News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Ärzte 29.10.2014

Bundeseinheitlicher patientenorientierter Medikationsplan

Berlin, 28.10.2014 Bereits zum vierten Mal trafen sich am 28.10.2014 Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Bundesoberbehörden, der Verbände der Softwareindustrie, der Bundesvereinigungen deutscher Apothekerverbände und der Krankenhausapotheker, der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Vertreter der Länder, Vertreter von Krankenkassen, Patientenvertreter sowie der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zu einem Workshop, um gemeinsam ein Ziel zu verfolgen: den bundeseinheitlichen patientenorientierten Medikationsplan technisch und inhaltlich weiter zu entwickeln. Das BMG fördert mittlerweile den dritten „Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland“, der mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog und Forschungsprojekten die AMTS in Deutschland verbessern will. Die Umsetzung des Aktionsplans AMTS wird durch eine Koordinierungsgruppe bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) gewährleistet. Ein wesentlicher Aspekt im Maßnahmenkatalog ist die Implementierung des Medikationsplans. Die Arzneimitteltherapie vor allem bei multimorbiden Patienten wird häufig dadurch beeinträchtigt, dass die Gesamtmedikation gar nicht oder nur unzureichend bekannt ist. Einerseits ist es damit Ärzten, Apothekern und Pflegekräften nicht möglich, Doppelmedikationen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Kontraindikationen, notwendige Dosisanpassungen usw. bei der Arzneimitteltherapie umfassend zu berücksichtigen. Andererseits wird vor allem die Therapietreue (Adhärenz) des Patienten beeinträchtigt, wenn dieser nicht zuverlässig darüber informiert ist, welche Arzneimittel er wie und wann einnehmen soll. Einige Arzt-, Krankenhaus- und Apothekensoftwarehersteller bieten bereits die Möglichkeit, Medikationspläne zu erstellen. Deren Inhalte und Formate sind jedoch je nach Softwarehersteller unterschiedlich, so dass diese nicht von allen am Medikationsprozess Beteiligten genutzt werden können. „Mit einem bundeseinheitlichen Medikationsplan können wir einen großen Schritt zur Verbesserung der Interoperabilität und damit der AMTS in Deutschland machen. Daher hat das BMG hier drei Modellprojekte auf den Weg gebracht“ sagte Frau Dr. Anne Dwenger vom BMG. In den Modellregionen Thüringen, Sachsen, Nordbayern soll der Medikationsplan gefördert durch das BMG bald zur Erprobung eingesetzt werden. Darüber gibt es weitere Medikationsplan-Projekte u.a. in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und in Sachsen und Thüringen. Die Ergebnisse aller Projekte werden ausgewertet und auf einem weiteren Workshop diskutiert. Zusätzlich wird ein transparentes Verfahren erarbeitet, wie mit Hilfe der Koordinierungsgruppe des Aktionsplans AMTS und eines technischen Boards ggfs. weitere notwendige inhaltliche und technische Anpassungen und Weiterentwicklungen in transparenter Weise und mit Beteiligung aller Stakeholder vorgenommen werden können.
Presse 28.10.2014

EU-Gesundheitskommissariat: Montgomery begrüßt Einlenken von EU-Kommissionspräsident Juncker

Berlin, 28.10.2014 „Wir können stolz darauf sein, es erreicht zu haben, dass Arzneimittel und Medizinprodukte nicht an die Wirtschaftsabteilung der Kommission verlagert wurden. Diese lebensnotwendigen Güter sind keine Waren wie alle anderen.“ So wertete Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), im Deutschen Ärzteblatt (31.10.) eine entsprechende Entscheidung des designierten EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker. Neben der Bundesärztekammer hatten zahlreiche weitere Institutionen des Gesundheitswesens den ursprünglich geplanten Neuzuschnitt des EU-Gesundheitskommissariats scharf kritisiert. Trotz dieses Erfolgs warnte Montgomery vor einer weiteren Zunahme des Einflusses der EU-Gesundheitspolitik: „Auch wenn der Vertrag von Lissabon die Regelung der Gesundheitsversorgung den Mitgliedsstaaten überlässt, wird der Druck der Kommission, hier einzugreifen, immer spürbarer. Über europäische Zulassungsverfahren, europäische Normen, eine europäische Berufsanerkennungsrichtlinie und europäische Patientenrechte-Richtlinien nimmt Europa immer mehr Einfluss auf unsere Berufsausübung.“ Dem neuen Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis signalisierte der BÄK-Präsident Dialogbereitschaft, formulierte aber gleichzeitig auch klare Forderungen: „Keine Normung ärztlicher Berufsausübung, kein Eingriff in deutsche Sozialstandards, qualitätsorientierte Berufszulassung, Patientenrechte ja, aber unter Sicherung der Freiberuflichkeit! Und schließlich: Keine Nivellierung von Behandlungsstandards nach unten.“
Hartmannbund-Stiftung 22.10.2014

Arztkinder in Not – Jede Spende hilft!

Berlin, 22.10.2014 Seit mehr als einem halben Jahrhundert kümmert sich die Hartmannbundstiftung „Ärzte helfen Ärzten“* um in Not geratene Arztfamilien mit einem zentralen Gedanken – kollegiale Hilfe zu leisten. Die Unterstützung von Arztkindern, deren Eltern sich auf Grund von Notsituationen oder persönlichen Schicksalsschlägen in finanziell prekärer Lage befinden ist der Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Insbesondere die Zahl der Halbwaisen und Waisen aus Arztfamilien, die auf eine Unterstützung durch die Stiftung angewiesen sind, hat sich in den letzten Jahren stark erhöht. Oft sind es ganz persönliche Einzelschicksale mit vielen Sorgen und Nöten. Aber auch die Hilfestellung bei der Berufseingliederung von Ärztinnen und Ärzten sowie die schnelle und unbürokratische Unterstützung bei Schicksalsschlägen und Notlagen als Hilfe zur Selbsthilfe sind ein wichtiger Bestandteil der Stiftungsarbeit. Helfen Sie mit, diese unverzichtbare Hilfe aufrecht zu erhalten und auszubauen. Unterstützen Sie mit Ihrer Spende die Arbeit der Hartmannbund-Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“ – damit wir auch in Zukunft dort Hilfe leisten können, wo sie gebraucht wird. Vielen Dank Dr. Klaus ReinhardtVorsitzender der Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“, Vorsitzender Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands e. V.   Dr. Waltraud DiekhausStellvertretene Vorsitzende der Stiftung „Ärzte helfen Ärzten“, Ehrenmitglied der Medical Women`s International Association   Prof. Dr. Frank Ulrich MontgomeryPräsident der Bundesärztekammer unddes Deutschen Ärztetages   Dr. Peter EngelPräsident der BundeszahnärztekammerArbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahnärztekammern e. V.   Dr. Andreas GassenVorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Spendenkonto der Stiftung: Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG Stuttgart IBAN DE88 3006 0601 0001 4869 42 BIC (SWIFT CODE) DAAEDEDDXXX Online-Spende unter www.aerzte-helfen-aerzten.de
Presse 22.10.2014

Normung im Gesundheitswesen: GVG veröffentlicht Positionspapier

Berlin, 22.10.2014 „Die Normung von Gesundheitsdienstleistungen auf europäischer Ebene greift in die Kompetenz der Mitgliedstaaten zur Festlegung und Gestaltung ihrer Gesundheitssysteme ein. Sie ist daher unzulässig und deshalb zu unterlassen!" Das fordern zahlreiche Akteure aus dem Gesundheitswesen in einem gemeinsamen Positionspapier zur „Normung heilkundlicher Dienstleistungen“, das im Ausschuss Europäische Union der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e. V. (GVG) entwickelt wurde. Der für das Thema zuständige EU-Ausschuss der GVG, in dem auch die Bundesärztekammer mitwirkt, befasst sich mit sozialpolitischen Entwicklungen auf europäischer Ebene und deren Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Sozialpolitik. Europäische Normen für Gesundheitsdienstleistungen seien nicht kompatibel mit den nationalen Gesundheitssystemen, würden die individuelle Behandlung der Patienten bedrohen und in unzulässiger Weise auf die Therapiefreiheit der Heilberufe einwirken. Daneben gefährde eine solche Entwicklung nicht nur die Rechtssicherheit und die Durchsetzbarkeit von Ansprüchen der Patienten, sondern greife unzulässig in die nationalen Kompetenzen der Mitgliedstaaten ein, „Verwaltung, Anforderungen, Qualitäts- und Sicherheitsnormen, Organisation und Bereitstellung der Gesundheitsversorgung festzulegen", wird in dem gemeinsamen Papier angeführt. Die Mitglieder des GVG lehnen die Entwicklung von europäischen und internationalen Normen für Gesundheitsdienstleistungen als überflüssig und für den postulierten Zweck ungeeignet ab. Sie fordern die Einstellung der entsprechenden Aktivitäten beim Europäischen Komitee für Normung (CEN) sowie der darauf gerichteten Überlegungen bei der Europäischen Kommission. Die Bundesregierung habe nach Ansicht der Verfasser darauf hinzuwirken, „dass die von ihr gewährte finanzielle Förderung von CEN nicht dazu genutzt wird, Normen für Gesundheitsdienstleistungen zu erarbeiten, und dadurch mitgliedstaatliche Kompetenzen unterlaufen werden". Stattdessen wird das CEN aufgefordert, sich an die selbstauferlegte Verpflichtung zu halten, dass „europäische Standards keine Themen behandeln, die – nach dem Subsidiaritätsprinzip – eindeutig in den Regelungsbereich der Mitgliedstaaten gehören“.  Positionspapier zur Normung heilkundlicher Dienstleistungen [PDF]
Kurzinformationen für Patienten 22.10.2014

Dauerhaft starke Schmerzen – wann helfen Opioide?

Berlin, 22.10.2014 Opioide sind erprobte Medikamente, die seit vielen Jahren zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt werden. Sie hemmen gezielt die Schmerzübertragung, vor allem in Gehirn und Rückenmark. Werden Opioide korrekt eingesetzt, können Schmerzen gut gelindert und die Lebensqualität wieder erhöht werden.  Darüber informiert die aktuelle Ausgabe der Kurzinformationen für Patienten „Dauerhaft starke Schmerzen – wann helfen Opioide?“ Bei Krebsschmerzen sind Opioide ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Bei chronischen Schmerzen anderer Ursache herrscht oft Unsicherheit, ob Opioide hier helfen und wie sie einzunehmen sind. Zudem haben viele Patienten Vorbehalte und Bedenken beispielsweise in Bezug auf Abhängigkeit bzw. Suchtpotenzial. Die Patienteninformationen  werden vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK) erstellt. Dauerhaft starke Schmerzen- Wann helfen Opiode? [PDF] Weitere Patienteninformationen
Presse 20.10.2014

Montgomery: „Mehr Helfer für Ebola-Bekämpfung vor Ort notwendig“

Berlin, 20.10.2014 „Wir sollten versuchen, in Westafrika so viel wie möglich zu helfen, damit Ebola erst gar nicht zu uns kommt.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, in einem Interview mit dem Deutschlandfunk (20.10.2014). Die Grundprobleme der Krankheit seien die lange Inkubationszeit sowie die Symptomarmut. Dies mache die Diagnostik schwierig. Wichtig sei vor allem, dass sich die Helfer vor Ort professionell verhalten. Notwendig seien hochprofessionelle Helfer, die wissen, was sie tun, so Montgomery. Die Bundesärztekammer und weitere ärztliche Spitzenverbände hatten am vergangenen Freitag erneut zu mehr Unterstützung im Kampf gegen Ebola aufgerufen. Die Erfahrungen aus den betroffenen Gebieten zeigten, dass der Mangel an fachkundigen Helfern, an Materialien aber auch eine unzureichende Vorbereitung und Ausbildung der Helfer die Seuchenbekämpfung vor Ort erschweren, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Die Ärzteverbände baten Ärztinnen und Ärzte mit einschlägigen Ausbildungs- und Erfahrungskompetenzen und guten Englischkenntnissen um Unterstützung bei der Ebola-Bekämpfung vor Ort. Freiwillige medizinische Helfer können sich unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz für einen Hilfseinsatz melden: https://drkhrnet.drk.de/HomeSpenden: -Aktion Deutschland Hilft, Spenden-Stichwort: Ebola,Spendenkonto: 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00-Deutsches Rotes Kreuz, Stichwort Ebola,Spendenkonto: 41 41 41 / BLZ: 37020500
Ärzte 17.10.2014

Aufruf der ärztlichen Spitzenverbände: „Gemeinschaftsaktion gegen Ebola“

Berlin, 17.10.2014 Die unterzeichnenden ärztlichen Spitzenverbände haben am 16. Oktober 2014 auf Einladung der Bundesärztekammer Maßnahmen im Kampf gegen Ebola beraten. Gemeinsam haben sie zu einer internationalen Kraftanstrengung zur Eindämmung der Epidemie in Westafrika aufgerufen. Die Erfahrungen aus den betroffenen Gebieten zeigen, dass der Mangel an fachkundigen Helfern, an Materialien aber auch eine unzureichende Vorbereitung und Ausbildung der Helfer die Seuchenbekämpfung vor Ort erschweren. Im Kampf gegen Ebola sind deshalb kurz-, mittel- und langfristig wirksame Interventionen notwendig. Die ärztlichen Spitzenverbände bitten Ärztinnen und Ärzte mit einschlägigen Ausbildungs- und Erfahrungskompetenzen und guten Englischkenntnissen um Unterstützung bei der Ebola-Bekämpfung vor Ort. Interessierte Kolleginnen und Kollegen sind aufgerufen, hierfür Kontakt mit dem Deutschen Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen aufzunehmen (siehe Hinweise unten). Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die politisch Verantwortlichen auf, eine ausreichende Absicherung für die Helferinnen und Helfer aus Deutschland, die sich in den Ebola-Krisengebieten einsetzen, sicherzustellen, insbesondere ausreichende Haftpflichtversicherung, Lebensversicherung, Arbeitsplatzgarantie und Versorgungsgarantien bei Krankheitsfällen, wie den Rücktransport nach Deutschland. Die ärztlichen Spitzenverbände fordern Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die notwendige Versorgung mit Ausrüstungen zum Schutz von Ärzten und weiteren vor Ort helfenden Mitarbeitern unverzüglich bereitzustellen und damit das Risiko von Ansteckungen zu vermeiden. Eine angemessene Vorbereitung und Ausbildung der Helfer muss sichergestellt werden. Es ist unerlässlich, die Gesundheitssysteme in den betroffenen Ländern zu stärken, auch um eine Ausbreitung der Seuche in andere Weltregionen zu verhindern. Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft sind aufgerufen, ihre finanzielle Unterstützung für die Ebola-Bekämpfung vor Ort zu intensivieren. Auch Bürgerinnen und Bürger können mit Geldspenden die Arbeit der Helfer unterstützen (siehe Hinweis unten). Die ärztlichen Spitzenverbände fordern die Weltgesundheitsorganisation und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, die künftig eine schnellere und effektivere internationale Intervention in solchen Krisenfällen ermöglichen. Notwendig sind zudem Investitionen in die Impfstoffforschung sowie wirksame Strategien zur  Durchführung von Impfungen. Hinweis:Freiwillige medizinische Helfer können sich unter anderem beim Deutschen Rote Kreuz für einen Hilfseinsatz melden: https://drkhrnet.drk.de/HomeSpenden: Aktion Deutschland Hilft, Spenden-Stichwort: Ebola,Spendenkonto: 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Deutsches Rotes Kreuz, Stichwort Ebola,Spendenkonto: 41 41 41 / BLZ: 37020500 VerbändeArbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)BundesärztekammerBundesverband der Knappschaftsärzte e. V.Deutscher Ärztinnenbund e. V.Deutscher Hausärzteverband e.V.Freie Ärzteschaft e. V.Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB)Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.Kassenärztliche BundesvereinigungMarburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband MEDI GENO Deutschland e. V. Medizinischer Fakultätentag der Bundesrepublik DeutschlandNAV-Virchow-BundSanitätsdienst der BundeswehrSpitzenverband FachärzteDeutschlands e. V. (SpiFA)Verband der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands e.V....
Chinesische Gesundheitsministerin... 15.10.2014

BÄK informiert über Strukturen der ärztlichen Selbstverwaltung in Deutschland

Berlin, 15.10.2014 Die Gesundheitssysteme Deutschlands und Chinas können durch einen verstetigten Informationsaustausch über gesundheitspolitische Fragen profitieren. Darauf verwies die chinesische Gesundheitsministerin, Dr. Li Bin, bei einem Besuch der Bundesärztekammer in Berlin. Gemeinsam mit Experten aus ihrem Ministerium informierte sich die Politikerin über die Strukturen des deutschen Gesundheitswesens. Ihr besonderes Interesse galt dabei dem System der ärztlichen Selbstverwaltung. Das Treffen fand im Rahmen der Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen sowie des 1. Deutsch-Chinesischen Gesundheitsdialogs statt. Nach Einführung in das Thema durch den Ehrenpräsidenten der Bundesärztekammer und Schatzmeister der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM), Prof. Dr. med. Karsten Vilmar, informierte die Bundesärztekammer über die Aufgaben der Ärztekammern, insbesondere im Verhältnis zu Staat und Politik sowie über deren Finanzierung. Dr. Rainer Hess, ehemaliger Unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), erläuterte die Besonderheiten der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen anhand der Arbeit des G-BA. Von besonderem Interesse für die chinesischen Gäste waren darüber hinaus  Fragen zur Arzthaftung, zu obligatorischen Versicherungen für Ärzte sowie zu den Möglichkeiten der Konfliktbeilegung im Falle eines vermuteten Behandlungsfehlers. Darüber hinaus wurden Fragen zum Verhältnis zwischen Ärzteschaft und der pharmazeutischen Industrie, insbesondere zur Zulässigkeit finanzieller Unterstützung von Ärzten und dem Sponsoring ärztlicher Veranstaltungen behandelt. Den Abschluss des Treffens bildete eine Vorstellung der Arbeit der Deutsch- Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM), die - von der Bundesärztekammer 1984 gegründet - in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Ministerin Li Bin sagte zu, dass ein hochrangiger Vertreter ihres Hauses am diesjährigen Kongress der DCGM, der am 24. und 25. Oktober 2014 in Peking stattfindet, ein Grußwort halten wird.
Montgomery im Interview 14.10.2014

„Wir brauchen eine Gemeinschaftsaktion gegen Ebola“

Berlin, 14.10.2014 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat im Kampf gegen Ebola zu einer internationalen Kraftanstrengung aufgerufen. „ Es bedarf einer großen Gemeinschaftsaktion von WHO, Nationalstaaten und Hilfsorganisationen, um diesen Krankheitsausbruch unter Kontrolle zu bekommen“, sagt er in einem Interview in der kommenden Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (DÄ, Heft 42/2014). Der BÄK-Präsident verweist in diesem Zusammenhang auf eine Resolution des Weltärztebundes, in der die nationalen Regierungen zu einem  entschlossenen und international  koordinierten Handeln bei der Ebola-Bekämpfung aufgefordert werden.Zunächst müsse man die Ausbreitung der Epidemie eindämmen. Dann müssten die weitgehend aufgelösten Strukturen in den Gesundheitssystemen der betroffenen westafrikanischen Länder wieder aufgebaut werden. Langfristig seien wirksame Strategien zur Entwicklung von Impfstoffen und Durchführung von Impfungen notwendig. „Es darf uns nicht noch einmal geschehen, dass wir ein Virus seit mehr als 40 Jahren kennen und keine effektiven weltweiten Abwehrstrategien entwickeln“, warnt der BÄK-Präsident.Mit der bisherigen Resonanz auf den gemeinsamen Hilfsaufruf von Bundesgesundheitsministerium, Deutschen Rotem Kreuz und Bundesärztekammer ist Montgomery zufrieden. „Wir müssen allerdings hohe Ausbildungs- und Erfahrungskompetenzen fordern, damit die Helfer am Ende nicht selber Hilfe brauchen. Deswegen dürfe man die hohe Zahl derjenigen, die sich melden, nicht verwechseln mit der Zahl derjenigen, die für den Einsatz in Frage kommen. Das DRK hatte zuvor berichtet, dass von den bisher 1 600 Bewerbern 117 als geeignet eingestuft wurden. Darunter sind 43 Ärzte. Das vollständige Interview
BÄKground 10.10.2014

Neue Ausgabe des BÄK-Informationsdienstes erschienen

Berlin, 10.10.2014 Mit der geplanten Krankenhausreform will Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) weitere Punkte auf seiner großkoalitionären To-Do-Liste abhaken. Während die Beratungen der für die Gesetzesinitiative zuständigen Bund-Länder Arbeitsgruppe laufen, formulieren zahlreiche Akteure aus dem Gesundheitswesen ihre Forderungen an die Reform. BÄKground, der Informationsdienst der Bundesärztekammer, berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über die Probleme der Krankenhäuser und die Anliegen von Beschäftigten und Klinikträger.Ebenfalls auf der politischen Agenda steht ein mögliches Verbot der organisierten Sterbehilfe in Deutschland.  BÄKground informiert über die verschiedenen Vorschläge für eine Neuregelung und den Stand der politischen Diskussion. Als Eingriff in den Kernbereich des Grundgesetzes bewertet der ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio die Pläne der Bundesregierung für eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit. "Tarifmacht muss in der Wirklichkeit erkämpft werden", sagte er bei der Vorstellung eines Rechtsgutachtens zu der Thematik. Wenn das gelungen sei, stehe es dem Staat nicht zu, diese Tarifmächtigkeit wieder zu nehmen. "Revolution am Handgelenk",  titelt BÄKground  mit Blick auf die für das nächste Frühjahr angekündigte Präsentation einer Smartwatch, die auch die Vitalfunktionen ihres Trägers überwachen soll. BÄKground berichtet über Möglichkeiten und Grenzen sogenannter Medizin-Apps. BÄKground Oktober 2014 [PDF]