Presse 16.10.2013

Weltanästhesie-Tag: Wie die erste Narkose die Medizin revolutionierte

Berlin, 16.10.2013 Der Anlass für den Weltanästhesie-Tag am 16. Oktober 2013 liegt  167 Jahren zurück: Genau an jenem Oktobertag führte William Morton am Massachusetts General Hospital in Boston die erste öffentliche Äthernarkose durch. Aus der ersten Narkose ist in über eineinhalb Jahrhunderten ein großes medizinisches Fachgebiet geworden: die Anästhesiologie. Sie vereint unter ihrem Dach die vier Säulen "Anästhesie", "Intensivmedizin", "Notfallmedizin" und "Schmerztherapie". 2013 widmet sich der Weltanästhesie-Tag in Deutschland der "Intensivmedizin" mit Schwerpunkt "End-of-Life Care". Die Arztbibliothek des Ärztliches Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat diesen Tag zum Anlass für das „Thema des Monats“ gemacht mit Hintergrundinformationen und Links. http://www.patienten-information.de/thema-des-monats/thema-weltanaesthesietag-2013
Pressemitteilung von... 14.10.2013

Experten fordern bessere Informationen und Wirksamkeitsnachweise bei Präventionsprogrammen

Berlin, 14.10.2013 Auf dem Symposium „Prävention: Wirksamkeit und Stellenwert“ der Initiative zur Versorgungsforschung des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer diskutierten Experten aus dem Gesundheitswesen am vergangenen Freitag über biologische, psychische und soziale Einflussfaktoren, die vor allem bei der Prävention von chronischen Erkrankungen von Bedeutung sind. „Die Zahl chronisch erkrankter Patienten steigt und darauf müssen wir mit neuen Konzepten in der Prävention eingehen. Wir müssen verstärkt über mögliche Risikofaktoren informieren und wir müssen die Möglichkeit erhalten, eingehender zu beraten“, so Dr. Martina Wenker, Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer. Allein auf die Angebote zur Krebsfrüherkennung abzuheben, sei zu wenig. „Prävention in einer Gesellschaft des langen Lebens erfordert Nachhaltigkeit“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein und Vorsitzender des Ausschusses „Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation“ der Bundesärztekammer. „Wir verfolgen das Ziel, dass die präventiven Möglichkeiten von den Menschen akzeptiert und tatsächlich genutzt werden.“ Und es sei wichtig, dass man anhand von Qualitätskriterien und Wirksamkeitsnachweisen effektive und nicht-effektive Programme unterscheiden kann, mahnte Prof. Dr. Fred Zepp, Leiter des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Mitglied des Vorstandes des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer. Auch wenn es gerade bei Kindern schwierig sei, die direkte Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen zu messen, dürfe man bei den Bemühungen um Evaluation nicht nachlassen. Gerade bei der Auswertung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Entwicklung, Umsetzung und Erfolgskontrolle medizinischer Präventionsprogramme komme der Versorgungsforschung eine wesentliche Bedeutung zu. In weiteren Vorträgen des unter der wissenschaftlichen Koordination von Henke, Zepp sowie Prof. Dr. Dr. Peter C. Scriba, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats, durchgeführten Symposiums der Initiative zur Versorgungsforschung nahmen die Experten eine Bestandsaufnahme von Präventionsprogrammen aus unterschiedlichen Gebieten wie Schwangerschaftsvorsorge oder HIV-Vorbeugung vor und diskutierten Zukunftsstrategien zur Verbesserung von Vorsorgemaßnahmen. So referierte Dr. Karl-Josef Eßer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, über mögliche neue Kooperations-Strukturen. Bei jungen Patienten gebe es eine Vielzahl neuer Krankheitsbilder wie Übergewicht, funktionale Entwicklungsstörungen oder Mediensucht, die durch präventive Maßnahmen beeinflusst werden könnten. Hier müsse eine bessere Begleitung für hilfebedürftige Familien geschaffen werden. Nicht zuletzt um die Ärzte zu entlasten, müssten strukturenübergreifende Lösungen gefunden werden. Dies beinhalte eine stärkere Einbeziehung von Jungendamtsmitarbeitern, Familienhebammen und -krankenschwestern sowie Mitarbeitern freier Träger, so Eßer.
Presse 08.10.2013

BÄK appelliert an EU-Abgeordnete: Tabakproduktrichtlinie zustimmen

Berlin, 08.10.2013 Die Bundesärztekammer hat die Abgeordneten des Europaparlaments in einem Brief eindringlich aufgefordert, der Tabakproduktrichtlinie zum Schutz vor den tödlichen Konsequenzen durch das Rauchen zuzustimmen. „Die Bundesärztekammer begrüßt die Bemühungen um eine Änderung der Tabakproduktrichtlinie für einen verbesserten Gesundheits- und Verbraucherschutz durch das Verhindern oder wenigsten Vermindern des Rauchens“, schreibt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery vor der Abstimmung in Straßburg über die Tabakproduktrichtlinie am heutigen Dienstag. In der Richtlinie werden unter anderem große Schockbilder auf Zigaretten-Packungen, Verbot von Menthol- und Slimzigaretten und Einstufung von e-Zigaretten als Arzneimittel vorgeschlagen. Vor allem Jugendliche sollen damit vom Rauchen abgehalten werden. In der EU sterben etwa 700.000 Menschen jährlich durch diverse schwere Krankheiten, die durch das Rauchen verursacht werden. Nicht-Raucher leben durchschnittlich 14 Jahre länger als Raucher. Aber selbst wer noch mit 50 Jahren das Rauchen einstelle, könne sein Leben um sechs Jahre verlängern. „Keine andere medizinische Behandlung zeigt ähnliche Wirkungen“, schreibt Montgomery.
Statement von Prof. Dr. Frank... 08.10.2013

BÄK-Präsident Montgomery: Thank you for not smoking

Berlin, 08.10.2013 „Heute haben wir einen wichtigen Schritt zu einem rauchfreien Europa getan. Wir Ärzte begrüßen die Entscheidung des EU-Parlaments außerordentlich, vor den Gefahren des Rauchens intensiver zu warnen, junge Menschen noch stärker als bisher davon abzuhalten sowie bestimmte Zusatzstoffe in Tabakwaren gänzlich zu verbieten. Die Zustimmung zu einer Neuregelung der Tabakrichtlinie stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen das Rauchen und die hierdurch hervorgerufenen Krankheiten dar. Pro Jahr fallen ihnen mehrere hunderttausend Menschen europaweit zum Opfer. Durch die neue Richtlinie wird ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung des Gesundheits- und Verbraucherschutzes in Europa geleistet. Die Ärzteschaft bedankt sich hierfür bei den Entscheidungsträgern und sagt: Thank you for not smoking.“
Bulletin zur Arzneimittelsicherheit 07.10.2013

Neue Ausgabe des Bulletins zur Arzneimittelsicherheit

Berlin, 07.10.2013 Zum dritten Mal in diesem Jahr ist das Bulletin zur Arzneimittelsicherheit erschienen.Die Themen der aktuellen Ausgabe sind: Sicherheit und Qualität der Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung mit Methylphenidat  Sicherheit von Masernimpfstoffen Kein Risikosignal für das Auftreten eines komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) nach HPV-Impfung in Deutschland Nebenwirkungsmeldungen durch Verbraucher – Auswertung der Testphase des Internetportals Meldung von Verdachtsfällen von Verbrauchern mittels Smartphone beziehungsweise Tablet-PC Meldungen aus BfArM und PEI Hinweise auf Rote-Hand-Briefe und Sicherheitsinformationen Das vierteljährlich erscheinende Bulletin zur Arzneimittelsicherheit wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeinsam herausgegeben. Beide Bundesinstitute informieren in dem Bulletin über aktuelle Aspekte der Risikobewertung von Arzneimitteln. Die aktuelle Ausgabe 3/2013 sowie alle bisherigen Ausgaben finden Sie unter: http://www.bfarm.de/DE/BfArM/Publikationen/Bulletin/bulletin-node.html
Gemeinsame Pressemitteilung von... 04.10.2013

Nationale Versorgungsleitlinie „Therapie des Typ-2-Diabetes“ veröffentlicht

Berlin, 04.10.2013 Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat dem Programm für Nationale Versorgungsleitlinien (NVL) eine weitere Leitlinie hinzugefügt. Die NVL „Therapie des Typ-2-Diabetes“ ergänzt die vorliegenden Module zu Fuß-, Netzhaut-, Nieren- und Nervenkomplikationen sowie zur Schulung bei Diabetes. Die NVL beschreibt neben Empfehlungen zur Diagnostik und nichtmedikamentösen Behandlung insbesondere die Pharmakotherapie des Typ-2-Diabetes. „Sauberes, evidenzbasiertes Wissen ist die beste Entscheidungsgrundlage im Einzelfall“, sagte Dr. Günther Jonitz, Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundesärztekammer. Die jüngste NVL verdeutliche einmal mehr, wie eine systematische Zusammenarbeit aller relevanten Fachgruppen sowie eine konsequente Einbeziehung von Patienten zu einem praxisorientierten Ergebnis führen kann. Besonders hob Jonitz die Möglichkeit einer offenen Beteiligung durch die Kommentierungsmöglichkeit bei der Erstellung der Leitlinie hervor. „Das  trägt dazu bei, dass gute ärztliche Inhalte und praktische Erfahrung die Grundlage für die klinische Versorgung bilden.“ „Den Nutzen haben Patienten wie Ärzte gleichermaßen“, betonte Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). „Leitlinien sind keine Schablonen. Sie bilden aber eine fachlich fundierte Grundlage, um den Patienten individuell zu behandeln.“ Bewusst wurden in der NVL auch divergierende Auffassungen der Autoren dargestellt – in dem Verständnis, dass vorliegende Evidenz durchaus unterschiedliche Interpretationen zulässt und die Komplexität einer Erkrankung keine einfachen Antworten auf gesundheitspolitische Versorgungsfragen bietet. Das Programm für Nationale Versorgungsleitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Mit der Durchführung wurde das ÄZQ beauftragt. Die Nationale Versorgungsleitlinie „Therapie des Typ-2-Diabetes“ kann im Internet unter www.versorgungsleitlinien.de abgerufen werden.
Presse 25.09.2013

Montgomery: Bürgerversicherung verwechselt Gleichheit mit Gerechtigkeit

Berlin, 25.09.2013 „Die Bürgerversicherungsideologie lehnen wir ab. Sie verwechselt Gleichheit mit Gerechtigkeit. Man kann nicht ernsthaft denken: Wenn alle Menschen gleich schlecht versorgt sind, dann wäre das gerecht.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery,  Präsident der Bundesärztekammer, dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL (25.09.2013). Mit Blick auf den oder die neue/n Gesundheitsminister/in sagte Montgomery: „ Es sollte jemand sein, der mit Ernsthaftigkeit unser jetziges System fortentwickelt“. Eine Aufgabe der künftigen Gesundheitspolitik sei es, sich mit den Herausforderungen einer Gesellschaft des langen Lebens auseinanderzusetzen. „Und wir müssen diskutieren, wie wir medizinischen Fortschritt in Zukunft in die Krankenversorgung einbringen können“, sagte Montgomery.
Ärztliche Gebührenordnung 20.09.2013

Bahr: „Fortschritte bei GOÄ-Verhandlungen von BÄK und PKV sind wichtiges Signal“

Berlin, 20.09.2013 Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat die Einigung zwischen  Bundesärztekammer (BÄK) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) über wesentliche Eckpunkte für eine Rahmenvereinbarung zur Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)  begrüßt. „Es ist gut, dass es jetzt aufseiten des PKV-Verbandes und der BÄK Fortschritte gibt. Das ist ein gutes Signal für die bevorstehende Legislaturperiode und zeigt den Willen beider Partner zu einem Ergebnis zu kommen", sagte er der Ärzte Zeitung (20.9.2013). BÄK und PKV-Verband hatten dem Minister zuvor in einem gemeinsamen Schreiben über den Stand der GOÄ-Verhandlungen informiert. Darin stellen die Organisationen in Aussicht, dass die Rahmenvereinbarung zu Beginn der neuen Legislaturperiode vorgelegt werden kann. „Mittels dieser Rahmenvereinbarung werden der PKV-Verband und die Bundesärztekammer unter Beachtung der Letztverantwortung des Verordnungs- bzw. Gesetzgebers für die Vorgaben der GOÄ einen gemeinsamen strukturierten Weg für die Novellierung, Weiterentwicklung und die Pflege der GOÄ aufzeigen“, heißt es weiter. In ihrem Schreiben führen BÄK und PKV-Verband an, dass weitgehende Einigkeit zwischen den auf der Selbstverwaltungsebene zwischen PKV/Beihilfe und BÄK einzurichtenden Gremienstrukturen besteht. Einig ist man sich auch über die für die GOÄ-Novellierung und Weiterentwicklung notwendige Datenerhaltung und –analyse, sowie über die grundsätzliche Methodik des Bewertungsverfahrens. Konsens besteht zudem über die wesentlichen Stellgrößen der Anwendung und der Interpretation der GOÄ sowie deren regelmäßiger Fortentwicklung. Beide Seiten konnten sich ferner über den Umgang mit dem von der Bundesärztekammer in den Beratungsprozess eingebrachten Entwurf des Gebührenverzeichnisses GOÄneu verständigen. Brief der BÄK und des PKV-Verbandes an Gesundheitsminister Bahr
Kurzinformation für Patienten mit... 17.09.2013

„Deletionssyndrom 22q11 – Was bedeutet das für ein Kind?“

Berlin, 17.09.2013 Beim Deletionssyndrom 22q11 (DS 22q11) handelt es sich um eine Veränderung in den Erbanlagen. Etwa eines von 4000 Kindern ist davon betroffen. Es sind über 180 verschiedene Auffälligkeiten bekannt, aber bei jedem Betroffenen treffen jeweils nur einige zu. Häufige Anzeichen sind: angeborene Herzfehler, Gesichtsauffälligkeiten, Gaumenfehlbildungen, verzögerte Sprech- und Sprachentwicklung sowie psychiatrische Krankheiten. Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Deletionssyndrom 22q11 – Was bedeutet das für ein Kind?“ des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) über Krankheitszeichen, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Patienten finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Es ist wichtig, die Entwicklung der betroffenen Kinder frühzeitig zu fördern, unter anderem mit Logopädie, Krankengymnastik oder Ergotherapie, schreibt das ÄZQ. Die Lebenserwartung ist bei den meisten Betroffenen weitgehend normal, sofern nicht ein schwerwiegender Herzfehler oder eine schwere körperliche Abwehrschwäche besteht. Das ÄZQ entwickelt im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Kurzinformationen für Patienten. In einem Kooperationsprojekt erstellt das ÄZQ gemeinsam mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e. V. zehn Kurzinformationen für Patienten zu ausgewählten seltenen Erkrankungen, um die Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erhöhen. Die Informationen stehen allen niedergelassenen Ärzten zum Ausdrucken kostenlos zur Verfügung, um sie bei Bedarf Patienten persönlich auszuhändigen. Deletionssyndrom 22Q11 – Was bedeutet das für ein Kind? [PDF] Weitere Patienteninformationen
Charta zur Betreuung... 16.09.2013

Ziele der Charta sollen im Rahmen einer Nationalen Strategie umgesetzt werden

Berlin, 11.9.2013 Noch immer sterben in Deutschland zahlreiche Menschen einsam, mit Schmerzen und weiteren belastenden Symptomen, ohne ausreichende  hospizliche Betreuung und palliativmedizinische Versorgung. Dies soll sich durch die Umsetzung der in der „Charta zur Betreuung schwerstkranker  und sterbender Menschen in Deutschland“ (Charta) formulierten Ziele im Rahmen einer Nationalen Strategie ändern. „Das Ziel einer Nationalen Strategie ist, dass jeder Mensch am Ende seines Lebens unabhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung, seiner  jeweiligen persönlichen Lebenssituation oder seinem Lebens- bzw. Aufenthaltsort eine qualitativ hochwertige multiprofessionelle hospizliche und palliativmedizinische Versorgung und Begleitung erhält, wenn er diese benötigt“, so Prof. Dr. Friedemann Nauck, Präsident der Deutschen  Gesellschaft für Palliativmedizin. „Für eine systematische Umsetzung der in der Charta formulierten Ziele im Rahmen einer Nationalen Strategie ist es notwendig, dass alle  Beteiligten des Gesundheitssystems, die Politik auf den Ebenen des Bundes, der Länder und der Kommunen und die Gesellschaft insgesamt ihre  Verantwortung für die Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland wahrnehmen und sich in den nun  beginnenden Prozess einer Nationalen Strategie einbringen“, betont Marlene Rupprecht, MdB und Vorstandsvorsitzende des Deutschen  Hospizund PalliativVerbands. Als nächster Schritt ist vorgesehen, dass die Mitglieder des Runden Tisches der Charta unter Einbeziehung weiterer Experten aus Politik und  Gesellschaft prioritäre Handlungsfelder für eine Nationale Strategie festlegen. Auf Einladung des Interfraktionellen Gesprächskreises Hospiz des Deutschen Bundestags fand heute die Auftaktveranstaltung zur  Weiterentwicklung der Charta zu einer Nationalen Strategie statt. Der Einladung waren rund 150 Vertreterinnen und Vertreter des  selbstverwalteten Gesundheitssystems, der Hospiz- und Palliativverbände, der Länder und Kommunen, der Kirchen, der Wohlfahrtspflege, Berufsverbänden, wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Patienten- und Betroffenen-Organisationen gefolgt. „Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der zunehmenden Bedeutung unheilbarer Erkrankungen, der sich ändernden  gesellschaftlichen Strukturen sowie der Diskussion über den Umgang mit Sterben und Tod wird die Betreuung von Menschen in ihrer letzten  Lebensphase zu einer großen Herausforderung sowohl für unser Gesundheitswesen als auch für unsere Gesellschaft. Mit der Erarbeitung und  Verabschiedung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen“ ist ein wichtiger gesellschaftlicher Prozess angestoßen  worden“, so Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer. Träger der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ sind der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, die  Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und die Bundesärztekammer. Die Charta wurde nach einem zweijährigen Ausarbeitungsprozess im  September 2010 von Vertretern von über 50 gesellschafts- und gesundheitspolitischen Organisationen konsentiert und verabschiedet.  Mittlerweile haben mehr als 5.000 Personen und Institutionen die Charta unterzeichnet. Die Förderung des Charta-Prozesses erfolgt durch die Robert Bosch Stiftung, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  und die Deutsche Krebshilfe. Im Kurztext Nationale Strategie finden Sie weitere Informationen. Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an die Charta-Geschäftsstelle: E-Mail: charta@palliativmedizin.de, Telefon: 030/8182 6764...

121. Deutscher Ärztetag

Erfurt, 8. bis 11. Mai 2018

Ärztetag auf Twitter:  #daet2018

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