Behandlungsfehler- Statistik

Fehlerhäufigkeiten erkennen, Fehlerursachen bekämpfen

Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Sie als Patient durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering. So kommt es allein in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung jährlich zu mehr als einer Milliarde Arzt-Patienten-Kontakten. In den Krankenhäusern erhöhte sich die Zahl der Behandlungsfälle in den letzten zehn Jahren um mehr als 2,5 Millionen auf fast 19,8 Millionen pro Jahr. Gemessen an dieser Gesamtzahl der Behandlungsfälle liegt die Zahl der durch die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen aber auch durch andere Stellen festgestellten Fehler im Promillebereich.

Dennoch stellt jede Komplikation eine Belastung für die betroffenen Patienten, für ihre Angehörigen und für die behandelnden Ärzte dar. Umso wichtiger ist es, dass aus Fehlern gelernt wird und die Daten der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen für die Fehlerprävention aufbereitet werden.

Seit dem Jahr 2005 erfassen die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern die Anzahl der bearbeiteten Anträge, die geprüften Sachverhalte und die festgestellten Behandlungsfehler statistisch.

Ziel dieser Statistik ist es, Fehlerhäufigkeiten zu erkennen und Fehlerursachen auszuwerten, um sie für die ärztliche Fortbildung und die Qualitätssicherung in medizinischen Einrichtungen zu nutzen.

Die Bundesärztekammer stellt die anonymisierten Ergebnisse jährlich der Öffentlichkeit vor. Detaillierte Auswertungen dieser Daten werden außerdem für wissenschaftliche und andere Veröffentlichungen genutzt und fließen in Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen der Ärzteschaft ein. So wird von den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen ein wichtiger Beitrag zur Patientensicherheit geleistet.