EU-Normungen 09.04.2013

Weltärztebund warnt vor Normungen bei medizinischer Berufsausübung

Berlin, 09.04.2013 Der Vorstand des Weltärztebundes hat auf seiner 194. Sitzung in Indonesien eine Resolution zur Patientensicherheit und Normung von medizinischer Berufsausübung verabschiedet. Der Weltärztebund warnt darin vor den Plänen des Europäischen Komitees für Normung (CEN), medizinische Verfahren, etwa im Bereich der ästhetischen Chirurgie,   durch nichtmedizinische Industrienormungs-Institutionen festzuschreiben. Diese Einrichtungen verfügten  weder über die notwendigen technischen und berufsethischen Kompetenzen, noch besäßen sie ein öffentliches Mandat. Die Resolution des Weltärztebundes basiert auf einem von der Bundesärztekammer gemeinsamen mit der spanischen und der französischen Ärztekammer eingebrachten Entwurf. Der Weltärztebund schließt sich mit der Resolution der Kritik an den Normungsverfahren den Bedenken dieser Kammern an. Die EU-Pläne könnten die Qualität der Versorgung und der Patientensicherheit erheblich beeinträchtigen. Anleitungen und Normen im Bereich des Gesundheitswesens müssten auf einer soliden medizinischen Evidenz beruhen und auch ethische Erwägungen einbeziehen. Nur so sei ein hohes Niveau medizinischer Leistungen zu gewährleisten. Die Bundesärztekammer hatte sich bereits im März vergangenen Jahres in einer Stellungnahme kritisch zum Entwurf der Europäischen Union zur Normung bei Dienstleistungen in der ästhetischen Chirurgie geäußert. Auch das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) sowie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) lehnten diesen Normentwurf eindeutig ab. Der 115. Deutsche Ärztetag 2012 hat das CEN daraufhin aufgefordert, den abgelehnten Normentwurf nicht weiterzuverfolgen und zukünftig gleichgelagerte Normentwürfe in anderen Bereichen der ärztlichen Versorgung nicht anzunehmen. WMA Resolution Normung
Pressemitteilung der... 04.04.2013

Fortbildungscurriculum „Ärztliches Peer Review“ in 2. Auflage erschienen

Berlin, 04.04.2013 „Wer tatsächlich konkrete Qualitäts­verbesserung der Patientenversorgung will, muss Ärztinnen und Ärzte im Versorgungsalltag erreichen. Dies ist mit dem ärztlichen Peer Review gewährleistet“, so Dr. Günther Jonitz, Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundesärztekammer und Präsident der Ärztekammer Berlin, anlässlich der 2. Auflage des Curriculums „Ärztliches Peer Review“. Die entscheidende Voraussetzung für das Gelingen des kollegialen Dialogs sei eine vertrauensvolle Atmosphäre ohne Schuldzuweisungen. Es gehe nicht um Kontrolle, sondern um Kommunikation und Kooperation. „Das Gespräch mit Fachkollegen nach konkreten Verfahrensregeln ist der Goldstandard für die kontinuierliche Ver­besserung der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung“, sagte Jonitz. Die Bundesärztekammer (BÄK) hat deshalb das Curriculum „Ärztliches Peer Review“ entwickelt, das die Methodik von Peer-Review-Verfahren und die Qualifizierung von Peers beschreibt. „Peer Review ist keine Neuerfindung. Der kritische innerärztliche Diskurs ist eine alte bewährte ärztliche Tugend, die insbesondere in den letzten drei Jahren im deutschen Gesundheitswesen wiederentdeckt und auf systematischer Basis weiterentwickelt wurde“, erklärte Jonitz. Bislang seien rund 300 Peers nach dem Curriculum der BÄK durch die Landesärztekammern geschult worden. Peers sind die Ärztinnen und Ärzte, die beim Peer Review ihre Kolleginnen und Kollegen vor Ort aufsuchen. Die Nachfrage nach den Qualifizierungsseminaren ist hoch. „Die schnelle Verbreitung und die hohe Akzeptanz von Peer-Review-Verfahren in der Ärzteschaft ist vor allem auf den lösungsorientierten Ansatz und das unmittelbare Feedback vor Ort zurückzuführen“, so Jonitz. Während andere Qualitätssicherungsverfahren oft als bürokratisch, zeitintensiv und von geringem Nutzen für die tägliche Praxis wahrgenommen würden, liege der Schwerpunkt von Peer Review auf dem kollegialen Dialog. „Hier reflektieren die externen Peers und die Kollegen der besuchten Abteilung gemeinsam ärztliches Handeln, identifizieren Verbesserungspotentiale und erarbeiten Lösungsvorschläge. Besucher und Besuchte lernen also voneinander“, betonte Jonitz. Curriculum Ärztliches Peer Review [PDF]
Pressemitteilung der... 19.03.2013

Patientenverfügung und Organspendeerklärung müssen sich nicht ausschließen

Berlin, 19.03.2013  „Es muss kein Widerspruch sein, wenn Menschen in einer Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen ausschließen und gleichzeitig ihre Organspendebereitschaft dokumentieren. Beide Erklärungen wurden von dem Patienten verfasst und sind entscheidend für die Feststellung des Patientenwillens.“ Das sagte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, anlässlich der Vorstellung des BÄK-Arbeitspapiers zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung in Berlin. Nach dem Transplantationsgesetz ist eine postmortale Organspende nur zulässig, wenn bei dem Spender der Hirntod festgestellt ist und der Patient oder subsidiär seine Angehörigen die Einwilligung zur Organspende erklärt haben. Hat sich der Patient gleichzeitig gegen lebenserhaltende Maßnahmen ausgesprochen, scheint dies der für die Organentnahme notwendigen Durchführung der Hirntoddiagnostik, die mit intensivmedizinischen Maßnahmen verbunden ist, entgegenzustehen. Das von einem Expertenkreis aus Medizinern, Juristen und Ethikern erstellte Arbeitspapier der Bundesärztekammer gibt Ärzten Orientierung, wie sie mit diesen Konfliktsituationen umgehen können.  So werden verschiedene Fallkonstellationen diskutiert und aus rechtlicher und ethischer Sicht bewertet. Bei einem vermuteten Hirntod halten die Experten den in der Patientenverfügung ausgedrückten Wunsch nach Therapiebegrenzung mit der Bereitschaft zur Organspende und der dafür erforderlichen kurzzeitigen Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen zur Feststellung des Hirntodes für vereinbar. Eine isolierte Betrachtung der Patientenverfügung ohne Rücksicht auf die Organspendererklärung würde dem Willen des Patienten nicht gerecht werden. Eine andere Situation sei gegeben, wenn die Ärzte vermuten, dass der Hirntod erst in wenigen Tagen eintreten wird. Eine Fortführung der intensivmedizinischen Maßnahmen würde  den  Sterbeprozess um den schwer zu prognostizierenden Zeitraum bis zum Eintritt des Hirntodes verlängern. „Daher kann in diesen Fällen nicht schon aus der Organspendeerklärung des Patienten abgeleitet werden, dass er mit der Fortführung der intensivmedizinischen Maßnahmen einverstanden ist. Eine Entscheidung hierüber ist folglich mit dem Patientenvertreter und den Angehörigen des Patienten zu suchen.“ Als ethisch nicht vertretbar und rechtlich unzulässig werten die Experten die Reanimation eines Patienten, der zwar seine Organspendebereitschaft dokumentiert, einer Reanimation in der Patientenverfügung aber widersprochen hat. „Wir empfehlen, die Formulierungen in den Mustern für Patientenverfügungen und Organspendeausweisen zu ergänzen. Hierfür haben wir in dem Arbeitspapier entsprechende  Textbausteine bereitgestellt“, erklärte Montgomery. Erforderlich sei auch, nicht nur die Bereitschaft des Patienten zur Organspende im Allgemeinen, sondern auch die Einwilligung in die dafür erforderlichen Maßnahmen gegenüber dem Patientenvertreter und den Angehörigen anzusprechen. Arbeitspapier zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung [PDF]
Pressemitteilung der... 14.03.2013

„Wir müssen junge Menschen für die Arbeit mit Patienten begeistern“

Berlin, 14.03.2013 Der Fachkräftemangel ist keine Prognose mehr, sondern in deutschen Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Praxen bereits Realität. Es fehlen zunehmend Krankenhausärzte sowie Pflegefachpersonen. Arztpraxen in vielen Regionen können nicht nachbesetzt werden. Auch in anderen Gesundheitsfachberufen wird der Nachwuchs knapp. Arbeitgeber treten zunehmend in Wettbewerb um qualifizierten Nachwuchs. Auch die wachsende Mobilität in Europa bietet keine Lösung für die deutschen Probleme. Wie können der Versorgungsbedarf einer alternden Bevölkerung mit einem veränderten und erweiterten Krankheitsspektrum und das Arbeitskräfteangebot im Gesundheitswesen mit seinen demografischen Herausforderungen in Deckung gebracht werden? Mit dieser zentralen Frage beschäftigte sich die Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen bei der Bundesärztekammer in ihrer 25. Sitzung seit Gründung. Nationale und europäische Entwicklungen wurden von hochkarätigen Referenten dargestellt, junge Berufsangehörige aus der Ergotherapie, der Logopädie und der Physiotherapie formulierten ihre Erwartungen und Perspektiven für die Patientenversorgung mit Heilmitteln in der Zukunft. „Die Bewältigung des demografischen Wandels bei Patienten und Berufsangehörigen bei gleichzeitig knapper gewordenen finanziellen Ressourcen ist eine riesige Herausforderung, der sich die Politik und alle Berufsgruppen gemeinsam stellen müssen“, so Dr. Max Kaplan, Vizepräsident der Bundesärztekammer und Vorsitzender der Fachberufekonferenz. „Wir brauchen für unsere Berufsausübung vernünftige Rahmenbedingungen, damit wir wieder mehr junge Menschen für eine Arbeit im Gesundheitswesen begeistern können. Wir brauchen aber auch mehr kooperative Strukturen, um eine noch engere Zusammenarbeit aller im Gesundheitswesen tätigen Professionen ermöglichen zu können.“ Die Fachberufekonferenz fordert: In die Ausbildung von Gesundheitsfachberufen muss zukünftig verstärkt investiert werden, sowohl quantitativ wie auch qualitativ. Der Abbau  von Ausbildungsplätzen, wie zum Beispiel bei den Medizinisch-technischen Berufen, ist zu stoppen. Auch wenn deutlich wurde, dass die Berufsverbände unterschiedliche Ziele und Wege bei der Gestaltung des Wandels im Gesundheitswesens verfolgen, sei es durch ärztliche Bedarfsplanung, Akademisierung der Ausbildung oder Direktzugang zur Versorgung, so bestand letztlich doch Einigkeit, dass bei allen Umsetzungsschritten das qualitativ hohe Niveau der Patientenversorgung in Deutschland erhalten bleiben muss. Dafür setzen sich die Konferenzteilnehmer nachhaltig ein. Die vom Vorstand der Bundesärztekammer gegründete Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen mit derzeit 40 Mitgliedsverbänden trat erstmals im April 1989 zusammen. Ziel dieser ständigen Einrichtung ist es, die gegenseitige Information zu verbessern, zur Klärung des Selbstverständnisses beizutragen und in dem sich auseinanderentwickelnden Feld der Gesundheitsberufe im Interesse des Patienten die interprofessionelle Zusammenarbeit zu verbessern, die sektorenübergreifende Versorgung zu fördern und die negativen Effekte der sogenannten Schnittstellen zu minimieren.
Presse 11.03.2013

Montgomery: "Nie war die Transplantationsmedizin sicherer als heute."

Berlin, 11.03.2013 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, sieht Selbstverwaltung und Politik mit den eingeleiteten Maßnahmen für mehr Transparenz und Sicherheit in der Transplantationsmedizin auf dem richtigen Weg. Nach der neuen gesetzlichen Grundlage seien bislang 15 Leberprogramme überprüft worden. „Wir gehen davon aus, dass die Überprüfung aller Leberprogramme im Mai abgeschlossen sein wird“, sagte er der dpa.  Unter anderem werden bei den Prüfungen die Krankenakten nach Abgleich der Eurotransplant-Nummern  und der Feststellung der Patientendaten einer umfangreichen medizinischen Begutachtung unterzogen. Die Prüfer befragen die Klinikvertreter zur Indikation der Transplantation, zur Dialyse, zu möglichen Besonderheiten sowie zur Dokumentation der Krankenblätter und der Verlaufskontrolle vor der Meldung an Eurotransplant. Diese Verlaufsentwicklung gibt dann Aufschluss über die medizinische Plausibilität. Sofern sich im Zuge einer Visitation Auffälligkeiten ergeben, die weitere Untersuchungen erfordern, kommt in einem zweiten Schritt eine zweiköpfige Sonderprüfungsgruppe, bestehend aus einem Arzt und einem Juristen, zum Einsatz.Ob bei der Prüfung weitere Manipulationen aufgedeckt werden, könne man zwar nicht ausschließen, so Montgomery. Man sehe aber klar und eindeutig, dass die nach dem Skandal ergriffenen Maßnahmen von Selbstverwaltung und Gesetzgeber greifen. "Ich kann mit gutem Gewissen sagen: Nie war die Transplantationsmedizin sicherer als heute."
Presse 11.03.2013

BÄK für einheitliche Überprüfung von Sprachkenntnissen

Berlin, 11.03.2013 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat sich für einheitliche Regelungen bei der Überprüfung des Berufszugangs von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland ausgesprochen. Im Grundsatz  begrüßt die BÄK einen Verordnungsentwurf der Bundesregierung, der unter anderem deutschlandweit mehr Einheitlichkeit bei den Berufszugangsregelungen vorsieht. In einer Stellungnahme zu dem Entwurf fordert sie aber, dass auch Vorgaben zu Sprachkenntnissen und deren Nachweis bundeseinheitlich und rechtsverbindlich festgelegt werden sollten. Sprachkenntnisse sind ein wesentliches Element der Qualitätssicherung in der ärztlichen Tätigkeit und dienen in erheblichem Maße der Patientensicherheit. Die BÄK schlägt dem Verordnungsgeber konkrete Vorgaben für den Nachweis der Sprachkenntnisse vor. So ist der Nachweis entweder durch Ablegen des medizinischen Staatsexamens erbracht oder durch erfolgreich absolvierte Eignungs- oder Kenntnisprüfung in Verbindung mit einer  Bescheinigung eines erfolgreich absolvierten Sprachtests auf dem Level „B2“ in einem von staatlicher Stelle zertifizierten Sprachlabor. Als nachgewiesen würden die Sprachkenntnisse auch gelten, wenn eine B2- Bescheinigung vorliegt und eine Prüfung in deutscher medizinischer Fachsprache erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese Vorgaben sind notwendig, weil sowohl die allgemeinen Sprachkenntnisse sowie die Kenntnisse der medizinischen Fachsprache für die ärztliche Berufsausübung unabdingbar sind. Die Landesärztekammern sind bereit, die medizinischen Fachsprachprüfungen im Auftrag der Landesbehörden zu übernehmen und hierfür bundeseinheitliche Kriterien zu erarbeiten. In ihrer Stellungnahme unterstützt die Bundesärztekammer die Pläne der Bundesregierung, das Verwaltungsverfahren der sogenannten Kenntnisprüfung zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Konsequenterweise müsste aber auf die vollständige Ableistung der ärztlichen Prüfung abgestellt werden. Mit der im Verordnungsentwurf vorgesehenen Teil-Prüfung könne ein bundesweit identisches Versorgungsniveau nicht gewährleistet werden. Vorläufige Stellungnahme der Bundesärztekammer zu dem Verordnungsentwurf Anerkennungsverfahren bei Heilberufen
Pressemitteilung der... 08.03.2013

Bundesärztekammer unterstützt ICD-Diagnoseschlüssel weibliche Genitalverstümmelung

Berlin, 08.03.2013 Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt die Initiative der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes, die weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland in den medizinischen Diagnoseschlüssel (ICD-10) aufzunehmen. „Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung mit erheblichen lebenslangen Folgen für die Gesundheit der Betroffenen. Mit einem eigenen Diagnoseschlüssel können Ärzte endlich eine klare diagnostische und damit auch therapeutische Zuordnung treffen“, sagte der Menschenrechtsbeauftragte der BÄK, Dr. Ulrich Clever. Bislang sind die medizinischen Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung im deutschen ICD nicht erfasst. Die diagnostischen Angaben werden durch symptomatische Codes erfasst und die Symptome der Verstümmelung allgemein umschrieben. Terre des Femmes hat deshalb beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) die Einführung eines ICD-10-Diagnoseschlüssels weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation) beantragt. „Mit der ICD-Kodifizierung wird auch klargestellt, dass die Krankenkassen notwendige Behandlungen für die betroffenen Frauen ausnahmslos übernehmen“, so Clever. Hinsichtlich der Vergütung gebe es eine bessere Akzeptanz und mehr Transparenz, da Ärzte nicht mehr analog abrechnen müssten. Die Bundesärztekammer hat in den vergangenen Jahren viel Aufklärungsarbeit zum Thema weibliche Genitalverstümmelung geleistet. Damit Ärzte den traumatisierten Frauen die notwendige Sensibilität entgegen bringen können, hat die BÄK „Empfehlungen zum Umgang mit Patientinnen nach weiblicher Genitalverstümmelung“ erarbeitet. Die Empfehlungen sind inzwischen Bestandteil der Facharztweiterbildung und der Fortbildung in der Gynäkologie. Empfehlungen zum Umgang mit Patientinnen nach weiblicher Genitalverstümmelung (female genital mutilation)
Gemeinsame Pressemitteilung der... 01.03.2013

Gehaltstarifvertrag für Medizinische Fachangestellte

Berlin, 01.03.2013 In der ersten Tarifverhandlungsrunde über einen neuen Gehaltstarifvertrag für Medizinische Fachangestellte trennten sich die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) und der Verband medizinischer Fachberufe nach intensiven Verhandlungen noch ohne konkretes Ergebnis. Die Tarifvertragsparteien streben übereinstimmend einen mehrjährigen Tarifvertrag mit einer neuen Gehaltsstruktur an. Fortbildung soll zukünftig gezielter durch systematische Aufstiegsmöglichkeiten gefördert werden, um dem zunehmend wichtigen Beitrag der Medizinischen Fachangestellten in der ambulanten medizinischen Versorgung gerecht zu werden. Gleichzeitig sollen Berufsjahrstrukturen angepasst werden. Die Verhandlungen werden am 24. April 2013 fortgesetzt. Ansprechpartner: Frau Rosemarie BristrupArbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinische Fachangestellte dezernat1@baek.de Frau Margret Urban 2. Stellv. Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V., Ressort Tarifpolitik murban@vmf-online.de Frau Heike Rösch Pressebüro des Verbandes medizinischer Fachberufe e. V. hroesch@vmf-online.de
Pressemitteilung der... 28.02.2013

Seltene Erkrankungen: Info-Serie für Patienten

Berlin, 28.02.2013 Kurzinformationen – Zum 6. Mal jährt sich heute der internationale „Tag der Seltenen Erkrankungen“. Das ÄZQ widmet diesen Erkrankungen mehrere Informationsblätter für Patienten. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) startet eine Reihe von Kurzinformationen für Patienten zu seltenen Erkrankungen. Das erste Informationsblatt zum Thema „Erbliche Netzhauterkrankungen“ erscheint Ende März. Es folgen vier weitere Ausgaben zu unterschiedlichen Prävalenzbereichen in diesem und fünf im kommenden Jahr. In Deutschland herrscht noch viel Aufklärungsbedarf zu seltenen Erkrankungen. Bislang stehen kaum verlässliche Gesundheitsinformationen zu diesem Krankheitsspektrum zur Verfügung. Betroffene suchen oft viele Jahre nach der richtigen Diagnose, ohne die passende medizinische Behandlung zu erhalten. Kurzinformationen können helfen, um die aktive Beteiligung der Patienten am Behandlungsprozess zu fördern und das Arzt-Patienten-Gespräch zu unterstützen. Bis Ende vergangenen Jahres hat das ÄZQ insgesamt 30 Kurzinformationen im DIN-A4-Format veröffentlicht und einige davon in mehrere Sprachen übersetzen lassen. Anlässlich des heutigen 6. internationalen „Tages der Seltenen Erkrankungen“ hat das ÄZQ, dessen Träger die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Bundesärztekammer sind, seltene Erkrankungen zum Thema des Monats in der Arztbibliothek erklärt. Dort erhalten sowohl Betroffene als auch Ärzte weiterführende Informationen.
Resolution der ärztlichen... 22.02.2013

Ärztliche Spitzenverbände: Deregulierung statt Diffamierung und Rückkehr zu sachlicher Diskussion

Berlin, 21.02.2013 Die unterzeichnenden ärztlichen Spitzenverbände haben am 21. Februar 2013 auf Einladung der Bundesärztekammer auf einer gemeinsamen Sitzung nachfolgende Resolution verabschiedet: Wir – die ärztlichen Spitzenverbände verurteilen jegliche Form der Korruption! Wir setzen uns für die vollständige Aufdeckung und die angemessene Ahndung ein. Wir wehren uns aber entschieden gegen die fortgesetzte Skandalisierung unseres Berufsstandes, die das Vertrauen der Menschen in ihre medizinische Versorgung nachhaltig erschüttert. Unausgesprochenes, aber deutlich erkennbares Ziel der Diffamierungskampagnen der Krankenkassen ist es, die Ärzteschaft unter einen permanenten Generalverdacht zu stellen, um sich Vorteile bei gesundheitspolitischen Strukturentscheidungen zu verschaffen. Sie nehmen dabei billigend in Kauf, dass Patienten Vertrauen verlieren und Ärzte in Klinik und Praxis dauerhaft demotiviert werden. Wir fordern deshalb Politik und insbesondere die Kostenträger dazu auf, die aus Einzelfällen abgeleitete Desavouierung eines ganzen Berufstandes zu beenden und zu einer sachlichen Diskussion mit allen Beteiligten zurückzufinden. Die Ärztinnen und Ärzte halten sich an Recht und Gesetz – dies ist und bleibt die Regel und nicht die Ausnahme! Immer wieder – wie eine Vorverurteilung – vorgetragene Verdachtsfälle dienen vor allem zur politischen Diskreditierung unseres Berufsstandes. Sie sind dabei in erheblichem Maße auf die hohe Komplexität rechtlicher Regelungen zum Arztberuf zurückzuführen. Wie kein anderer Beruf sieht sich der Arzt einer unüberschaubaren Zahl gesetzlicher und untergesetzlicher Regelungen gegenüber. Diese zunehmende Überregulierung unseres Gesundheitssystems führt dazu, dass Ärztinnen und Ärzten immer weniger Zeit für ihre ureigenste Aufgabe haben, den Dienst am Patienten. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern deshalb, endlich die Dynamik der weiteren Verrechtlichung ärztlicher Tätigkeit zu durchbrechen und den notwendigen Raum für Therapiefreiheit und Verantwortung wiederherzustellen. Unterzeichnende Verbände Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften Bundesärztekammer Bundesverband der Knappschaftsärzte e. V. Deutscher Ärztinnenbund e.V. Deutscher Hausärzteverband e. V. Freie Ärzteschaft e. V. Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e. V. Kassenärztliche Bundesvereinigung Marburger Bund e. V. MEDI Deutschland e. V. Medizinischer Fakultätentag der Bundesrepublik Deutschland NAV-Virchow-Bund e. V. Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e. V. Verband der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e. V. Resolution der ärztliche Spitzenverbände [PDF] (80,90 KB)

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