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BÄK-Präsident kritisiert Forderungen der Krankenkassen

Montgomery: „OP-Zertifikate sind pervers“

Berlin, 01.08.2012

Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, hat sich gegenüber dem Handelsblatt deutlich gegen die Forderungen der Krankenkassen ausgesprochen, mit einem Zertifikatehandel für Krankenhausoperationen vermeintlich unnötigen Operationen entgegenzuwirken: „OP-Zertifikate sind eine perverse Idee“, sagte Montgomery. Solche Zertifikate seien eine ethisch nicht mehr vertretbare Ökonomisierung des Gesundheitssystems, in dem es bisher nur Geld für Leistungen gebe. Ein Handel mit Zertifikaten würde aber Kliniken Geld einbringen, ohne etwas geleistet zu haben. Kliniken müssten sich dann das Recht erkaufen, Patienten mit einer OP zu helfen.

Zudem warnte Montgomery davor, den starken Anstieg bei Hüft- und Knie-OPs vorschnell als unnötige Operationen zu verurteilen. Stattdessen forderte er die Kassen auf, „erst einmal gemeinsam mit uns Ärzten sauber zu analysieren, ob tatsächlich in Deutschland zu viel operiert wird“.

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