Prävention 02.08.2016

BÄK unterstützt Kampagne "rauchfrei unterwegs"

Berlin - Die Bundesärztekammer unterstützt die Kampagne der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler "rauchfrei unterwegs". Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, Kinder und Jugendliche vor den Folgen des Passivrauchens im Auto zu schützen und Eltern für das Thema zu sensibilisieren. Gemeinsam wollen die Kooperationspartner bundesweit Informationsmaterialien verteilen und für eine breite Berichterstattung in Mitgliedermagazinen und sozialen Medien sorgen. Unter anderem werden alle deutschen Kinderarztpraxen gebeten, die Kampagne aktiv zu unterstützen.Weitere Partner der Aktion „rauchfrei unterwegs“ sind neben der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) auch die dazugehörigen pädiatrischen Gründungsgesellschaften und - verbände: der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ), Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.rauchfrei-info.de
Patienteninformation 28.07.2016

Hautkrebs: vorbeugen und früh erkennen – neue Information für Patienten

Berlin - Auf zwei Seiten informiert eine neu erschienene Kurzinformation, was Experten zum Schutz vor Hautkrebs empfehlen und was Früherkennung bringt. Leser finden hier wichtige Fakten über den Ablauf der Früherkennungsuntersuchung bei Hautkrebs sowie Erläuterungen zu ihrem Nutzen und Schaden. Gleichzeitig erhalten sie praktische Tipps zum Schutz vor Hautkrebs. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) entwickelt im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Kurzinformationen für Patienten. Das Besondere an diesen Informationen aus dem ÄZQ ist, dass sie auf Grundlage von aktuellen wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen sowie den Erfahrungen und Wünschen Betroffener entwickelt werden. Sie sind damit in höchstem Maße inhaltlich zuverlässig sowie verständlich formuliert. Grundlage für diese Kurzinformation waren die S3-Leitlinie "Prävention von Hautkrebs“  sowie die dazugehörige Gesundheitsleitlinie in allgemeinverständlicher Sprache. Die Reihe "Kurzinformationen für Patienten (KiP)" entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK). Das ÄZQ erstellt dafür doppelseitige Dokumente im DIN-A4-Format, die als PDF-Download zum Ausdrucken bereit stehen. Hautkrebs: Vorbeugen und früh erkennen [PDF]   Weitere Patienteninformationen
Tabakwerbung 06.07.2016

Montgomery: Tabakwerbeverbot schnellstmöglich umsetzen

Zur Aufschiebung der Bundestagsdebatte über das geplante Werbeverbot für Tabakerzeugnisse erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Es gibt in Deutschland viele überflüssige Regelungen. Ein Verbot der Tabakwerbung zählt sicherlich nicht dazu. Wir müssen die Tabakwerbung endlich aus dem öffentlichen Raum verbannen. Jährlich sterben in Deutschland mehr als 120.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Rund 80 Prozent aller Lungenkrebstodesfälle werden darauf zurückgeführt. Wir wissen auch, dass gerade Kinder und Jugendliche besonders anfällig für eingängige Werbebotschaften sind. Es darf nicht sein, dass wir deren Leben und Gesundheit den wirtschaftlichen Interessen der Tabakindustrie unterordnen. Ich appelliere daher an die Abgeordneten der Großen Koalition, das geplante Verbot schnellstmöglich umzusetzen.“
Patienteninformationen 01.07.2016

Tuberkulose: Fremdsprachige Patienteninformationen erschienen

Berlin - Auf zwei Seiten informiert die kostenlose Kurzinformation „Tuberkulose – auch hierzulande ein aktuelles Thema“ über Risikogruppen, Krankheitszeichen, Meldepflicht und Behandlungsmöglichkeiten. Patientinnen und Patienten, die nicht deutsch sprechen, erhalten ab sofort auch Information zum Thema in Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Tuberkulose ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Weltweit erkranken nach Schätzungen jedes Jahr etwa 9 Millionen Menschen. In Deutschland ist die Krankheit dank guter Versorgung und Hygiene selten geworden. Aber auch hier sind jährlich über 4000 Menschen betroffen. Tuberkulose (kurz: TB oder Tbc) ist eine ansteckende Krankheit. Sie wird durch Bakterien hervorgerufen und von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bakterien befallen überwiegend die Lunge. Bei etwa jedem Zehnten bricht die Krankheit aus und muss behandelt werden. Ein Arzt ist gesetzlich verpflichtet, eine behandlungsbedürftige Tuberkulose dem Gesundheitsamt zu melden. Betroffen sind vor allem enge Kontaktpersonen von Patienten mit einer ansteckenden Lungentuberkulose und Menschen mit geschwächten Abwehrkräften. Die Übersetzungen sind in der Reihe "Kurzinformationen für Patienten" erschienen. Im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK) hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) zu über 60 Themen Informationsblätter erstellt. Sie beruhen auf dem besten derzeit verfügbaren Wissen. Zu ausgewählten Themen liegen Übersetzungen vor. Patienteninformationen
Patienteninformation 09.06.2016

Marfan-Syndrom – eine seltene erbliche Erkrankung des Bindegewebes

Berlin - Das Marfan-Syndrom ist eine erblich bedingte Erkrankung, welche etwa 1 bis 2 von 10.000 Menschen betrifft. Durch einen genetischen Fehler wird das Bindegewebe nicht normal gebildet. Da Bindegewebe fast überall im Körper vorkommt, sind viele verschiedene Organe und Körperstrukturen betroffen. Am häufigsten finden sich Veränderungen an Herz, Blutgefäßen, Knochen und Augen. Die Betroffenen sind häufig hoch gewachsen, mit schmalen, langen Gliedmaßen und sehr dehnbaren Gelenken. Typischerweise ist die Hauptschlagader, die Aorta, von Erweiterungen betroffen. Im schlimmsten Fall kann es zum Reißen des Gefäßes kommen. Dies ist ein Notfall. Welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen und welche Vorsichtsmaßnahmen Betroffene mit Marfan-Syndrom berücksichtigen sollten, werden in der neu erschienenen Patienteninformation „Marfan-Syndrom: Was ist das?“ verständlich erläutert. Auf zwei Seiten informiert die Kurzinformation über Krankheitszeichen und Behandlungsmöglichkeiten dieser seltenen Erkrankung. Betroffene finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Krankheit. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) entwickelt im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Kurzinformationen für Patienten. In einem Kooperationsprojekt erstellt das ÄZQ gemeinsam mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e. V. Kurzinformationen für Patienten zu ausgewählten seltenen Erkrankungen, um die Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erhöhen. Die Informationen stehen allen niedergelassenen Ärzten zum Ausdrucken kostenlos zur Verfügung, um sie bei Bedarf Betroffenen persönlich auszuhändigen. Marfan-Syndrom: Was ist das? Weitere Patienteninformationen
Patienten 03.06.2016

Montgomery: „Organspende heißt Leben schenken"

Berlin - „Mehr als 80 Prozent der Menschen in Deutschland sehen die Organspende positiv, aber nur 32 Prozent haben einen Organspendeausweis. Dies muss für uns alle Ansporn und Motivation sein, weiter für dieses wichtige Thema zu werben. Wer nach seinem Tod Organe spendet, schenkt anderen Menschen Leben." Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery vor dem Tag der Organspende am morgigen Samstag. Montgomery wies darauf hin, dass auf der Warteliste mehr als 10.000 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan hoffen, gleichzeitig pro Jahr aber nur knapp 3.000 Organe transplantiert werden. „Den Menschen auf der Warteliste läuft die Zeit davon. Sie sind darauf angewiesen, dass sich jeder einzelne ernsthaft mit dem Thema Organspende auseinandersetzt. Wer in einem Organspendeausweis dokumentiert, ob er für eine Spende bereit ist oder nicht, nimmt auch seinen Angehörigen eine schwierige Entscheidung ab“, so Montgomery. Mit Blick auf die erfolgreiche Aufarbeitung des Transplantationsskandals stellte der Bundesärztekammer-Präsident klar: „Die Transplantationsmedizin in Deutschland war noch nie sicherer als heute.“ Dies zeige auch der aktuelle Bericht der Bundesregierung über die nach dem Skandal eingeleiteten Reformmaßnahmen. Darin werde den Kontrollgremien der Selbstverwaltung eine effektive und professionelle Arbeitsweise attestiert.
Patienteninformation 27.05.2016

Neue Patienteninformation: Durchblutungsstörungen der Beine – Was Sie wissen sollten

Berlin - Bei einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) sind die Blutgefäße, die Arterien, der Beine verengt. In seltenen Fällen sind auch die Arme betroffen. Die Arterien versorgen den Körper mit Blut, welches den lebenswichtigen Sauerstoff transportiert. Erhalten die Beine nicht mehr genügend Sauerstoff, treten Beschwerden auf. Üblicherweise kommt es zuerst zu Schmerzen bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe. Im schlimmsten Fall stirbt Gewebe ab. Die PAVK ist eine fortschreitende Erkrankung. Sie ist nicht heilbar, aber durch verschiedene Maßnahmen aufzuhalten. Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Durchblutungstörungen der Beine – Was Sie wissen sollten“ über Krankheitszeichen, Ursachen und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten der PAVK. Patienten finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten (KiP)“ entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK). Durchblutungsstörungen der Beine - Was Sie wissen sollten [PDF] Weitere Patienteninformationen
Patienteninformation 11.05.2016

Patienteninformation „Koronare Herzkrankheit“ in mehreren Sprachen

Berlin - Leicht verständlich und kompakt vermittelt die Kurzinformation wichtige Fakten zur koronaren Herzkrankheit (KHK). Außerdem finden Patienten unter dem Stichwort "Was Sie selbst tun können" hilfreiche Tipps. Die überarbeitete deutsche Version der Kurzinformation steht seit Längerem online. Jetzt gibt es sie auch in sechs Fremdsprachen: Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Das Besondere daran ist, dass alle übersetzten Texte von ehrenamtlichen Muttersprachlern überprüft wurden. Die Übersetzungen sind in der Reihe "Kurzinformationen für Patienten" erschienen. Im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK) hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) bislang zu über 50 Themen Informationsblätter erstellt. Sie beruhen auf dem besten derzeit verfügbaren Wissen. Zu ausgewählten Themen liegen Übersetzungen vor – darunter auch Arabisch. Übersetzungen unter Patienteninformationen- koronare Herzkrankheit
TTIP-Verhandlungen 03.05.2016

Montgomery: "Gesundheit ist keine Handelsware"

Vor dem Hintergrund der von Greenpeace offengelegten TTIP-Verhandlungsdokumente erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Wir fordern die europäischen Verhandlungsführer dazu auf, mit sofortiger Wirkung alle Gesundheitsdienstleistungen, -standards und -leitlinien aus den TTIP-Verhandlungen zu streichen. Offensichtlich sehen die USA alle bewährten Standards des Gesundheitswesens in Deutschland und Europa als Handelshemmnisse an. Gesundheit ist keine Handelsware. Diesen Grundsatz darf die Politik auch nicht für einen Tauschhandel opfern. Eine McDonaldisierung der Medizin als Trade Off für mehr Autoexporte ist inakzeptabel. Das Patientenwohl steht an erster Stelle. Dafür müssen die europäischen Verhandlungsführer einstehen." 
Medikationsplan 02.05.2016

Erstes Etappenziel bei der Umsetzung des bundeseinheitlichen Medikationsplans erreicht

Berlin, – Ab dem 1. Oktober 2016 haben Patienten, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig anwenden, einen Anspruch auf die Erstellung sowie Aktualisierung eines Medikationsplans. So legt es das im Dezember 2015 in Kraft getretene E-Health-Gesetz fest. Pünktlich unter Dach und Fach gebracht haben KBV, DAV und BÄK die dafür notwendige Rahmenvereinbarung. Zusammen haben sie Inhalt und Struktur erarbeitet, Vorgaben zur Aktualisierung vorgelegt sowie ein Verfahren zur Fortschreibung des Medikationsplans entwickelt. „Für die Patienten bringt der Medikationsplan mehr Sicherheit, da er alle wichtigen Informationen zur Art und Anwendung der Medikamente enthält“, so Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV. Ziel ist es, Patienten bei der richtigen Einnahme ihrer Medikamente zu unterstützen. Mit dem Medikationsplan können zukünftig Verordnungen aller Ärzte eines Patienten sowie die Selbstmedikation auf einem einheitlichen Medikationsplan erfasst werden.  In der Regel wird der Medikationsplan vom Hausarzt ausgestellt und aktualisiert. Aktualisierungen durch mitbehandelnde Ärzte sind ebenfalls möglich. Die Apotheke ergänzt den Medikationsplan auf Wunsch des Patienten um die in der Apotheke abgegebenen Arzneimittel. "Der beste Weg zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit ist ein Zusammenwirken von Apotheker und Arzt mit einem berufsübergreifenden Blick auf die Gesamtmedikation", sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker. "Ob Rabattverträge oder Selbstmedikation - ein Medikationsplan ohne Apotheker kann kaum aktuell und vollständig sein. Mit der elektronischen Gesundheitskarte müssen und wollen wir uns so schnell wie möglich den digitalen Herausforderungen stellen." Vorerst wird der Medikationsplan in Papierform ausgefertigt. Ziel ist jedoch, ihn spätestens 2019  auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) zu speichern. Ab  diesem Zeitpunkt müssen dann alle Vertragsärzte und Apotheker in der Lage sein, einen auf der eGK gespeicherten Medikationsplan zu aktualisieren. „Der bundeseinheitliche Medikationsplan auf Papier ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit. Damit ist der Weg gebahnt für die elektronische Lösung im Rahmen der Telematikinfrastruktur“, sagt Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des Ausschusses Telematik der Bundesärztekammer. Bis zum 30. Juni  2016 sollen KBV und GKV-Spitzenverband Vorlagen für die Regelung des Versichertenanspruchs im Bundesmantelvertrag sowie für die ärztliche Vergütung liefern. Ihre Ansprechpartner:Dr. Reiner Kern (DAV), Tel.: 030 40004-132Samir Rabbata (BÄK),  Tel.: 030  400456-703Dr. Roland Stahl (KBV),  Tel.: 030  4005-2201 Vereinbarung eines bundeseinheitlichen Medikationsplans – BMP [PDF]