News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

118. Deutscher Ärztetag 15.05.2015

Mindest-Personalschlüssel in Kliniken notwendig

Frankfurt am Main - Für verbindliche Mindest-Personalschlüssel für den ärztlichen und pflegerischen Dienst in Krankenhäusern hat sich der Deutsche Ärztetag in Frankfurt ausgesprochen. Die Abgeordneten des Ärztetages warnten, dass Unterbesetzung von Abteilungen zu einer Gefährdung der Gesundheit von Patienten und Mitarbeitern führen. Zudem sei Arbeitszufriedenheit notwendige Voraussetzung, um auch künftig den erforderlichen Nachwuchs für die ärztliche und pflegerische Versorgung zu gewinnen. In einer weiteren Entschließung bekräftigte der Ärztetag seine Forderung, Personalentwicklungskosten etwa für Fortbildungen in den Vergütungssystemen der Krankenhäuser und der Vertragsärzte zusätzlich zu vergüten. Zur Vermeidung von Behandlungsfehlern seien Trainings in interprofessioneller Kommunikation, interdisziplinärem Management und Teamarbeit notwendig und zu finanzieren. Das Ärzteparlament forderte zudem eine bessere Finanzierung der Hochschulmedizin. Hierbei müssten die spezifischen Aufgaben der Hochschulmedizin in Forschung und Lehre ebenso berücksichtigt werden, wie die allgemeinen stationären Versorgungsleistungen. Der Ärztetag wies darauf hin, dass mittlerweile rund zwei Drittel der Universitätskliniken rote Zahlen schreiben. Die besonderen Aufgaben der Universitätskliniken seien keineswegs mit dem sogenannten Zuführungsbetrag für Forschung und Lehre des jeweiligen Bundeslandes abgegolten.
118. Deutscher Ärztetag 15.05.2015

Wohnortnahe ärztliche Versorgung fördern

Frankfurt am Main - Der Ärztemangel in Deutschland betrifft nicht nur die hausärztliche Versorgung, sondern ist ein facharztübergreifendes Problem. Darauf hat der 118. Deutsche Ärztetag in Frankfurt hingewiesen. Betroffen sind unter anderem die Facharztgruppen der Frauenärzte, Augenärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Dermatologen und Urologen. So wie die Hausärzte würden auch diese Facharztgruppen dringend für eine wohnortnahe Versorgung der immer älter werdenden Bevölkerung benötigt.Studien zeigen, dass insbesondere die konservativ tätigen Fachärztinnen und -ärzte überdurchschnittlich unzufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation sind und Nachholbedarf beim Einkommen sehen. Deshalb haben die Selbstverwaltungspartner bereits spezifische Finanzierungsregelungen beschlossen. „Dies reicht jedoch allein nicht aus, um die Perspektive der wohnortnahen ambulanten Versorgung der Bevölkerung nachhaltig zu sichern“, so der Ärztetag. Notwendig seien feste und angemessene Preise für alle Grundleistungen. Alle haus- und fachärztlichen Grundleistungen sollten außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und ohne Mengenbegrenzung vergütet werden. Die Programme der Länder und Kommunen zur Förderung der Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten im ländlichen Raum sollten auf die wohnortnahe fachärztliche Versorgung ausgeweitet werden. Die Universitäten sollten die ambulante Versorgung stärker und von Beginn an in das Medizinstudium integrieren und das Berufsbild des in der ambulanten Versorgung tätigen Haus- und Facharztes - niedergelassen oder angestellt - im Medizinstudium adäquat abzubilden.Um mehr junge Ärzte für eine Tätigkeit im ambulanten Bereich zu gewinnen, forderte der Ärztetag, die finanziellen Fördermöglichkeiten für den Start in die Niederlassung zu verbessern. Zudem sollte man angehenden Ärzten bereits im Medizinstudium verstärkt Möglichkeiten einräumen, im Rahmen von Praktika und Famulaturen Einblick in die Arbeit niedergelassener Ärzte zu erhalten. Auch müssten die Informationsmöglichkeiten zum Thema „Niederlassung“ verbessert werden. Dies sei umso wichtiger, als die Möglichkeiten der selbstständigen Berufsausübung in den vergangenen Jahren deutlich facettenreicher geworden sind.
118. Deutscher Ärztetag 15.05.2015

Ambulante Weiterbildung stärken

Frankfurt am Main - Der 118. Deutsche Ärztetag in Frankfurt am Main hat sich für eine Stärkung der ambulanten Weiterbildung ausgesprochen. „Die Unterschiede zwischen ambulantem und stationärem Sektor machen es erforderlich, dass die Finanzierung der ambulanten fachärztlichen Weiterbildung vergleichbar zum Förderprogramm Allgemeinmedizin vom Gesetzgeber eigenständig im SGB V geregelt wird“, bekräftigte das Ärzteparlament in einer Entschließung. Die Abgeordneten des Ärztetages sprachen sich für eine Mischfinanzierung aus einem gesetzlich verankerten extrabudgetären Förderprogramm der Krankenkassen sowie über die Abrechnung der vom Weiterzubildenden erbrachten ärztlichen Tätigkeiten über die Weiterbildungsstätte bzw. den Weiterbildungsbefugten zusammensetzt. Der Aufbau der Förderung sollte für die Fachgruppen der wohnortnahen fachärztlichen Versorgung schrittweise erfolgen. Den Weiterbildungsstätten im ambulanten Bereich müsste eine Möglichkeit zur Refinanzierung der von ihnen an die Weiterzubildenden gezahlten Gehälter ermöglicht werden. „Daneben gilt es, mit der Einrichtung von Geschäftsstellen für die ambulante Weiterbildung bei den Landesärztekammern und dem Ausbau der Verbundweiterbildung im fachärztlichen Bereich fördernde und unterstützende Strukturen aufzubauen“, so der Ärztetag. Das Ärzteparlament stellte wie in früheren Jahren erneut klar, dass verpflichtende ambulante Weiterbildungsabschnitte nur dann in der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) aufgenommen werden, wenn die Finanzierung dieser Abschnitte gesichert ist. Auch soll in der (Muster-)Weiterbildungsordnung keine grundsätzliche Bestimmung vorgenommen werden, in welchem Versorgungsbereich die Weiterbildung zu erfolgen hat. „Dort, wo Leistungen ausschließlich in einem der beiden Sektoren vorgehalten werden, sollten entsprechende Mindest-Weiterbildungszeiten in angemessenem Rahmen explizit ausgewiesen werden. Mittel- bis langfristig sollten aus versorgungstechnischen wie didaktischen Gesichtspunkten Mindestweiterbildungszeiten von z. B. je sechs bis zwölf Monaten als Erfahrungszeiten sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich angestrebt werden“, heißt es in der Entschließung des Ärztetages.
118. Deutscher Ärztetag 15.05.2015

Verantwortung für Diagnose und Therapie muss beim Arzt liegen

Frankfurt am Main - Der Deutsche Ärztetag in Frankfurt hat die Pläne der Bundesregierung für einen Direktzugang von Patienten zu Physiotherapeuten abgelehnt.  „Die Stellung einer korrekten Diagnose ist eine urärztliche Aufgabe. Nur auf dieser Grundlage erfolgt die Erstellung eines individuellen Therapieplans“, heißt es in der Entschließung. Die Behandlungen könnten dann an die jeweils zuständigen Berufsgruppen delegiert werden. Die Verantwortung für die Indikation, die Verlaufskontrollen und die Therapieanpassungen liege aber beim Arzt. In einer weiteren Entschließung sprach sich der Ärztetag dafür aus, Kooperationen mit Gesundheitsfachberufen konstruktiv zu gestalten. Auch neue akademische Berufsbilder könnten sinnvoll sein, wenn diese dem tatsächlichen Versorgungsbedarf gerecht werden. Voraussetzung sei, dass dadurch keine neue Versorgungsebene mit problematischen Schnittstellen zur ärztlichen Berufsausübung geschaffen wird. Neue akademische Qualifikationen seien dann sinnvoll, wenn sie geeignete Antworten auf sich entwickelnde medizinische Versorgungsprobleme und reale Erfordernisse des Arbeitsmarktes darstellen. Dies gelte auch für die Studiengänge zum Physician Assistant (Arztassistenten).  Zudem entwickelt die Bundesärztekammer seit vielen Jahren das Berufsbild der Medizinischen Fachangestellten (MFA) durch Spezialisierungs- und Aufstiegsqualifizierungen weiter, um den vielfältigen Anforderungen in der ambulanten medizinischen Versorgung gerecht zu werden und zugleich das Delegationsprinzip zu optimieren. Der Ärztetag lehnte die Substitution ärztlicher Tätigkeiten durch akademisierte Gesundheitsfachberufe ab.
118. Deutscher Ärztetag 15.05.2015

Ärztetag fordert Impfnachweis für Kinder in staatlichen Kitas

Frankfurt am Main - Der Deutsche Ärztetag hat seine langjährige Forderung bekräftigt, einen kompletten Impfnachweis gegen Masern und andere von Mensch zu Mensch übertragbare Erkrankungen für Kinder in staatlich geförderten Kindertageseinrichtungen einzuführen. Dies müsse auch für alle Professionen gelten, die Kinder betreuen. Das Ärzteparlament wies darauf hin, dass in diesem Jahr in Deutschland deutlich mehr als 1000 Masernfälle zu verzeichnen waren. Das Ziel der Bundesregierung, die Masern in Deutschland bis 2015 auszurotten, sei klar verfehlt worden. Zudem forderte der Ärztetag den Gesetzgeber auf, eine Vorsorgeuntersuchung für junge Erwachsene einzuführen. Die Abgeordneten des Ärztetages wiesen darauf hin, dass eine Lücke zwischen der Jugenduntersuchung im 16. und 17. Lebensjahr und dem Gesundheitscheck ab dem 35. Lebensjahr besteht. „In diesem Alter erfolgen aber wesentliche gesundheitliche Weichenstellungen für die Zukunft“, heißt es in der Entschließung. Eine Intervention in diesem Alter wäre wünschenswert, um langfristige negative Entwicklungen zu vermeiden.In einer weiteren Entschließung forderte der Ärztetag mehr spezialisierte Behandlungszentren für Kinder und Jugendliche mit seltenen, komplexen und aufwändigen Erkrankungen mit Fehlbildungen. Nur so könne man dem Anspruch an höchste Qualität in Diagnostik, Therapie und Langzeitbetreuung sowie an Grundlagen- und Versorgungsforschung in diesem Bereich gerecht werden. Die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen werde künftig auch wegen der zunehmenden Zahl von Migranten steigen. Notwendig seien zudem mehr multizentrische Studien und eine auskömmliche Finanzierung dieses Forschungsbereichs.
118. Deutscher Ärztetag / Wahlen 14.05.2015

BÄK-Präsident Montgomery und BÄK-Vizeprasidenten Wenker und Kaplan im Amt bestätigt

Frankfurt am Main - Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery (62) ist heute auf dem 118. Deutschen Ärztetag in Frankfurt am Main in seinem Amt als Präsident der Bundesärztekammer bestätigt worden. Er erhielt 161 von 230 gültigen Stimmen. Montgomery kündigte an, sich weiter für die Einheit der Ärzteschaft einsetzen zu wollen. Die ärztliche Freiberuflichkeit müsse bewahrt und die ärztliche Selbstverwaltung gestärkt werden. Freiberuflichkeit sichere freie medizinische Entscheidungen und die Unabhängigkeit des Patient-Arzt-Verhältnis. Die Wahlen standen nach vier Jahren turnusgemäß an. Montgomery war auf dem 114. Deutschen Ärztetag 2011 in Kiel erstmalig zum Präsidenten der Bundesärztekammer gewählt worden. Montgomery ist zugleich Präsident der Ärztekammer Hamburg und seit 1986 Oberarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Von 1989 bis 2007 war er Bundesvorsitzender des Marburger Bundes. Als Vizepräsidentin wurde Dr. Martina Wenker (56) in ihrem Amt bestätigt. Sie erhielt 221 von 245 gültigen Stimmen. Die 56-Jährige ist Fachärztin für Innere Medizin und Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen. Seit 1992 ist sie Oberärztin im Kreiskrankenhaus Diekholzen. Wenker ist unter anderem Vorsitzende der Deutschen Akademie der Gebietsärzte sowie Vorsitzende des BÄK-Ausschusses und der Ständigen Konferenz „Gesundheit und Umwelt“.Ebenfalls im Amt des BÄK-Vizepräsidenten bestätigt wurde Dr. Max Kaplan (62). Er erhielt 209 von 233 gültigen Stimmen. Der Facharzt für Allgemeinmedizin ist seit 2010 Präsident der Bayerischen Landesärztekammer und Vorsitzender der Deutschen Akademie für Allgemeinmedizin. Dr. Kaplan ist seit 2007 Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer. Der Deutsche Ärztetag wird heute Nachmittag auch über die Besetzung der beiden „weiteren“ Vorstandsämter entschieden. Diese sind Ärztinnen und Ärzten vorbehalten, die nicht einer Ärztekammer vorstehen und damit nicht Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer sind. IDruckfähige Fotos von den Wahlen stehen unter www.aerzteblatt.de/bildservice zum kostenlosen Download zur Verfügung.Biografien zu den Mitgliedern des Präsidiums Prof. Dr. Frank Ulrich MontgomeryDr. Martina WenkerDr. Max Kaplan ...
118. Deutscher Ärztetag 14.05.2015

Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung

Frankfurt am Main - Um die ärztliche Weiterbildung optimal an die Versorgungsrealität anzupassen, arbeitet die Bundesärztekammer an einer umfassenden Novelle der (Muster-) Weiterbildungsordnung. Dr. Franz Bartmann, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer und Vorsitzender des Ausschusses für ärztliche Weiterbildung, erläutert die wesentlichen Eckpunkte dieses Projekts.
118. Deutscher Ärztetag 14.05.2015

Ärztetag wählt zwei weitere BÄK-Vorstandsmitglieder

Frankfurt am Main - Der 118. Deutsche Ärztetag in Frankfurt am Main hat heute über die Besetzung der beiden „weiteren“ Vorstandsämter der Bundesärztekammer entschieden. Diese sind Ärztinnen und Ärzten vorbehalten, die nicht Präsidenten einer Ärztekammer und damit nicht Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer sind. Gewählt wurden Dr. Ellen Lundershausen, Thüringen, mit 133 von 248 gültigen Stimmen sowie Dr. Klaus Reinhardt, Westfalen-Lippe, mit 123 von 244 gültigen Stimmen.Zuvor hatte der Deutsche Ärztetag bereits Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery in seinem Amt als Präsident der Bundesärztekammer bestätigt. Wiedergewählt wurden auch die beiden Vizepräsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Martina Wenker und Dr. Max Kaplan.Druckfähige Fotos von den Wahlen des Präsidiums sowie weiterer Vorstandsmitglieder der Bundesärztekammer auf dem 118. Deutschen Ärztetages stehen unter www.aerzteblatt.de/bildservice zum kostenlosen Download zur Verfügung.
118. Deutscher Ärztetag 14.05.2015

(Muster-) Berufsordnung: Änderungen beschlossen

Frankfurt am Main - Der 118. Deutsche Ärztetag hat heute in Frankfurt am Main der Novellierung einzelner Vorschriften der (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte (MBO-Ä) zugestimmt. Geändert wurde unter anderem die Regelung zum Einsichtnahmerecht der Patienten in die ärztliche Dokumentation. Bislang waren diejenigen Teile von der Einsichtnahme ausgenommen, die subjektive Eindrücke oder Wahrnehmungen des Arztes enthalten. Nach Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes im Jahr 2013 war eine Anpassung an den Paragraphen 630g des Bürgerlichen Gesetzbuches angezeigt. Darin ist geregelt, dass Patienten auf deren Verlangen unverzüglich Einsicht in die vollständige, sie betreffende Patientenakte zu gewähren ist, soweit der Einsichtnahme nicht erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen. Diese Formulierung wurde im Wesentlichen übernommen und um den Bezug auf die erheblichen Rechte der Ärzte ergänzt. Eine weitere Änderung bezieht sich auf die Zulässigkeit einer Teil-Berufsausübungsgemeinschaft. Ärzte dürfen sich zu Berufsausübungsgemeinschaften, Organisationsgemeinschaften, Kooperationsgemeinschaften und Praxisverbünden zusammenschließen. Eine Teilberufsausübungsgemeinschaft darf jedoch nicht auf Zuweisung von Patienten ausgerichtet sein. Als allgemein unzulässige Umgehung des Zuweisungsverbotes wurde bislang angesehen, wenn sich der Beitrag einzelner Ärzte auf die Erbringung medizinisch-technischer Leistungen beschränkt. Der Bundesgerichtshof hatte die entsprechende Regelung der baden-württembergische Berufsordnung als verfassungswidrig verworfen. Die gleichlautende Regelung der (Muster-)Berufsordnung wurde daher entsprechend geändert. Außerdem wird die Bestimmung zur Weiterführung der Praxis nach dem Tod des Praxisinhabers an das Lebenspartnerschaftsgesetz angepasst und der Vertretungszeitraum von drei auf sechs Monate verlängert.In der Berufsordnung sind die Rechte und Pflichten von Ärzten gegenüber ihren Patienten, den Berufskollegen und der Ärztekammer geregelt. Wesentliche Inhalte der (Muster-)Berufsordnung sind unter anderem Vorgaben zu den Berufspflichten, u.a. zur Schweigepflicht, zur Fortbildung, zu Werbung und zur gemeinsamen Praxisausübung sowie zum beruflichen Verhalten. Die (Muster-)Berufsordnung trägt dazu bei, die Berufsordnungen in den einzelnen Ländern möglichst einheitlich zu gestalten. Die rechtliche Grundlage, eine Berufsordnung beschließen zu können, ergibt sich für die Ärztekammern aus dem jeweiligen Heilberufe- und Kammergesetz des Bundeslandes.Die nachstehenden Vorschriften der (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte (MBO-Ä) in der Fassung der Beschlüsse des 118. Deutschen Ärztetages 2015 in Frankfurt a.M. lauten: 1. § 10 Abs. 2 Satz 1 MBO-Ä "Ärztinnen und Ärzte haben Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen in die sie betreffende Dokumentation Einsicht zu gewähren, soweit der Einsichtnahme nicht erhebliche therapeutische Gründe oder erhebliche Rechte der Ärztin, des Arztes oder Dritter entgegenstehen." 2. § 15 Abs. 3 MBO-Ä "Ärztinnen und Ärzte beachten bei der Forschung am Menschen nach § 15 Abs. 1 die in der Deklaration von Helsinki des Weltärztebundes in der Fassung der 64. Generalversammlung 2013 in Fortaleza niedergelegten ethischen Grundsätze für die medizinische Forschung am Menschen." 3. § 18 Abs. 1 Satz 3 MBO-Ä "Eine Umgehung liegt insbesondere vor, wenn der Gewinn ohne Grund in einer Weise verteilt wird, die nicht dem Anteil der persönlich erbrachten Leistungen entspricht." 4. § 20 Abs. 2 MBO-Ä "Die Praxis einer verstorbenen Ärztin oder eines verstorbenen Arztes kann zugunsten ihres Witwers oder seiner Witwe, ihrer Partnerin oder seines Partners nach dem Gesetz über die eingetragene Lebenspartnerschaft oder eines unterhaltsberechtigten Angehörigen in der Regel bis zur Dauer von sechs Monaten nach dem Ende des Kalendervierteljahres, in dem der Tod eingetreten ist, durch eine andere Ärztin oder einen anderen Arzt fortgesetzt werden." ...
118. Deutscher Ärztetag 14.05.2015

Medizin in Zeiten globaler Epidemien

Frankfurt am Main - Dr. Tankred Stöbe, Vorstandsvorsitzender von Ärzte ohne Grenzen Deutschland e. V., beschreibt, wie es zu der Ebola-Katastrophe in Westafrika kommen konnte. Auf dem 118. Deutschen Ärztetag begrüßte er die Forderung der Ärzteschaft nach Gründung eines staatlich organisierten und finanzierten medizinischen Hilfswerks.