News-Archiv

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Therapie des Typ-2-Diabetes 04.02.2016

Neue Kurzinformation zu Behandlung des Typ-2-Diabetes

Berlin - Typ-2-Diabetes ist weit verbreitet. Charakteristisch für diese Krankheit ist ein dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel. Unbehandelt kann Diabetes Gefäße, Nerven und Organe schädigen. Die Therapie zielt darauf, Schäden zu vermeiden oder ein Fortschreiten zu verlangsamen, indem der Blutzuckerspiegel gesenkt wird. Eine Änderung des Lebensstils ist bei manchen Menschen bereits ausreichend, andere erhalten nach einiger Zeit Medikamente, um die Therapie zu unterstützen. Wichtig sind dabei die individuell vereinbarten Therapieziele: Es gilt kein starrer Blutzucker-Grenzwert für alle, vielmehr legen Arzt und Patient gemeinsam fest, welche Grenzwerte mit welchen Mitteln erreicht werden sollen. Auf zwei Seiten bietet das neue Informationsblatt "Therapie des Typ-2-Diabetes – Wie läuft die Behandlung ab?" einen Überblick über Ziele und Möglichkeiten der Behandlung. Außerdem erfahren Menschen mit Typ-2-Diabetes, aus welchen Stufen sich ihre Therapie zusammensetzt, und was sie selbst im Umgang mit ihrer Erkrankung tun können. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) entwickelt im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Kurzinformationen für Patienten. Diese stehen allen niedergelassenen Ärzten zum Ausdrucken kostenlos zur Verfügung, um sie bei Bedarf Patienten persönlich auszuhändigen. Kurzinformation für Patienten "Therapie des Typ-2-Diabetes - Wie läuft die Behandlung ab?" www.patienten-information.de/kurzinformationen/diabetes/diabetes-therapieMethodik und Quellen www.patienten-information.de/kurzinformationen/diabetes/diabetes-therapie/kurzinformationen/quellen-und-methodik/diabetes-therapieKurzinformationen für Patienten auf Patienten-Information.de  www.patinfo.org Weitere Patienteninformationen
Gesundheitspolitik 03.02.2016

Montgomery: Übermäßige Profite bei Medikamenten sind nicht legitim

Berlin - GOÄ, Anti-Korruptionsgesetz, Flüchtlinge und Arzneimittelpreise – diese vier Themen werden nach Ansicht von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die gesundheitspolitische Diskussion der nächsten Monate bestimmen. „Das Jahr 2016 wird ein spannendes Jahr werden“, sagte Montgomery in einem Videostatement. So werde sich der diesjährige Deutsche Ärztetag unter anderem mit der Frage der Preisbildung bei neuen, innovativen Arzneimitteln befassen. Übermäßige Profit- und Renditeerwartungen zu Lasten der Solidargemeinschaft seien nicht legitim. Darüber werde man mit der Pharmaindustrie reden müssen. „Ich hoffe, dass am Ende eine Verbesserung des deutschen AMNOG-Verfahrens herauskommt“, so Montgomery.
Asylverfahren 02.02.2016

BÄK: Ärzten ausreichend Zeit für Untersuchung von Asylbegehrenden geben

Berlin - Ärztinnen und Ärzte müssen in einem beschleunigten Asylverfahren ausreichend Zeit haben, Asylbegehrende auf körperliche und seelische Krankheiten hin zu untersuchen und diese im begründeten Fall geltend zu machen. Das fordert die Bundesärztekammer (BÄK) in ihrer Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Einführung beschleunigter Asylverfahren. Unerheblich sei dabei, ob die Erkrankungen der Asylbewerber bereits im Heimatland bestanden oder erst auf der Flucht oder in Deutschland aufgetreten sind. Das Bundeskabinett befasst sich am morgigen Mittwoch mit dem Gesetzentwurf. Mit ihm sollen unter anderem die Rahmenbedingungen für die Erstellung ärztlicher Atteste im Zusammenhang mit Abschiebungen präzisiert und klargestellt werden. Nur bei lebensbedrohlichen oder schwerwiegenden Erkrankungen, die sich durch die Abschiebung wesentlich verschlechtern würden, kann von einer Abschiebung abgesehen werden. In Fällen von Posttraumatischer Belastungsstörungen soll die Abschiebung aber regelmäßig möglich sein.  Allerdings bestehe besonders hier die Gefahr, dass sich die lebensbedrohliche oder schwerwiegende Erkrankung durch die Abschiebung wesentlich verschlechtert kann, warnt Dr. Ulrich Clever, Menschrechtsbeauftragter der Bundesärztekammer. In ihrer Stellungnahme fordert die BÄK deshalb, dass auch psychische Krankheiten unter der Begrifflichkeit der „lebensbedrohlichen oder schwerwiegenden Erkrankung“ subsumiert werden müssten. Im Herkunftsland, in dem das Trauma gesetzt wurde, werde es kaum die Voraussetzungen für eine erfolgreiche medizinisch-somatische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung geben.  Für medizinische Gutachten, Stellungnahmen und Untersuchungen von Flüchtlingen und Asylbewerbern in aufenthaltsrechtlichen Verfahren und vor der Abschiebung sollten ausschließlich Ärzte und Psychotherapeuten beauftragt werden, die über eine entsprechende Qualifikation verfügen. Hierfür müssten die Ressourcen des öffentlichen Gesundheitsdienstes an den stark gestiegenen Bedarf angepasst werden, betont die BÄK. Ferner müssten im ärztlichen Diagnose- und Behandlungsprozess qualifizierte Dolmetscher oder Dolmetscherdienste in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.  Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Gesetzentwurf der Bundesregierung „Gesetz zur Einführung beschleunigter Asylverfahren" [PDF] Berlin, 01.02.2016