Presse 19.12.2013

Montgomery gratuliert Bundesgesundheitsminister Gröhe zur Amtseinführung

Berlin, 19.12.2013 Zur Amtseinführung hat der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, dem Bundesminister für Gesundheit, Hermann Gröhe gratuliert. Die vor ihm liegenden Herausforderungen seien groß, so die Sicherung der Nachhaltigkeit des Finanzierungssystems  und die Stabilisierung der Krankenhausfinanzierung. Montgomery sagte dem Minister eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft zu.
Presse 17.12.2013

Prof. Birnbacher neuer Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer

Berlin, 17.12.2013 Die Zentrale Ethikkommission (ZEKO) bei der Bundesärztekammer hat in ihrer konstituierenden Sitzung für die 7. Amtsperiode (2013-2016) Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher als Vorsitzenden und Prof. Dr. Wolfram Henn als dessen Stellvertreter gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind  PD Dr. Tanja Krones, Prof. Dr. Claudia Wiesemann und Prof. Dr. Jochen Taupitz. Neu in die ZEKO wurden PD Dr. Alena Buyx, Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt und Prof. Dr. Georg Marckmann berufen. Für die erste Hälfte der Amtsperiode hat die ZEKO zwei Arbeitsschwerpunkte ausgewählt. Sie wird sich mit ''Entscheidungs(un)fähigkeit und den Grenzen der Entscheidungsassistenz'' befassen und sich dem Thema ''Mobilität und Umgang mit medizinischen Angeboten im Ausland'' widmen. Weitere Themen sollen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Weiterführende Informationen können unter www.zentrale-ethikkommission.de abgerufen werden.
Presse 16.12.2013

Resolution Bündnis Gesundheit 2000: Wichtige gesundheitspolitische Themen jetzt angehen

Berlin, 16.12.2013 Die im Bündnis Gesundheit 2000 zusammengeschlossenen Gesundheitsberufe sprechen für die rund fünf Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen. In einer gemeinsamen Resolution fordern sie die künftige Bundesregierung auf, angesichts einer steigenden Behandlungs- und Pflegebedürftigkeit der Bevölkerung akute Probleme in der Gesundheitsversorgung und wichtige gesundheitspolitische Zukunftsthemen jetzt anzugehen. Die demografische Entwicklung und steigende Kosten des medizinischen Fortschritts erfordern nach Überzeugung der Gesundheitsberufe eine Weiterentwicklung des dualen Krankenversicherungssystems. Zudem müssen ambulante und stationäre Einrichtungen in die Lage versetzt werden, den steigenden Kosten und den Anforderungen des Strukturwandels in der medizinischen Versorgung adäquat begegnen zu können. Außerdem warnen die Gesundheitsberufe: „Der Fachkräftemangel ist keine Prognose mehr, sondern längst Realität in deutschen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Praxen.“ Diese Situation werde sich erst dann grundlegend ändern, wenn sich auch die beruflichen Rahmenbedingungen ändern. Dabei gehe es nicht nur um Geld: „Die Gesundheitsberufe müssen attraktiver werden, nur dann können wir wieder mehr junge Menschen für eine Arbeit mit dem Patienten begeistern.“ Resolution Bündnis Gesundheit 2000 [PDF] Zustimmung der Teilnehmer [PDF]
Presse 13.12.2013

Patienteninformation: „Krebs der Mundhöhle – Risikofaktoren und Anzeichen“

Berlin, 13.12.2013 Auf zwei Seiten klärt die Kurzinformation über Risikofaktoren und Anzeichen für Mundhöhlenkrebs auf. Interessierte finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps. Grundlage ist die Patientenleitlinie „Mundhöhlenkrebs“ des Leitlinienprogramms Onkologie. Mundhöhlenkrebs ist ein bösartiger Tumor, der von der Mundschleimhaut ausgeht. Jeder Bereich in der Mundhöhle kann betroffen sein. In Deutschland erkranken pro Jahr über 10 000 Menschen an Mundhöhlenkrebs. Veränderungen der Mundschleimhaut, zum Beispiel nicht heilende Wunden, können erste Hinweise darauf sein. Bestimmte Lebensgewohnheiten können zur Entstehung beitragen. Wer regelmäßig raucht und trinkt, hat ein 30-fach erhöhtes Risiko zu erkranken. Experten empfehlen deshalb, den Tabakkonsum aufzugeben und auf Alkoholkonsum weitgehend zu verzichten. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten“ entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer. Zu ausgewählten Themen liegen Übersetzungen in Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und Türkisch vor. Krebs der Mundhöhle - Risikofaktoren und Anzeichen [PDF] Weitere Patienteninformationen
Presse 04.12.2013

Ausbau der Hospiz-und Palliativversorgung in Koalitionsvertrag aufgenommen

Berlin, 04.12.2013 Die Steuerungsgruppe der Charta Palliativmedizin begrüßt, dass der Ausbau der Hospiz-und Palliativversorgung in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Die Bundesärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband hatten sich in einem gemeinsamen Schreiben an die Verhandlungsführer der Koalitionsarbeitsgruppen Gesundheit und Pflege sowie Familie, Frauen und Gleichstellung für die Stärkung der Rechte von Schwerstkranken und Sterbenden stark gemacht. Nun heißt es im Koalitionsvertrag: "Zu einer humanen Gesellschaft gehört das Sterben in Würde. Wir wollen die Hospize weiter unterstützen und die Versorgung mit Palliativmedizin ausbauen." Dieser Passus sei ein "wichtiges Signal für die vor uns liegende Arbeit in der kommenden Legislaturperiode", so die Steuerungsgruppe.Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes sowie der Bundesärztekammer haben mehr als 50 Verbände, Ministerien sowie die beiden großen Kirchen die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ 2010 verabschiedet. Mittlerweile haben rund 800 Institutionen und über 9.200 Personen die Charta unterschrieben. Die Charta thematisiert die Rechte, Bedürfnisse und Wünsche von Schwerstkranken und Sterbenden. In fünf Leitsätzen plädieren die Verbände und Organisationen für eine Verbesserung der medizinischen, ethischen und juristischen Rahmenbedingungen. Versorgungsstrukturen müssten stärker miteinander vernetzt, Aus-, Weiter- und Fortbildung ausgebaut und Forschungsvorhaben gefördert werden.
Presse 04.12.2013

BÄK unterstützt Online-Petition des Marburger Bundes

Berlin, 04.12.2013 Die Bundesärztekammer unterstützt die vom Marburger Bund initiierte Online-Petition „Rettet die Gewerkschaftsfreiheit – Kein Streikverbot per Gesetz“. Mit der Initiative sollen die künftigen Koalitionspartner aufgefordert werden, kein Gesetz auf den Weg zu bringen, das die Tarifeinheit („Ein Betrieb – ein Tarifvertrag“) erzwingt und damit die freie gewerkschaftliche Betätigung faktisch außer Kraft setzt. Der Marburger Bund hat sich selbst zum Ziel gesteckt, in sechs Monaten 50.000 Unterschriften zu sammeln. Union und SPD kündigen in ihrem Koalitionsvertrag eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit nach dem betriebsbezogenen Mehrheitsprinzip an, die auf Forderungen der Unternehmerverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes zurückgeht.  Danach soll in einem Betrieb nur noch derjenige Tarifvertrag zur Anwendung kommen, an den die Mehrzahl der Gewerkschaftsmitglieder in diesem Betrieb gebunden ist. Die zahlenmäßig unterlegene Gewerkschaft würde durch eine solche Erzwingung der Tarifeinheit faktisch ihrer tarifpolitischen Eigenständigkeit beraubt. Darüber hinaus soll sich die Friedenspflicht für die Laufzeit des vorrangigen Tarifvertrages auch auf Tarifverträge der kleineren Gewerkschaft erstrecken. Damit würden vor allem Berufs- und Fachgewerkschaften faktisch einem generellen Streikverbot unterworfen. Das Vorhaben hat massive Kritik in der Ärzteschaft hervorgerufen. „Es ist widersinnig, rechtswidrig und freiheitsfeindlich, das Recht aller Berufe in Frage zu stellen, sich gewerkschaftlich zu organisieren und eigenständig Tarifverträge zu schließen“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes. Auch viele Ärztekammern und die Bundesärztekammer (BÄK) forderten die Koalitionsparteien auf,  von jeglicher Einschränkung gewerkschaftlicher Grundrechte abzusehen und die tarifpolitische Selbstbestimmung der Ärzte und anderer Berufe zu respektieren. BÄK-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hält die Pläne für verfassungsrechtlich bedenklich und für die Patientenversorgung gefährlich. „Arztspezifische Tarifverträge verbessern die Arbeitsbedingungen für angestellte Ärztinnen und Ärzte und tragen mit dazu bei, dass die Ärzte der kurativen Medizin in Deutschland erhalten bleiben“, sagte er. Weitere Informationen zur Online-Petition unter www.freie-gewerkschaften.de.
Presse 03.12.2013

Schönheitsoperationen bei Jugendlichen: BÄK unterstützt geplantes Verbot

Berlin, 03.12.2013 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ein mögliches Verbot von Schöhnheitsoperationen bei Minderjährigen ohne medizinische Grundlage begrüßt und darüber hinaus europaweite Regelungen gefordert. Man dürfe nicht hinnehmen, dass die Schönheitsindustrie das Menschenbild definiere. "Eine medizinisch nicht notwendige Brust-OP als Geschenk zum Abitur oder Geburtstag – das sind fürchterliche Entwicklungen. Besonders Kinder und Jugendliche werden von der ständigen Sorge um das Aussehen in ihrer Stimmung und in ihrem Selbstwertgefühl beeinflusst. Die Unzufriedenheit und Verunsicherung in Bezug auf den eigenen Körper geht manchmal so weit, dass junge Menschen Schönheitsoperationen als einzigen Ausweg aus dem Unglücklichsein und als wirksame Befreiung von Komplexen betrachten", so die BÄK. Verbote allein würden aber nicht ausreichen. Dem unerträglichen Hype um den Schönheitskult müsse man eine nachhaltige Wertediskussion entgegensetzen. "Wir müssen das Selbstwertgefühl gerade der Jugendlichen stärken. Die jungen Menschen müssen selber erkennen, dass Schönheitsoperationen ,uncool` sind."  Aus diesem Grund hat die Bundesärztekammer die Koalition gegen den Schönheitswahn gegründet. Die Initiative hat seit ihrer Gründung breite Zustimmung erfahren. Das Zusammenwirken von so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie der damaligen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und dem ehemaligen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, hat eine nachhaltige Resonanz in den Medien gefunden. Die Berichterstattung über die Gefahren von Schönheitsoperationen gerade bei jungen Menschen ist kritischer geworden. Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) und die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) haben die Aktivitäten der Koalition gegen den Schönheitswahn ausdrücklich begrüßt.  Das Interesse an Schönheitsoperationen ist allerdings auch bei jungen Menschen nach wie vor groß, wie Umfragen immer wieder belegen. Deshalb ist es wichtig, dass die Koalition weiterhin Resonanz erfährt und dass das Thema auch Teil des Unterrichts an den Schulen wird. Eine mit Unterstützung des Deutschen Lehrerverbandes erstellte didaktische DVD „Wa(h)re Schönheit“ zum Thema Schönheitswahn ist ein Arbeitsergebnis der Koalition. Die Bundesärztekammer stellt darüber hinaus klar: Nur ausreichend qualifizierte Ärzte dürfen plastisch-ästhetische chirurgische Eingriffe vornehmen. Die Ärztekammern haben im Weiterbildungsrecht bereits seit langem die Grundlagen dafür geschaffen, dass nur ausreichend qualifizierte Ärzte sogenannte schönheitschirurgische Eingriffe vornehmen dürfen. Fachlich qualifizierte Ärzte entsprechend der geltenden ärztlichen (Muster-) Weiterbildungsordnung sind Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie (24 Monate Basisweiterbildung Chirurgie, 48 Monate Weiterbildung in Plastischer und Ästhetischer Chirurgie). Außerdem haben Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte die Möglichkeit, die Zusatzqualifikation „Plastische Operationen“ zu erlangen (eine zweijährige Zusatz-Weiterbildung nach fünfjähriger Weiterbildung zum Facharzt für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde bzw. Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie). Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe können nach 5-jähriger Weiterbildung und zusätzlich 3-jähriger Weiterbildung zum Schwerpunkt „Gynäkologische Onkologie“ rekonstruktive plastisch-ästhetische Operationen der Brust durchführen. Auch Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Hautärzte) und Fachärzte für Augenheilkunde (Augenärzte) können im Rahmen ihrer Gebietsgrenzen plastisch-ästhetisch und rekonstruktiv tätig sein. Mit der Erweiterung der Facharztbezeichnung „Plastische Chirurgie“ um den Zusatz „Ästhetische“ in der Weiterbildungsordnung im Jahr 2005 wurde nach außen deutlicher angezeigt, dass es eine bundesweit einheitliche Facharztqualifikation zur Ausübung plastisch-ästhetischer Operationen gibt. Ästhetische Eingriffe sind ausdrücklich Teil dieser Facharztqualifikation „Plastische und Ästhetische Chirurgie“. Patienten sollen besser zwischen hochqualifizierten Fachärzten und selbst ernannten „Schönheitschirurgen“ unterscheiden können....
Presse 16.11.2013

E-Zigaretten nicht verharmlosen

Berlin, 16.11.2013 „Die gesundheitlichen Auswirkungen von E-Zigaretten sind noch völlig ungeklärt und sollten daher nicht verharmlost werden“, sagte Dr. Christoph von Ascheraden, Vorsitzender des Ausschusses Drogen und Sucht der Bundesärztekammer, zu einer entsprechenden Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm. Dieses hatte entschieden, dass die Werbeaussagen, dass eine E-Zigarette "mindestens 1.000mal weniger schädlich als eine Tabakzigarette ist" und als "einzigen Schadstoff Nikotin enthält" irreführend und damit unzulässig sind. Für die E-Zigarette gebe es bisher keine aussagekräftigen Untersuchungen zu den Langzeitfolgen ihrer Inhaltsstoffe auf die Gesundheit ihrer Konsumenten. Ob sie ein Potenzial in der Raucherentwöhnung hat, muss sich erst noch zeigen. Dazu müsste sie aber zunächst als Arzneimittel zugelassen und nur über Apotheken verkauft werden. Ärzte unterstützen Raucher bei der Raucherentwöhnung, viele Ärztekammern bieten hierzu Fortbildungscurricula an. "In der Tabakkontrolle ist in Deutschland noch viel zu tun. Wir brauchen endlich einen umfassenden und bundesweit einheitlichen Schutz vor Passivrauch am Arbeitsplatz einschließlich der Gastronomie und ein umfassendes Tabakwerbeverbot", so von Ascheraden.
Presse 13.11.2013

BÄK und PKV-Verband schließen Rahmenvereinbarung zur GOÄ-Novellierung

Berlin, 13.11.2013 Die Bundesärztekammer (BÄK) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) haben eine Rahmenvereinbarung zu einer baldigen und umfassenden Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) unterzeichnet. Der gemeinsame Vorschlag soll dem federführenden Bundesgesundheitsministerium vorgelegt werden. Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof Dr. Frank Ulrich Montgomery, und der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Uwe Laue, appellierten an die Koalitionsunterhändler von Union und SPD, die Novellierung der Gebührenordnung als prioritäres Vorhaben auf ihre gesundheitspolitische Agenda zu setzen. Mit der geschlossenen Rahmenvereinbarung hätten BÄK und PKV-Verband gezeigt, dass sie Willens und in der Lage sind, eine gemeinsame Lösung für die Neugestaltung der GOÄ zu entwickeln. Die Rahmenvereinbarung setzt die Eckpunkte für die Entwicklung dieses gemeinsamen Novellierungsvorschlages. In ihr sind konkrete Zeitvorgaben und Zielvereinbarungen festgelegt. So soll bis Ende 2014 eine gremienreife Entwurfsfassung der neuen GOÄ vorliegen. Zudem sieht das Papier Festlegungen für die Gründung einer Gemeinsamen Kommission zur Novellierung, Weiterentwicklung und Pflege der GOÄ mit Datenstelle vor. Die Vereinbarungspartner sind sich darüber hinaus einig, dass die Bewertung  der ärztlichen Leistungen unter Heranziehung von Kostendaten und unter Berücksichtigung der medizinischen Leistungserbringung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen neu vorzunehmen ist. Die Gebührenordnung bleibt als eigenständige Abrechnungsgrundlage für privatärztliche Leistungen erhalten und wird als  umfassende Abbildung des gesamten ärztlichen Leistungsspektrums konzipiert. Zur Vermeidung unerwünschter bzw. unbegründeter Honorarentwicklungen ist eine geeignete Risikosteuerung vorgesehen. Bundesärztekammer und PKV-Verband konstatieren in der Rahmenvereinbarung, dass die GOÄ seit 1982 nur in Teilbereichen aktualisiert worden ist. Wichtige Bereiche der Medizin seien im Gebührenverzeichnis der GOÄ auf dem Stand vom Ende der 1970er Jahre abgebildet. Deshalb sei es  zwischen den Vereinbarungspartnern unstreitig, dass eine umfassende Überarbeitung der GOÄ im Interesse der Patienten und aller anderen Beteiligten geleistet werden muss. So verständigten sich die Vertragspartner auch auf eine gemeinsam getragene Qualitätsoffensive, mit der die privatärztliche Versorgung weiter verbessert werden soll. „Mit der Novellierung wird eine moderne Gebührenordnung geschaffen, in der Unschärfen der bisherigen Fassung beseitigt und damit die ärztliche Abrechnung vereinfacht und entbürokratisiert wird“, sagte Montgomery. Mit der neuen GOÄ werde mehr Transparenz für Ärzte, Versicherte und Kostenträger geschaffen. Laue ergänzte: „Die gemeinsame Vereinbarung ermöglicht es, die neue GOÄ auf eine betriebswirtschaftlich kalkulierte und nachvollziehbare Grundlage zu stellen. Mit der Gründung einer gemeinsamen Kommission wird zudem sichergestellt, dass medizinische Innovationen zeitnah aufgenommen werden können. Das bedeutet mehr Sicherheit und Qualität für alle Versicherten.“ Rahmenvereinbarung zur Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte [PDF]
Presse 12.11.2013

„Sarkoidose – Was Sie darüber wissen sollten“ – neue Kurzinformation für Patienten erschienen

Berlin, 12.11.2013 Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Sarkoidose – Was Sie darüber wissen sollten“ über Krankheitszeichen, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Patienten finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) entwickelt im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Kurzinformationen für Patienten. In einem Kooperationsprojekt erstellt das ÄZQ gemeinsam mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e. V. zehn Kurzinformationen für Patienten zu ausgewählten seltenen Erkrankungen, um die Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erhöhen. Die Sarkoidose ist eine Erkrankung des gesamten Körpers. Etwa vier von 10000 Menschen sind betroffen. Als Zeichen einer Entzündung bilden sich kleine Bindegewebsknötchen, sogenannte Granulome. Diese gutartigen Gewebeneubildungen bleiben oft unbemerkt. Generell kann jedes Organ befallen werden, Lunge und Lymphknoten sind fast immer betroffen. Die Entzündungsherde können wieder abheilen oder aber vernarben. Betroffene Organe können in ihrer Funktion gestört sein. Viele Erkrankte benötigen keine Behandlung, da die Sarkoidose nach Monaten bis Jahren oft wieder von selbst verschwindet. Wenn die Krankheit fortschreitet oder bestimmte Organe wie Herz, Nieren oder Nerven betroffen sind, kann Kortison helfen. Es wirkt gut gegen Entzündungen und kann Organschäden verhindern. Die Behandlungsdauer ist abhängig von den Krankheitszeichen und beträgt oft sechs bis 24 Monate, manchmal noch länger. Sarkoidose- Was Sie darüber wissen sollten [PDF] Weitere Patienteninformationen

121. Deutscher Ärztetag

Erfurt, 8. bis 11. Mai 2018

Ärztetag auf Twitter:  #daet2018

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