Patienteninformation 08.12.2017

„Parkinson-Krankheit – wenn sich Bewegungen verändern“

Berlin - Die neue Kurzinformation „Parkinson-Krankheit – wenn sich Bewegungen verändern“ des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) informiert neben den Krankheitszeichen über die Entstehung des idiopathischen Parkinson-Syndroms sowie über Behandlungsmöglichkeiten. Auch praktische Tipps im Umgang mit der Erkrankung erhält der Leser, zum Beispiel zu Krankengymnastik, Hilfen bei beruflichen oder rechtlichen Schwierigkeiten oder beim Führen von Kraftfahrzeugen. Die Parkinson-Krankheit zählt zu den häufigen Erkrankungen des Nervensystems. Etwa 220 000 Menschen leben mit dieser Krankheit in Deutschland. Sie äußert sich durch eine zunehmende Einschränkung der Bewegungen: Sie werden langsamer und kleiner und das Greifen fällt schwerer. Hände und Füße zittern vor allem in Ruhe. Das Gesicht wird ausdrucksloser und Schlucken sowie Sprechen fallen schwerer. Viele weitere Anzeichen können hinzukommen. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten (KiP)“ entwickelt das ÄZQ im Auftrag der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das ÄZQ erstellt dafür doppelseitige Dokumente im DIN-A4-Format, die als PDF-Download zum kostenlosen Ausdrucken und Verteilen bereit stehen. Parkinson-Krankheit – wenn sich Bewegungen verändern [PDF] Weitere Patienteninformationen
Organtransplantation 06.12.2017

Jahresbericht 2016/2017 der Prüfungskommission und der Überwachungskommission zur Prüfung der Herz-, Lungen-, Leber-, Nieren- und Pankreastransplantationsprogramme vorgelegt

Berlin - Die für die Prüfung der Transplantationszentren zuständigen Kontrollgremien haben eine positive Zwischenbilanz ihrer zweiten Prüfperiode gezogen. Für die allermeisten Kliniken sei es selbstverständlich, sich an die Richtlinien für die Organvergabe zu halten, betonten die Vorsitzenden von Prüfungskommission und Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2016/2017 in Berlin. „Wir werden auch künftig jeder Unregelmäßigkeit nachgehen, um so das Vertrauen in die Organspende weiter zu stärken“, sagte Prof. Dr. med. habil. Dr. h.c. Hans Lippert, Vorsitzender der Überwachungskommission. Lippert dankte insbesondere den Landesministerien, die als Aufsicht der Transplantationszentren verbindlich in die Kontrollen einbezogen sind. „Wir arbeiten in der Regel eng mit den Ministerien zusammen, um einen schnellen und umfassenden Informationstransfer zu ermöglichen.“ Seit dem Jahr 2012 nehmen Prüfungskommission und Überwachungskommission in 3-Jahres-Abständen verdachtsunabhängige Prüfungen aller Transplantationsprogramme vor. In diesem Jahr haben die Kommissionen 59 Transplantationsprogramme auf der Basis der Krankenakten von mehr als 1.900 Empfängern postmortal gespendeter Organe aus den Jahren 2013 bis 2015 überprüft. „Prüfgegenstand ist unverändert die Frage, ob bei den Anmeldungen zur Warteliste und insbesondere bei den Hochdringlichkeitsanträgen an Eurotransplant gegen die Richtlinien der Bundesärztekammer für die Wartelistenführung und die Organvermittlung verstoßen wurde“, erläuterte die Vorsitzende der Prüfungskommission, Vorsitzende Richterin am Kammergericht i. R. Anne-Gret Rinder. Wie aus dem Jahresbericht von Prüfungskommission und Überwachungskommission hervorgeht, haben sich bei den abgeschlossenen Verfahren im Bereich der Nieren-, Pankreas- und kombinierten Nieren-Pankreastransplantationen sowie der Lungentransplantationen keine Auffälligkeiten ergeben. Auch die bereits abgeschlossenen Prüfungen der Herz- und der Lebertransplantationsprogramme bestätigen, dass der ganz überwiegende Teil der Zentren ordnungsgemäß und korrekt arbeitet. Auffälligkeiten stellten die Kommissionen lediglich in den Universitätskliniken Berlin, Göttingen und Essen fest. Bei der bereits früher begonnenen und im Berichtszeitraum abgeschlossenen Prüfung des Herztransplantationsprogramms des Deutschen Herzzentrums Berlin mussten Richtlinienverstöße beanstandet werden. Das betroffene Transplantationszentrum hatte auf diese Verstöße bereits zu Beginn der Prüfung hingewiesen und diese auf eigene Initiative der zuständigen Staatsanwaltschaft und dem zuständigen Ministerium gemeldet. Es konnte darüber hinaus festgestellt werden, dass von Frühjahr 2014 an keine Anhaltspunkte mehr für systematische Verstöße oder Manipulationen vorlagen. Auch bei der ebenfalls bereits früher begonnenen und in diesem Berichtszeitraum abgeschlossenen Prüfung des Lebertransplantationsprogramms des Universitätsklinikums Göttingen stellten die Experten systematische Richtlinienverstöße fest. Hierbei ging es u. a. um die Abklärung der Alkoholkarenz bei alkoholbedingter (äthyltoxischer) Leberzirrhose bis zum Jahre 2011. Es wurde jedoch deutlich, dass sich das Zentrum nach der Prüfung in der letzten Prüfungsperiode von 2013 an im Wesentlichen richtlinienkonform verhalten und auch Fehler aus der Vergangenheit korrigiert hat. Für die nachfolgenden Jahre stellten die Kommissionen daher keine Anhaltspunkte mehr für systematische Richtlinienverstöße fest. Auch bei der bereits früher begonnenen und im Berichtszeitraum abgeschlossenen Prüfung des Lebertransplantationsprogramms des Universitätsklinikums Essen mussten die Prüfer systematische Richtlinienverstöße beanstanden. Hierbei handelte es sich um Verstöße gegen die Ausnahmeregelung zur Anmeldung auf die Warteliste bei Vorliegen eines Leberkrebses (hepatozelluläres Karzinom). Zum anderen wurde hier ebenfalls die Frage der Alkoholkarenz bei äthyltoxischer Leberzirrhose nicht ausreichend abgeklärt. Weiterhin stellten die Kommissionen in erheblichem Umfang Verstöße gegen die Regeln des beschleunigten Vermittlungsverfahrens (sog. Rescue-Allocation) fest. In diesem Zusammenhang hatte das Zentrum auch gegen die Verpflichtung verstoßen, die Gründe für die Auswahlentscheidung zu dokumentieren. Mit Blick auf die in den Richtlinien geforderte sechsmonatige Alkoholkarenz der Patienten teilte Rinder mit, dass die noch ausstehenden Prüfungen fortgesetzt werden. Zwar gehe die Entscheidung des 5. Strafsenats des Bundesgerichtshofs vom 28. Juni 2017 davon aus, dass der „strikte Ausschluss“ von der Warteliste vor Ablauf von sechs Monaten unter anderem die Ermächtigungsnorm von § 16 Abs. 1 TPG überschreite und daher nicht strafrechtsbegründend sei. Die Aussage des Senats beziehe sich jedoch auf eine Regelung, die zum Zeitpunkt der angeklagten Regelverstöße gültig gewesen, aber bereits vor zwei Jahren geändert worden sei. Bis August 2015 schrieb die Richtlinie eine sechsmonatige Alkoholkarenz als strikte Voraussetzung einer Aufnahme in die Warteliste vor. Seither gilt eine vom Bundesministerium für Gesundheit genehmigte Neufassung, die eine Ausnahmeregelung vorsieht. Die Kommission stehe deshalb weiterhin in der Pflicht, die Alkoholkarenz der Patienten unter besonderer Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls und damit die Einhaltung der Richtlinie zu überprüfen. Prof. Dr. jur. Hans Lilie, Vorsitzender der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, betonte ausdrücklich die Bedeutung des Urteils des Bundesgerichtshofs: „Die Richtlinien der Bundesärztekammer sind nach den Ausführungen des Bundesgerichtshofs eine Form exekutiver Rechtsetzung.“ Lilie hob hervor, dass es bereits seit 2013 strafbewehrt verboten sei, bei der Meldung an Eurotransplant den Gesundheitszustand eines Patienten unrichtig zu erheben, zu dokumentieren oder einen unrichtigen Gesundheitszustand zu übermitteln, um Patienten zu bevorzugen. „Wer gegen dieses Verbot verstößt, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden“, so Lilie. Er erinnerte daran, dass die Bundesärztekammer bereits unmittelbar nach dem Göttinger Transplantationsskandal im Jahr 2012 eine Gesamtrevision der Richtlinien zur Organtransplantation eingeleitet hat. „Vor dem Hintergrund des Urteils des 5. Strafsenats sind die Bundesärztekammer als Richtliniengeberin, die Trägerorganisationen der Prüfungskommission, das Bundesministerium für Gesundheit sowie die Obersten Landesgesundheitsbehörden übereinstimmend der Auffassung, die Gesamtrevision verstärkt fortzusetzen und alle Richtlinien für die Wartelistenführung und Organvermittlung strukturiert einer systematischen Aktualisierung zu unterziehen“, so Lilie. Prof. Dr. jur. Ruth Rissing-van Saan, Leiterin der Vertrauensstelle Transplantationsmedizin, gab einen Überblick über die Arbeit der Vertrauensstelle. Deren Aufgabe ist es, auf vertraulicher Basis Hinweise auf Auffälligkeiten im Bereich der Organspende und der Organtransplantation entgegenzunehmen und in Kooperation mit der Prüfungskommission und der Überwachungskommission zu klären. Die Vertrauensstelle ist ein von den Strafverfolgungsbehörden unabhängiger Ansprechpartner vor allem für Patienten und deren Angehörige sowie für alle interessierten Bürger. „Im vergangenen Jahr sind insgesamt 35 Eingaben bei der Vertrauensstelle eingegangen“, berichtete Rissing-van Saan. Neben anonymen Anfragen sei die Vertrauensstelle auch von Beschäftigten in Transplantationszentren sowie von anderen in das Transplantationsgeschehen eingebunden Stellen kontaktiert worden. „Immer häufiger gehen bei uns aber auch Fragen zur Lebendspende und zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen und Asylbewerbern ein. Bei den Eingaben zur Lebendspende geht es häufig um Fragen zu Kostentragung für Rehabilitations- und Anschlussheilbehandlungen sowie Entschädigungen für den Verdienstausfall des Spenders“, sagte Rissing-van Saan. Abschließend appellierte Lippert an die Zentren, ihre Patienten über das Transplantationsregister, das gerade errichtet wird, zu informieren und gemäß den gesetzlichen Vorgaben aufzuklären. „Wir alle haben das Transplantationsregister gewollt und müssen nun auch dafür Sorge tragen, dass es erfolgreich umgesetzt werden kann“, forderte Lippert. Materialien zur Pressekonferenz ...
Patienteninformationen 28.11.2017

Neue Patientenleitlinie "Kreuzschmerz"

Berlin - Bettruhe, Bewegung oder Medikamente – welche Behandlung ist bei Beschwerden im Kreuz die richtige? Was Fachleute derzeit empfehlen, lesen Patientinnen und Patienten in der neuen Patientenleitlinie "Kreuzschmerz" des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) . Jeder kennt Kreuzschmerzen. Oft sind sie harmlos und gehen von alleine weg. Die Schmerzen können aber auch länger andauern oder wiederkehren. Das kann belasten und im Alltag einschränken. Gegen die Schmerzen werden viele Behandlungen angeboten: Einige helfen, andere nicht.Die neue Patientenleitlinie fasst den aktuellen Wissensstand zu Kreuzschmerzen zusammen. Sie hilft beispielsweise zu verstehen, was persönliche und berufliche Probleme mit dauerhaften Kreuzschmerzen zu tun haben. Betroffene erfahren auch, warum Bewegung gegen Kreuzschmerzen hilft und Ärztinnen und Ärzte selten röntgen oder eine MRT machen. Außerdem bietet die Patientenleitlinie Informationen zum Umgang mit der Krankheit.Zusätzlich hat das ÄZQ zwei so genannte Kurzinformationen für Patienten überarbeitet. Die zweiseitigen Informationsblätter geben einen Überblick zu plötzlichen und dauerhaften Kreuzschmerzen.Hintergrund: Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien (NVL) Grundlage für die Patientenleitlinie ist die aktuelle Fachleitlinie "Nicht-spezifischer Kreuzschmerz". Diese hat das ÄZQ zusammen mit einer Expertengruppe im Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien erarbeitet. Träger des Programms sind Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.Patientenleitlinie "Kreuzschmerz" Patienteninformationen Aktiv gegen chronischen Kreuzschmerz [PDF]  Plötzlicher Kreuzschmerz - Was kann ich tun? [PDF]  Weitere Patienteninformationen
Patienteninformation 20.11.2017

Fragiles-X-Syndrom – was bedeutet das für mein Kind?

Berlin - Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) zum „Fragilen-X-Syndrom“ über Krankheitszeichen und Behandlungsmöglichkeiten dieser seltenen Erkrankung. Eltern betroffener Kinder finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Krankheit. In einem Kooperationsprojekt erstellt das ÄZQ gemeinsam mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e. V. Kurzinformationen für Patienten zu ausgewählten seltenen Erkrankungen, um die Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erhöhen. Beim Fragilen-X-Syndrom (kurz: FXS) sind die Erbanlagen verändert. Diese genetische Veränderung entwickelt sich nicht plötzlich, sondern langsam. Sie bleibt lange Zeit unbemerkt und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Irgendwann kann ein bestimmtes Eiweiß nicht mehr gebildet werden, welches für eine normale Entwicklung benötigt wird. Etwa 3 von 10.000 Kindern sind betroffen. Zu den typischen Krankheitszeichen zählen eine verzögerte Entwicklung, verminderte Intelligenz, Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten sowie äußerliche Merkmale. Als mögliche Behandlungen kommen eine frühzeitige Förderung mit Sprach- und Sprechtraining, Ergotherapie, Krankengymnastik und Verhaltenstherapie infrage. In Einzelfällen können auch Medikamente zum Einsatz kommen. Das ÄZQ entwickelt im Auftrag von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung Kurzinformationen für Patienten. Die Informationen stehen allen niedergelassenen Ärzten zum Ausdrucken kostenlos zur Verfügung, um sie bei Bedarf Betroffenen persönlich auszuhändigen. Fragiles-X-Syndrom – was bedeutet das für mein Kind? [PDF] Weitere Patienteninformation
Welt-COPD-Tag 13.11.2017

Welt-COPD-Tag: Rauchen ist Gift für die Lunge

Berlin - „Rauchen ist Gift für die Lunge“, warnt San.-Rat Dr. Josef Mischo, Vorsitzender der Bundesärztekammer-Arbeitsgruppe Sucht und Drogen, anlässlich des Welt-COPD-Tages am Mittwoch (15.11.). Atemnot und chronische Hustenanfälle sind typische Beschwerden der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD, die in 80-90 Prozent der Fälle durch Tabakkonsum ausgelöst wird. „Gegen die Raucherlunge hilft nur der Verzicht auf die Zigarette“, mahnt Mischo. Ärzte sind qualifizierte Ansprechpartner für eine Tabakentwöhnung. Zudem appelliert er an die Politik, die Außenwerbung für Zigaretten auch in Deutschland endlich zu verbieten. Die Lungenkrankheit COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) tritt schleichend meist bei langjährigen Rauchern über 40 Jahre auf, die über Jahre zunehmend unter Atemnot, Husten und Auswurf leiden. Knapp sechs Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind nach neuesten Zahlen des Robert Koch-Instituts von einer COPD betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer COPD-Erkrankung. Etwa zwölf Prozent der über 65jährigen leiden an der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit. "Sie stellt in Deutschland die sechsthäufigste Todesursache dar". „Tabakkonsum steht im Zusammenhang mit vielen Krebserkrankungen sowie Gefäßleiden und Lungenkrankheiten wie COPD“, so Mischo. Mehrere Deutsche Ärztetage hatten sich in der Vergangenheit für Einschränkungen bei der Tabakwerbung ausgesprochen. Die Ärzteschaft fordert auch ein strafbewehrtes Rauchverbot in Autos einzuführen, wenn Kinder und Jugendliche mitfahren. Zahlreiche wissenschaftliche Studien konnten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Passivrauchbelastung und schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken von Kindern und Jugendlichen nachweisen. In Fahrzeugen entspricht die Feinstaubbelastung durch Tabakrauch etwa der einer durchschnittlich verrauchten Bar. Rauchen ist die Hauptursache für eine COPD. Aber auch die Umweltbelastung durch Feinstaub gerade in Ballungsräumen ist ein zusätzlicher Risikofaktor. Noch ist die wissenschaftliche Datenlage nicht eindeutig, wie die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) erklärt. Allerdings bestätigten aktuelle Langzeitstudien die gesundheitlichen Gefahren durch Feinstaub, Stickoxide und Rußpartikel. Neueste Untersuchungen belegten ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs bei Erwachsenen, Lungenentzündungen bei Kleinkindern sowie eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lungenfunktion in allen Altersbereichen. Patienteninformationen zu COPD: Was passiert bei COPD? [PDF] Verschlechterung bei COPD - Was kann ich tun? [PDF] 
Patienteninformation 30.10.2017

Neue Kurzinformation erschienen: „Bislang kein Nutzen belegt: Methadon in der Krebsbehandlung“

Berlin - In den Medien machen derzeit Geschichten von Patientinnen und Patienten die Runde, deren Krebs angeblich erfolgreich mit Methadon behandelt worden ist. In der Patienteninformation „Bislang kein Nutzen belegt: Methadon in der Krebsbehandlung“ des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) erfahren Interessierte, was man bislang über die Wirkung von Methadon und mögliche Risiken weiß. Es ist wichtig zu prüfen, wie zuverlässig die Berichte über Methadon in der Krebsbehandlung sind. Mündliche Erzählungen sind keine gute Forschungsquelle, so das ÄZQ. Bislang gibt es zudem nur wenige Veröffentlichungen dazu. Sie erlauben keine sicheren Aussagen darüber, ob sich Krebs mit Methadon behandeln lässt. Gesichert ist aber, dass Methadon Schäden verursachen kann. Wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaften warnen einstimmig  vor dem Einsatz von Methadon bei Krebs. Sie sehen nach den derzeit vorliegenden Daten keinen ausreichenden Anhaltspunkt für einen Nutzen, aber Belege für Schäden.  Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten (KiP)“ entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag der Bundesärztekammer  und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Das ÄZQ erstellt dafür doppelseitige Dokumente im DIN-A4-Format, die als PDF-Download zum kostenlosen Ausdrucken und Verteilen bereit stehen. Bislang kein Nutzen belegt: Methadon in der Krebsbehandlung [PDF]
Patienteninformation 28.09.2017

„Plötzlich Schwindel – was steckt dahinter?“

Berlin - Beim Schwindel ist das Gleichgewicht gestört. Das heißt, ein Mensch mit Schwindel fühlt sich unsicher im Raum; Gehen und Stehen fallen ihm schwer. Häufig kommen weitere Beschwerden hinzu, zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen oder Schwitzen. Schwindel wird von Betroffenen als unangenehm und beängstigend empfunden. Und Schwindel ist häufig: Hausärzte geben an, dass etwa jeder 13. Patient deswegen ihre Praxis aufsucht. In der  Patienteninformation „Plötzlich Schwindel – was steckt dahinter?“ hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)  die wichtigsten Informationen verständlich zusammengestellt. Schwindel kann viele verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Störungen in den Gleichgewichtsorganen in den Innenohren oder beim Sehen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch das seelische Empfinden beeinflussen ebenfalls das Gleichgewicht. Viele Ursachen sind jedoch harmlos. Der Körper passt sich an den Schwindel an, und das Schwindelgefühl hört von allein wieder auf. Damit seltene gefährliche Erkrankungen wie ein Schlaganfall ausgeschlossen werden können, sollten Betroffene trotzdem immer einen Arzt aufsuchen und ihm den Schwindel genau beschreiben. Der Arzt kann so am besten auf die Ursache schließen und falls erforderlich weitere Untersuchungen und Behandlungen veranlassen. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten“ entwickelt das ÄZQ im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer Das ÄZQ erstellt dafür doppelseitige Dokumente im DIN-A4-Format, die als PDF-Download zum kostenlosen Ausdrucken und Verteilen bereit stehen. „Plötzlich Schwindel – was steckt dahinter?“ [PDF] Weitere Patienteninformationen
Patienteninformation 15.09.2017

„Blasenkrebs – was für Sie wichtig ist“

Berlin - Jährlich erkranken in Deutschland etwa 30.000 Menschen an Blasenkrebs. Die Patienteninformation „Blasenkrebs – was für Sie wichtig ist“ erläutert Krankheitszeichen, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten dieser Krebserkrankung. Betroffene erhalten zudem praktische Tipps, wie sie besser mit der Krankheit umgehen können. Die Kurzinformation des Ärztlichen  Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) fasst die wichtigsten Inhalte der neu erschienenen Patientenleitlinie „Blasenkrebs“ auf zwei Seiten zusammen. Patientenleitlinien entstehen auf Basis von hochwertigen ärztlichen Leitlinien, die wissenschaftlich  begründete Handlungsempfehlungen für Ärzte und andere Fachleute geben. Eine Patientenleitlinie ist eine allgemeinverständliche Version der ärztlichen Leitlinie. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten (KiP)“ entwickelt das ÄZQ im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK). Das ÄZQ erstellt dafür doppelseitige Dokumente im DIN-A4-Format, die als PDF-Download kostenlos zum Ausdrucken und Verteilen bereitstehen. Blasenkrebs: Was für Sie wichtig ist [PDF] Weitere Patienteninformationen
Patienteninformation 02.06.2017

Stottern: Wenn Sprechen schwerfällt

Berlin - Jeder hat ab und zu Sprachprobleme: Man findet nicht die richtigen Worte, verhaspelt oder wiederholt sich. Stottern unterscheidet sich von diesen normalen „Schwierigkeiten“. In der neuen Kurzinformation des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) erfahren Betroffene und deren Angehörige, was Stottern ist, an wen Sie sich wenden können und wie es wirksam behandelt werden kann. Stotternde Menschen haben Mühe, flüssig zu sprechen. Das kann seelisch belasten und den Alltag beeinflussen. Auch Eltern sind oft verunsichert, wenn ihr Kind stottert. Sie erfahren in dem Informationsblatt, dass Stottern keine seelische Störung ist und genetische Ursachen eine wichtige Rolle spielen. Stottern tritt bei Kindern oft plötzlich auf und verschwindet in den meisten Fällen von selbst wieder. Hingegen bleibt bei Erwachsenen die Redeflussstörung fast immer bestehen. Die Kurzinformation beschreibt, welche Verfahren tatsächlich helfen und was man besser lassen sollte. Zudem gibt sie Betroffenen und ihren Gesprächspartnern praktische Hinweise, wie sie mit dem Stottern besser umgehen können. Die kurzen und leicht verständlichen Informationsblätter entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer. Sie beruhen auf dem derzeit besten verfügbaren Wissen und werden nach einer transparenten Methodik entwickelt. Stottern: Wenn Sprechen schwerfällt [PDF] Weitere Patienteninformationen
Patienteninformation 15.05.2017

Kurzinformation für stillende Frauen: Was tun bei Milchstau und Brustentzündung?

Berlin - Die Zeit mit einem Baby ist schön und aufregend zugleich. Mutter und Kind müssen sich erst an das gemeinsame Leben gewöhnen. Nicht immer ist das so einfach, wie man es sich vorgestellt hatte. Das kann zu Problemen beim Stillen führen, beispielsweise zu Entzündungen in der Brust. Wie sich diese entwickeln können und was dagegen hilft, erfahren Interessierte ausführlich und praxisnah in der neuen Patienteninformation „Wenn sich die Brust beim Stillen entzündet“. Während der gesamten Stillzeit kann es zu Milchstau oder Brustentzündung (Mastitis) kommen. Dabei treten Beschwerden wie Schmerzen in der Brust auf. Während bei einem Milchstau die Symptome auf die Brust beschränkt bleiben, nehmen die Schmerzen bei Brustentzündung zu. Der ganze Körper reagiert mit. Es treten Beschwerden vergleichbar einer Grippe auf, zum Beispiel Fieber, Gliederschmerzen und Schüttelfrost. Bei beiden Erkrankungen können Stillende bereits viel selbst tun. Dazu gehören: wenn möglich weiter stillen, sich professionelle Hilfe von einer Hebamme oder Stillberaterin holen, eine richtige Stillposition und Stilltechnik haben sowie sich schonen und ausruhen. Bei einer Brustentzündung mit Fieber ist ein Arztbesuch wichtig, da ein Antibiotikum notwendig sein kann. Die Kurzinformationen für Patienten entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer. Sie beruhen auf dem derzeit besten verfügbaren Wissen und werden zusammen mit Experten und Patientenvertretern nach einer festgelegten Methodik entwickelt. Wenn sich die Brust beim Stillen entzündet [PDF] Weitere Patienteninformationen