News-Archiv

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Presse 09.10.2014

Ebola: Resolution des Weltärztebundes

Durban, 09.10.2014 Der Weltärztebund hat sich auf seiner Generalversammlung in Durban intensiv mit der Ebola-Epidemie beschäftigt. Unter anderem ruft der Weltärztebund die internationale Gemeinschaft auf, über die Vereinten Nationen und ihre Organisationen umgehend dringend benötigte Schutzausstattungsmittel zur Verfügung zu stellen, um das Risiko einer Infektion für Helfer zu vermindern. Vor Ort müsse die öffentliche Kommunikation über grundlegende Methoden der  Infektionskontrolle verbessert werden. Zudem fordert der Weltärztebund alle Staaten auf, die Infektionskontrollmechanismen und auch die Rückverfolgungsmöglichkeiten von Infektionen zu stärken. Resolution des Weltärztebundes
Presse 09.10.2014

Ebola: Robert Koch-Institut informiert über Umgang mit Verdachtsfällen

Stand: 05.12.2014 Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt auf seiner Internetseite umfangreiches Informationsmaterial zu Ebola bereit. Auf der Internetseite finden sich unter anderem Antworten auf häufig gestellte Fragen, Informationen zu den Ebola-Fällen in den USA und Spanien sowie Hinweise zum Umgang mit Ebola-Verdachtsfällen. Desweiteren informiert das RKI über Diagnostik und Umgang mit Probenmaterial, Prävention und Bekämpfungsmaßnahmen sowie Therapie und Forschung auf diesem Gebiet. Zur Bekämpfung der Epidemie vor Ort hatten das Bundesgesundheitsministerium, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Bundesärztekammer Ärzte und andere Gesundheitsberufe um Unterstützung aufgerufen. Die Bundesärztekammer hatte die Ärztekammern auf Landesebene sowie die Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgesellschaften gebeten, sich im Rahmen der humanitären Hilfe zu engagieren und in Ihren Zuständigkeitsbereichen einen entsprechenden Aufruf an freiwillige Helfer zu organisieren. Interessierte Helfer können sich über das Online-Bewerbungssystem DRK HRnet melden: drkhrnet.drk.de/Home Auch der Weltärztebund hat sich auf seiner Generalversammlung in Durban intensiv mit der Ebola-Epidemie beschäftigt. Unter anderem ruft der Weltärztebund die internationale Gemeinschaft auf, über die Vereinten Nationen und ihre Organisationen umgehend dringend benötigte Schutzausstattungsmittel zur Verfügung zu stellen, um das Risiko einer Infektion für Helfer zu vermindern. Vor Ort müsse die öffentliche Kommunikation über grundlegende Methoden der  Infektionskontrolle verbessert werden. Zudem fordert der Weltärztebund alle Staaten auf, die Infektionskontrollmechanismen und auch die Rückverfolgungsmöglichkeiten von Infektionen zu stärken. RKI: Rahmenkonzept Ebolafieber - Vorbereitungen auf Maßnahmen in Deutschland Empfohlene Maßnahmen für medizinisches und anderes Personal, das in der Patientenversorgung oder Ausbruchsbekämpfung im Rahmen des Ebolafieberausbruchs 2014 tätig war (deutsche und englische Version) Informationen des RKI zu Ebola-Fieber Flussschema des RKI  "Hilfestellung für den Arzt zur Abklärung, ob ein begründeter Ebola-Verdachtsfall vorliegt" Video: Ebola kompakt Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zu Ebola Resolution des Weltärztebundes zu Ebola
Sterbehilfe-Debatte bei Maybrit... 06.10.2014

Montgomery: Politik sollte sich auf Verbot organisierter Sterbehilfe konzentrieren

Berlin, 06.10.2014 Der Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat seine Forderung nach einem Verbot der organisierten Sterbehilfe in Deutschland bekräftigt. Bedarf an weiteren rechtlichen Regelungen für die Sterbehilfe sieht er nicht. Ein gutes Verhältnis zwischen Patient und Arzt sowie Schmerztherapie, palliative Sedierung und nicht zuletzt eine gute Hospizarbeit sorgten dafür, dass "in diesem Land das Problem lange nicht so groß ist, wie manche Menschen das darstellen", sagte er in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner" zum Thema „Tod auf Rezept: Wird Sterbehilfe erlaubt?“ (02.10.2014). Die Politik dürfe das Kind nicht mit dem Bade ausschütten und müsse in allererster Linie dafür sorgen, dass die "Todesengel" diverser Sterbehilfevereine nicht mehr für ihre Tätigkeit werben dürfen. Forderungen nach professioneller Hilfe beim Sterben führten dazu, dass die Abgrenzung von Sterbehilfe und Tötung auf Verlangen  immer schwieriger werde. Ärzte seien keine „Techniker des Todes“, stellte Montgomery klar. „Unsere Verpflichtung besteht darin, das Leid mit medizinischen Mitteln zu mildern, aber nicht einfach den Leidenden zu entsorgen.“ Jedoch wüssten viele nicht um die guten Alternativen, mit denen man sein Leben würdig zu Ende leben könne. Bei vielen Menschen schwinde der Todeswunsch, wenn sie von den guten Hilfsangeboten erführen.
Presse 02.10.2014

DSO ehrt Organspender und deren Angehörige

Frankfurt am Main, 01.10.2014 Jährlich werden rund 80 Menschen in Hessen nach ihrem Tod zu Organspendern, bundesweit sind es über 800. Wenn es keinen bekannten oder dokumentierten Entschluss des Verstorbenen zur Organspende gibt, ist die Unterstützung durch die Angehörigen von besonderer Bedeutung. Denn meist sind es sie, die den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen kennen. Im Zweifelsfall können die Angehörigen die Entscheidung zur Organspende nach ihren eigenen Wertvorstellungen treffen. „Dabei denken sie in einem Moment tiefer Trauer daran, anderen Menschen zu helfen. Für diesen Ausdruck der Solidarität gebührt den Organspendern und ihren Angehörigen Dank und Anerkennung“, sagte Dr. jur. Stephan Hölz, Leiter der Abteilung Gesundheit des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. „Die öffentliche Wertschätzung für Organspender und ihre Familien muss in unserer Gesellschaft zur Selbstverständlichkeit werden“, erklärte Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer.  „Als Koordinierungsstelle für die Organspende ist es die Aufgabe der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), den Willen des Verstorbenen zur Organspende umzusetzen und dieses große Geschenk mit größter Sorgfalt und Verantwortung an die schwerkranken Patienten auf der Warteliste weiterzugeben. Mit der Qualität unsere Arbeit leisten wir unseren Beitrag zu einer möglichst hohen Erfolgsaussicht durch die Transplantation“, so Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO. „In Gesprächen wird immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, zu Lebzeiten eine eigene, informierte Entscheidung zur Organspende zu treffen und darüber in der Familie zu reden“, ergänzte Thomas Biet, MBA, Kaufmännischer Vorstand der DSO. Der Beistand der Koordinatorinnen und Koordinatoren der DSO für die Angehörigen endet nicht mit der Organspende. Auf Wunsch erhalten die Familien einen Brief mit anonymisierten Informationen, ob mit der Organspende anderen Menschen geholfen werden konnte.  Die DSO-Region Mitte, die die Krankenhäuser in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bei der Durchführung der Organspende unterstützt, organisiert neben individuellen Gesprächsangeboten regelmäßige Treffen für Angehörige. Ziel der Veranstaltungen ist, neben dem Austausch mit anderen Betroffenen und transplantierten Patienten, insbesondere den verstorbenen Organspendern zu gedenken sowie stellvertretend ihren Familien zu danken. Zudem besteht die Möglichkeit offene Fragen anzusprechen und zu klären. Angehörigenbefragungen der DSO-Region Mitte von 2004 bis 2013 geben einen Überblick darüber, wie Familien von Organspendern die Spende im Rückblick beurteilen. Die Umfrage brachte deutliche positive Ergebnisse: Über 90 Prozent der Befragten würden wieder so entscheiden und fast 40 Prozent der Befragten gab an, dass die Organspende eine Hilfe war, den Verlust eines geliebten Menschen zu verkraften.