im Patient-Arzt-Gespräch überprüft wird. Für die Weiterentwicklung der Delegationsmöglichkeiten seien in den letzten Jahren von der Bundesärztekammer unter anderem eine Vielzahl spezialisierter Curricular für Medizinische Fachangestellte entwickelt worden, berichtete Kaplan. Zudem hätten BÄK, Kassenärztliche Bundesvereinigung und das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin „Checklisten für das ärztliche Schnittstellenmanagement zwischen den Versorgungssektoren“ entwickelt. Sie trügen dazu bei, den Übergang zwischen Praxis und Krankenhaus so zu organisieren, dass eine gute individuelle Patientenversorgung ohne Hemmnisse im Behandlungsverlauf gewährleistet werde. © Bundesärztekammer · letzte Änderung 15.06.2012 |
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