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Sie befinden sich hier: Home > Presse > Pressemitteilungen > 2012 > August > Manipulationsverdacht bei Organvergabe Manipulationsverdacht bei OrganvergabeMontgomery: Mehr Kompetenz für Selbstverwaltung, flächendeckende Kontrollen!Berlin, 03.08.2012 Der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat sich gegenüber der Welt zu den Organspende-Vorfällen in Göttingen und Regensburg geäußert. „Ich kann nur darum bitten und appellieren, jetzt nicht die Konsequenz zu ziehen, keine Organe mehr zu spenden“, sagte Montgomery der Zeitung. Viele Patienten seien dringend auf eine Spende angewiesen, die bekannt gewordenen Manipulationen hätten nichts mit der Notwendigkeit zur Organspende zu tun. Angesichts möglicher Gesetzesänderungen bei Organtransplantationen mahnt Montgomery zur Sorgfalt. „Es muss Gesetzesänderungen geben, aber die handwerkliche Qualität dieser Änderungen muss gut sein. Was wir ganz schnell umsetzen können, ist das Vier-Augen-Prinzip beispielsweise bei Lebertransplantationen“. Hinsichtlich denkbarer Sanktionen schlägt Montgomery vor, Ärzten, die sich nicht korrekt verhalten, Tätigkeiten wie etwa Transplantationen zu verbieten. Eine staatliche Aufsicht lehnt der Ärztepräsident ab. „Dass zum Beispiel weder das bayerische Wissenschaftsministerium noch die Strafverfolgungsbehörden ein Interesse gezeigt haben, die Unregelmäßigkeiten in Regensburg vor rund sieben Jahren weiter zu verfolgen und zur Gänze aufzuklären, zeigt, dass staatliche Instanzen keine besseren Kontrolle bieten“, so Montgomery gegenüber der Welt. Stattdessen brauche die Selbstverwaltung mehr Kompetenzen: „Es muss spezielle Prüfer geben, die flächendeckend kontrollieren, aber auch ganze Verläufe von Transplantationen begutachten können. Dafür sind mehr Personal und mehr Geld nötig, darüber müssen wir sprechen.“ © Bundesärztekammer · letzte Änderung 03.08.2012 |
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