News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Presse 27.08.2013

Montgomery fordert von SPD Zustimmung zu Präventionsgesetz

Berlin, 27.08.2013 Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat die SPD scharf für die geplante Verweigerung  des Präventionsgesetzes kritisiert. "Die angekündigte SPD-Ablehnung im Bundesrat ist ein pures Wahlkampfmanöver", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse" (27.08.2013). „Das Präventionsgesetz zur Vorbeugung gegen Krankheiten hat einige Ecken und Kanten. Aber das allein darf kein Grund für die SPD sein, es abzulehnen.“ Werde das Präventionsgesetz jetzt abgelehnt, beginne der komplette Gesetzgebungsprozess von vorne. „Es dauert dann mindestens ein Jahr, bis wir ein neues Präventionsgesetz haben“, so Montgomery. Mit der Ablehnung des Präventionsgesetzes würden auch Maßnahmen gegen Ärztekorruption blockiert. Die SPD habe viel vehementer als andere Parteien eine schärfere Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen gefordert, sagt Montgomery. "Ich frage mich, warum sie diese jetzt verweigert."
Presse 23.08.2013

Patienteninformationen zu Antibiotika und zur sicheren Arzneimitteltherapie in sechs Sprachen erschienen

Berlin, 22.08.2013 Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Patienteninformationen zum Themenbereich Medikation in sechs Sprachen übersetzen lassen. Sie sollen das Gespräch mit dem Arzt unterstützen, wenn Patienten nur wenig Deutsch können. Die Informationen vermitteln wichtige Empfehlungen und geben Tipps für die richtige und sichere Anwendung von Medikamenten. Grundlage bilden aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse und Empfehlungen für Patienten von Patienten sowie ein Fallbericht aus dem Bericht- und Lernsystem „Netzwerk CIRS-Berlin“. Ab sofort finden Patienten Antworten auf Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch in den Kurzinformationen     „Antibiotika – was Sie wissen sollten“, „Antibiotika – was sind Resistenzen?“ und „Medikamente sicher einnehmen” unter Patienteninformationen.
Presse 16.08.2013

Verhandlungsbeginn in Göttingen - Rissing-van Saan: „Die Justiz betritt Neuland“

Berlin, 16.08.2013 Am kommenden Montag beginnt vor dem Landgericht Göttingen der Prozess gegen einen ehemaligen Oberarzt der Universitätsklinik Göttingen wegen des Verdachts der Manipulation der Warteliste zur Organtransplantation. „Das Landgericht Göttingen betritt mit dem anstehenden Strafprozess gegen den Transplantationsmediziner juristisches Neuland“, kommentiert Prof. Dr. Ruth Rissing-van Saan, Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof i.R. und Leiterin der Vertrauensstelle Transplantationsmedizin bei der BÄK, das anstehende Verfahren in Göttingen im Deutschen Ärzteblatt. „Wenn das Gericht es als bewiesen ansehen würde, dass Daten absichtlich manipuliert wurden mit dem Ziel, eigene Patienten auf der Warteliste für eine Leber nach vorn rücken zu lassen, wird die Kammer entscheiden müssen, ob dies im Sinne der Anklage als versuchter Totschlag zu werten ist, weil andere Wartepatienten in einer lebensbedrohlichen Situation möglicherweise aus diesem Grund gestorben sind. Eine juristisch interessante Frage wird sein, ob ein solcher Straftatbestand erfüllt sein könnte, auch wenn sich aus der Warteliste kein einzelner, bestimmter Patient als Benachteiligter ergibt, sondern sich die Benachteiligten auf eine kleine Gruppe vermutlich Geschädigter eingrenzen lässt.“ Das Argument einiger Transplantationsmediziner, die Richtlinien der BÄK seien teilweise nicht eindeutig und könnten deshalb zu Fehlentscheidungen führen, wies Rissing-van Saan, die auch als Sonderprüferin in den Prüfungs- und Überwachungskommissionen arbeitet, zurück: „Entscheidungen, die durch die Richtlinien zu rechtfertigen sind und im Rahmen des individuellen Ermessens liegen, werden von uns nicht als schwere oder gar vorsätzliche Verstöße gewertet, und nur um solche geht es hier. Der ganz überwiegende Teil der Transplantationsmediziner arbeitet korrekt. Aber einige Ärzte haben sich in der Vergangenheit sehr leichtfertig über Richtlinien hinweggesetzt.“Weitere Informationen: Strafprozess gegen Transplantationsmediziner: Die Justiz betritt Neuland
Presse 16.08.2013

BÄK-Präsident Montgomery: „Maßnahmen für mehr Transparenz und Kontrolle greifen“

Berlin, 16.08.2013 Die von Selbstverwaltung und Gesetzgeber nach dem Transplantationsskandal veranlassten Maßnahmen für mehr Kontrolle und Transparenz bei der Organvergabe greifen. Darauf verwies der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, im Vorfeld des am kommenden Montag beginnenden Prozesses um Manipulationen der Warteliste zur Organvergabe am Landgericht Göttingen. „Unter anderem haben wir das Mehraugenprinzip bei der Anmeldung von Wartelisten-Patienten eingeführt. Das heißt: In jedem Transplantationszentrum trifft eine ständige, interdisziplinäre und organspezifische Transplantationskonferenz die Entscheidung über die Aufnahme eines Patienten in die Warteliste, ihre Führung sowie über die Abmeldung eines Patienten“, erläuterte der BÄK-Präsident. Zudem haben Prüfungskommission und die Überwachungskommission eine unabhängige Vertrauensstelle „Transplantationsmedizin“ zur (auch anonymen) Meldung von Auffälligkeiten und Verstößen gegen das Transplantationsrecht eingerichtet. Mit der Leitung der Vertrauensstelle wurde die Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof i. R. Frau Prof. Dr. jur. Ruth Rissing-van Saan betraut. Aufgabe der Vertrauensstelle ist es, auf vertraulicher Basis Hinweise auf Unregelmäßigkeiten beziehungsweise Informationen im Zusammenhang mit Auffälligkeiten im Bereich der Organspende und der Organtransplantation entgegenzunehmen und auf deren Klärung in Kooperation mit der Prüfungskommission und der Überwachungskommission hinzuwirken. Die Vertrauensstelle ist als Ansprechpartner unabhängig von den Strafverfolgungsbehörden. Montgomery wies insbesondre auf die nach Bekanntwerden der Manipulationen verschärften Vor-Ort-Kontrollen von Prüfungskommission und Überwachungskommission hin. Die Neuregelungen sehen vor, dass alle Zentren mit ihren insgesamt 140 organspezifi­schen Transplantationsprogrammen mindestens einmal in einem Zeitraum von 36 Monaten vor Ort zu prüfen sind. Den Anfang machten die Kommissionen mit den 24 Leberprogrammen in Deutschland. Die Prüfergebnisse werden am 4. September im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. „Die Kommissionen haben sich durch ihre umfassenden Prüfungen der Transplantationszentren mehr als bewährt – auch als flexible und extrem belastbare Kontrollgremien, die den Anforderungen im komplexen und dynamischen Gebiet der Transplantationsmedizin gerecht werden“, sagte Montgomery.
Presse 16.08.2013

Geprüft auf Leber, Herz und Nieren – Die Kontrollen von Prüfungskommission und Überwachungskommission

Berlin, 16.08.2013 Nach den im Sommer bekannt gewordenen Vorfällen in der Transplantationsmedizin haben Gesetzgeber und Selbstverwaltung ein ganzes Maßnamenbündel für mehr Kontrolle und Transparenz in der Transplantationsmedizin veranlasst. Die Richtung gaben Prüfungskommission und Überwachungskommission, Bundesärztekammer, Deutsche Krankenhausgesellschaft und Spitzenverband der Krankenkassen Anfang August 2012 in einer gemeinsamen Erklärung vor. Sie beinhaltet neben der bereits Gesetz gewordenen Ausweitung der Kontrollbefugnisse unter anderem auch die Einführung des Mehraugenprinzips bei der Anmeldung von Wartelisten-Patienten. Vertreter von Bund, Ländern und den maßgeblichen Akteuren der Transplantationsmedizin griffen diese Ansätze auf und entwickelten weitere Vorschläge bei einem Kri­sentreffen im August 2012 im Bundesgesundheitsministerium. Der hierbei erarbeitete Maßnahmenkatalog legte die erforderlichen Schritte und Ziele für alle Beteiligten fest.Anknüpfend an die dort vereinbarten Maßnahmen haben die Prüfungs- und Überwachungskommission in ihrer Si­zung vom 26. September 2012 verschärfte Vor-Ort-Kontrollen beschlossen und das Prozedere der Visitationen im Einzelnen festgelegt. Während die Prüfer bis dahin nur bei gemeldeten Auffälligkeiten tätig werden konnten, sehen die Neuregelungen vor, dass alle Zentren mit ihren insgesamt 140 organspezifischen Transplantationsprogrammen mindestens einmal in einem Zeitraum von 36 Monaten vor Ort zu prüfen sind. Dazu werden für jede Visitation Prüfteams gebildet. In jeder Gruppe wirken in der Regel zwei Mitglieder der Prüfungskommission oder der Überwachungskommission sowie zwei für das jeweilige Organtransplantationsprogramm sachverständige unabhängige Ärzte mit, die von Mitarbeitern der zuständigen Landesministerien begleitet werden. Zwischenzeitlich wurden alle 24 Leberprogramme geprüft. Ab September folgen die weiteren Programme – unter anderem für Herz und Niere. Schon vor der gesetzlichen Neuregelung der Kontrollen nahmen die Kommissionen bei gemeldeten Auffälligkeiten auch Vor-Ort-Überprüfungen unter anderem bei Herzprogrammen vor. Aller­dings beschränkten die gesetzlichen Rahmenbedingungen die Befugnisse der Prüfer.Vor jeder Prüfung bereiten sich die Prüfteams akribisch vor. Tage bevor das entsprechende Zentrum über die anstehende Kontrolle unterrichtet wird, gehen die Experten Zahlenkolonnen der Organvermittlungsstelle Eurotransplant durch, vergleichen Patientendaten und begutachten Laborwerte und ärztliche Befundungen. Die Krankenakten werden nach Abgleich der Eurotransplant-Nummern in der jeweiligen Klinik und der Feststellung der Patientendaten einer umfangreichen medizinischen Begutachtung unterzogen. Dazu überprüfen die Experten zu­nächst die Meldung und die dazu notwendigen Daten von Eurotransplant. Die Laborwerte und Dialysedaten vergleichen sie anhand der Original-Unterlagen. Die Prüfer befragen die Klinikvertreter zur Indikation der Transplantation, zur Dialyse, zu möglichen Besonderheiten sowie zur Dokumentation der Krankenblätter und der Verlaufskontrolle vor der Meldung an Eurotransplant. Diese Verlaufsentwicklung soll Aufschluss über die medizinische Plausibilität geben.Sofern sich im Zuge einer Visitation Auffälligkeiten ergeben, die weitere Untersuchungen erfordern, kommt in einem zweiten Schritt eine zweiköpfige Sonderprüfungsgruppe, bestehend aus einem Arzt und einem Juristen, zum Einsatz. Alle gutachterrelevanten Unterlagen sind dann Grundlage des Kommissionsberichts, der den Kliniken zur Möglichkeit der Stellungnahme zugeleitet wird. Danach ergeht der Abschlussbericht an die zuständigen öffentlichen Stellen. Weitere Informationen: www.aerzteblatt-thueringen.de/pdf/thu13_335.pdf...
Presse 16.08.2013

Pressekonferenz Prüfungskommission und Überwachungskommission

Vorstellung der Prüfergebnisse aller 24 Lebertransplantationsprogramme in Deutschland mit den Vorsitzenden der Kommissionen, Vertretern der Trägerorganisationen und unter Beteiligung von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr am: Mittwoch, 4.9.2013um: 11.00 UhrOrt: Haus der Bundesärztekammer
Presse 08.08.2013

„Fibromyalgiesyndrom – Was ist das?“ – neue Kurzinformation für Patienten erschienen

Berlin, 08.08.2013 Das Fibromyalgiesyndrom (FMS) ist bei den meisten Betroffenen eine dauerhafte Erkrankung. Wörtlich übersetzt bedeutet Fibromyalgie „Faser-Muskel-Schmerz“. Die Krankheit ist durch unterschiedliche Beschwerden, wie chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen, Schlafstörungen und Müdigkeit, gekennzeichnet. Etwa zwei von hundert Menschen sind davon betroffen, Frauen häufiger als Männer. Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Fibromyalgiesyndrom – Was ist das?“ des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ)  über Krankheitszeichen und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Patienten finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Obwohl die Schmerzen quälend und belastend sein können, führt das FMS nicht zu Schäden an Muskeln, Gelenken oder Organen. Die Lebenserwartung ist normal. Die Behandlung zielt darauf ab, die Beschwerden zu lindern. Experten empfehlen mehrmals pro Woche leichtes Ausdauer-, Kraft- und Funktionstraining. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin entwickelt im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Kurzinformationen für Patienten. Fibromyalgiesyndrom – Was ist das? [PDF] Weitere Patienteninformationen
Presse 02.08.2013

„Schulung bei Diabetes“ – neue Kurzinformation für Patienten

Berlin, 02.08.2013 Diabetes mellitus – mit dieser Diagnose ändert sich viel im Leben von Patienten: Sie müssen lernen, ihre Erkrankung mit dem Alltag zu vereinbaren. Dazu brauchen sie besonderes Wissen und praktische Fertigkeiten. Auf zwei Seiten informiert jetzt eine neue Kurzinformation mit wichtigen Fakten und praktischen Tipps über Patientenschulungen bei Diabetes. Es gibt spezielle Fortbildungen für Menschen mit Diabetes – sogenannte strukturierte Schulungsprogramme. Dort erhalten Patienten Informationen über ihre Krankheit. Außerdem üben sie zusammen mit anderen Betroffenen wie sie etwa Blutzuckerwerte und Blutdruck richtig messen oder wie sie ihre Ernährung umstellen. Damit können Menschen mit Diabetes selbst zum Erfolg der Behandlung beitragen. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten“ (KiP) entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin im Auftrag der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Schulung bei Diabetes [PDF] Weitere Patienteninformationen