News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

121. Deutscher Ärztetag 10.05.2018

121. Deutscher Ärztetag ebnet den Weg für ausschließliche Fernbehandlung

Der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt hat heute mit überwältigender Mehrheit eine Neufassung des § 7 Absatz 4 der (Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte beschlossen und damit den berufsrechtlichen Weg für die ausschließliche Fernbehandlung von Patientinnen und  Patienten geebnet. Die Neuregelung entspricht den Forderungen des letztjährigen Deutschen Ärztetages, einerseits die Behandlung und Beratung aus der Ferne unter bestimmten Anforderungen zu ermöglichen und andererseits den persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt weiterhin in den Vordergrund zu stellen. „Wir wollen und müssen diesen Prozess gestalten und dieses Feld mit unserer ärztlichen Kompetenz besetzen“, sagte Dr. Josef Mischo, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer und Vorsitzender der Berufsordnungsgremien der Bundesärztekammer, vor den 250 Abgeordneten des Deutschen Ärztetages. Mischo stellte klar, dass digitale Techniken die ärztliche Tätigkeit unterstützen sollen. Sie dürften aber nicht die notwendige persönliche Zuwendung von Ärztinnen und Ärzten ersetzen. „Der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt stellt weiterhin den `Goldstandard` ärztlichen Handelns dar“, betonte Mischo.Eine ausschließliche Fernbehandlung liegt dann vor, wenn eine ärztliche Beratung oder Behandlung stattfindet, ohne dass zumindest ein persönlicher physischer Kontakt zwischen Arzt und Patient stattgefunden hat. Der geänderte § 7 Absatz 4 der (Muster-)Berufsordnung lautet:„Ärztinnen und Ärzte beraten und behandeln Patientinnen und Patienten im persönlichen Kontakt.Sie können dabei Kommunikationsmedien unterstützend einsetzen. Eine ausschließliche Beratung oder Behandlung über Kommunikationsmedien ist im Einzelfall erlaubt, wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt insbesondere durch die Art und Weise der Befunderhebung, Beratung, Behandlung sowie Dokumentation gewahrt wird und die Patientin oder der Patient auch über die Besonderheiten der ausschließlichen Beratung und Behandlung über Kommunikationsmedien aufgeklärt wird.“Nach der heute beschlossenen Änderung des §7 Absatz 4 der (Muster-)Berufsordnung ist der nächste Schritt die Übernahme dieser Regelung in die rechtsverbindlichen Berufsordnungen der Landesärztekammern.
Novelle der Gebührenordnung für... 09.05.2018

Deutscher Ärztetag bestätigt Kurs der Bundesärztekammer

Der 121. Deutsche Ärztetag hat der Bundesärztekammer (BÄK) den Auftrag erteilt, die weit fortgeschrittenen Arbeiten an dem Entwurf zur Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) fortzuführen. Dies soll in enger Abstimmung mit den Landesärztekammern und unter Einbindung der Berufsverbände und Fachgesellschaften erfolgen. „Der Bundesgesundheitsminister hat in seinem Grußwort zur Eröffnung des Ärztetages die umfangreichen Arbeiten der Bundesärztekammer als wichtigen Beitrag zur weiteren politischen Debatte bezeichnet. Damit hat er Recht und wir bleiben in einem konstruktiven Dialog mit dem Ministerium. Unsere Arbeiten sind die Grundlage dafür, nach mehr als 30 Jahren Untätigkeit der Politik endlich zu einer modernen und kontinuierlich auf dem Stand des medizinischen Fortschritts und der Kostenentwicklung gehaltenen ärztlichen Gebührenordnung zu kommen“, sagte Dr. Klaus Reinhardt, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer und Vorsitzender des Ausschusses „Gebührenordnung für Ärzte“. Die neue GOÄ müsse verständlicher und transparenter werden und endlich die dringend notwendige Rechtssicherheit für Ärzte schaffen. Aktuell wird der mit 130 ärztlichen Verbänden und wissenschaftlichen-medizinischen Fachgesellschaften sowie dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) erarbeitete Entwurf der Leistungslegendierungen einer betriebswirtschaftlich nachvollziehbaren Kalkulation unterzogen. Der Ärztetag hat die BÄK nun beauftragt, diesen Prozess unter Berücksichtigung der Eingaben der eingebundenen Verbände und Fachgesellschaften fortzuführen. In nachvollziehbaren Hochrechnungen unter Hinzuziehung der verfügbaren Datengrundlagen soll eine möglichst detaillierte Folgenabschätzung sichergestellt werden. Die Abgeordneten des Deutschen Ärztetages lehnten die von Teilen der Politik erwogene einheitliche Gebührenordnung als Zusammenführung von GOÄ und Einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) ab. In jedem Falle sei auszuschließen, dass die GOÄ mit dem vorgeblichen Ziel einer Vereinheitlichung der ärztlichen Vergütungssysteme eine Anpassung an den EBM erfährt. In diesem Zusammenhang hob der Ärztetag hervor, dass gemäß Beschlusslage des letztjährigen Ärztetages eine mit den Kostenträgern der Privaten Krankenversicherung und der Beihilfe konsentierte Amtliche Gebührenordnung für Ärzte nur dann als Vorlage für eine Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit eingereicht werden dürfe, sofern das duale Versicherungssystem in Deutschland erhalten bleibt und keine einheitliche Gebührenordnung entwickelt wird. Da mit der Beantwortung dieser Fragen erst nach der Verkündung von ersten Ergebnissen der durch die Große Koalition einzusetzenden wissenschaftlichen Kommission zu rechnen ist, könne ohne Zeitdruck an einer neuen GOÄ weitergearbeitet werden. Die 250 Abgeordneten des Deutschen Ärztetages befassen sich bis Freitag mit gesundheits-, berufs- und sozialpolitischen Themen. Folgen Sie der Bundesärztekammer und dem Deutschen Ärztetag unter #daet2018 auch auf Twitter und halten Sie sich über die Diskussionen auf dem Laufenden. Druckfähige Fotos von der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Ärztetages stehen unter www.aerzteblatt.de/bildservice zum kostenlosen Download zur Verfügung.
121. Deutscher Ärztetag 09.05.2018

Bedürfnisse von Menschen mit psychischen Störungen stärker in den Blick nehmen

Psychische und psychosomatische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, somatoforme Störungen, Alkoholund Medikamentenabhängigkeit zählen zu den häufigsten, aber hinsichtlich ihrer individuellen und gesellschaftlichen Bedeutung zumeist unterschätzten Erkrankungen. Sie werden immer mehr zu einer Herausforderung für die Gesundheitsversorgung. Etwa ein Drittel der Bevölkerung ist jedes Jahr von ihnen betroffen – unabhängig von Alter oder sozialem Status. Dabei verursachen psychische Erkrankungen immenses menschliches Leid und auch erhebliche volkswirtschaftliche Kosten. Darauf verwiesen heute Referenten und Abgeordnete des 121. Deutschen Ärztetages in Erfurt. In einer Entschließung forderte das Ärzteparlament den Gesetzgeber sowie die Institutionen der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen auf, sich stärker für die besonderen Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen einzusetzen. In Deutschland wird die psychotherapeutische Versorgung sowohl von ärztlichen als auch von psychologischen Psychotherapeuten sowie von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten mit den ihnen jeweils eigenen Qualifikationen getragen. Für die ärztliche Psychotherapie können Patienten auf ein sehr breit gestuftes Angebot zurückgreifen, das von der psychosomatischen Grundversorgung durch Haus- und Fachärzte bis hin zur fachärztlichen psychiatrischen, psychosomatischen und psychotherapeutischen Versorgung reicht. Die Abgeordneten hoben in der Aussprache unter anderem die Kompetenz der spezifisch ärztlichen Form der Behandlung psychisch Kranker hervor. Sie liege vor allem darin, ein individuelles, somatische wie psychische Aspekte integrierendes Gesamtkonzept für den einzelnen Patienten anbieten zu können. Dies sei umso wichtiger, da psychische Erkrankungen häufig mit behandlungsbedürftigen somatischen Erkrankungen einhergehen und sich beide wechselseitig sogar noch verstärken können. Vor diesem Hintergrund warnte der Deutsche Ärztetag davor, das bestehende Versorgungsmodell mit ärztlichen und nicht ärztlichen Angeboten im Rahmen der Novellierung des Psychotherapeutengesetzes aufzuspalten. Notwendig sei auch die Weiterentwicklung des stationären Vergütungssystems in den Bereichen Psychiatrie, psychosomatische Medizin und Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie eine differenzierte und leistungsgerechte Erfassung und Finanzierung auch der ambulanten fachärztlichen Leistungen in diesen Bereichen. Der Ärztetag sprach sich zudem für eine differenzierte, eigenständige Bedarfsplanung im ambulanten Bereich für die Fachgebiete Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie aus. Um Stigmatisierung entgegenzuwirken, forderte der Deutsche Ärztetag die Bundesregierung sowie die Landesregierungen auf, Gesetzesvorhaben zu stoppen, die eine gesonderte Speicherung der Daten psychisch Kranker zum Inhalt haben. Auf dem Deutschen Ärztetag wurde in drei Referaten die Versorgungssituation insbesondere erwachsener Patientinnen und Patienten sektorenübergreifend aus psychosomatischer, hausärztlicher und psychiatrischer Perspektive dargestellt. Im ersten Vortrag legte Prof. Dr. Stephan Zipfel, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die besondere gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Versorgung psychischer Störungen dar. Prof. Dr. Jochen Gensichen, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, ging auf die Betreuung von Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen in der hausärztlichen Versorgung ein. Gerade Depression, Angst- und Panikstörungen sowie somatoforme Störungen wiesen eine hohe Prävalenz in der Hausarztpraxis auf. Auf die Schnittstellen zwischen den Versorgungsbereichen sowie auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit in sektorenübergreifenden, integrativen Versorgungsmodellen ging Dr. Iris Hauth, Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Alexianer St. Joseph Krankenhauses Berlin Weißensee, ein. Die Präsentationen der Referenten können im Internet unter http://www.bundesaerztekammer.de/aerztetag/121-deutscher-aerztetag-2018/referate/ abgerufen werden. Die 250 Abgeordneten des Deutschen Ärztetages befassen sich bis Freitag mit gesundheits-, berufs- und sozialpolitischen Themen. Folgen Sie der Bundesärztekammer und dem Deutschen Ärztetag unter#daet2018 auch auf Twitter und halten Sie sich über die Diskussionen auf dem Laufenden. Druckfähige Fotos von der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Ärztetages stehen unter www.aerzteblatt.de/bildservice zum kostenlosen Download zur Verfügung....
121. Deutscher Ärztetag 09.05.2018

Eine Minute Applaus: 121. Deutscher Ärztetag unterstützt Mitarbeiter in Pflegeberufen

Erfurt - Mit einem sechzig Sekunden langen Applaus hat der 121. Deutsche Ärztetag seine Solidarität mit den Mitarbeitern in den Pflegeberufen bekundet. „Die Mitarbeiter in der Pflege sind unsere wichtigsten Partner im Gesundheitssystem. Und sie haben die selben Probleme wie wir: zu viel Arbeit, zu wenige Kollegen, zu wenig Anerkennung. Das wollen wir ändern“, sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer. Das Ärzteparlament beteiligte sich mit dem Applaus an der Aktion „1min.care“, die der Pflege die ihr gebührende gesellschaftliche Aufmerksamkeit geben soll.  Ziel ist es, mindestens 24 Stunden Applaus in einer Videodokumentation zu sammeln. Die Solidaritätsbekundung der Ärzteschaft wurde auf Video aufgezeichnet und auf dem Youtube-Kanal der Pflege-Initiative veröffentlicht. Zu 1min.care geht es hier: https://1min.care/
121. Deutscher Ärztetag 08.05.2018

121. Deutscher Ärztetag in Erfurt eröffnet

Erfurt - Mit Kritik in der Sache, aber auch mit einem klaren Bekenntnis zur konstruktiven Zusammenarbeit mit der Politik, hat heute Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery den 121. Deutschen Ärztetag in Erfurt eröffnet. Montgomery betonte die Bereitschaft der Ärzteschaft, bei den anstehenden Reformen Verantwortung zu übernehmen und reklamierte eine Beteiligung der Ärzteschaft an den vorgesehenen Expertenkommissionen zur Sektorenübergreifenden Versorgung sowie zu Gebührenordnungsfragen. „Wir brauchen hier die Expertise derjenigen, die im Gesundheitswesen tätig sind. Gemeinsam mit der Politik können wir viel bewegen“, sagte Montgomery in seiner Eröffnungsrede vor rund 1.000 Delegierten und Gästen des Ärztetages. Der Bundesärztekammer-Präsident begrüßte die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation in der Pflege, insbesondere die vorgesehene Refinanzierung von Tarifsteigerungen. Dieser Schritt sei jedoch nicht nur für die Pflege dringend erforderlich, sondern für alle Beschäftigten in den Kliniken, auch für die „jungen Ärztinnen und Ärzte, die unter die arztspezifischen Tarifverträge fallen“, stellte Montgomery klar. Angesichts des Fachkräftemangels müsse ein so reiches Land wie Deutschland mehr unternehmen, damit die Berufe im Gesundheitswesen wieder attraktiver werden. 
Dialogforum 07.05.2018

Junge Ärztinnen und Ärzte diskutieren über Berufszufriedenheit

Erfurt - Wie zufrieden sind junge Ärztinnen und Ärzte mit ihrem Beruf? Und welche Verbesserungen wünschen sie sich? Darum ging es bei der Dialogveranstaltung „Berufszufriedenheit junger Ärztinnen und Ärzte“ im Vorfeld des 121. Deutschen Ärztetags in Erfurt. Das Dialogforum der Bundesärztekammer und der Landesärztekammern fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Im Mittelpunkt standen die beruflichen Erfahrungen und Erwartungen der jungen Ärztegeneration. Im Video von der Veranstaltung erläutern junge Ärztinnen und Ärzte eindrucksvoll, wie diese aussehen und an welchen Stellen dringend nachgebessert werden muss. Außerdem im Video-Interview: Dr. Ellen Lunderhausen, Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen und Moderatorin des Dialogforums.
121. Deutscher Ärztetag 04.05.2018

Für eine Woche wird Gesundheitspolitik in Erfurt gemacht

Berlin - Am 8. Mai 2018 beginnt der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt. Zu diesem Anlass kommen 250 ärztliche Abgeordnete aus ganz Deutschland für vier Tage in die Thüringische Landeshauptstadt, um gesundheitspolitische Impulse zu setzen und wichtige berufspolitische Themen zu beraten. Eröffnet wird der Deutsche Ärztetag am kommenden Dienstag in der Multifunktionsarena "Steigerwaldstadion", unter anderem im Beisein von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, Andreas Bausewein. Einen Schwerpunkt der Beratungen bilden die ersten gesetzgeberischen Initiativen der neuen Bundesregierung sowie weitere im Koalitionsvertrag von Union und SPD angekündigte gesundheitspolitische Maßnahmen. Daneben wird der Ärztetag weitere Fragen der gesundheitlichen Versorgung in den Blick nehmen. Dazu zählen die Möglichkeiten und Grenzen ausschließlicher ärztlicher Fernbehandlung sowie in einem weiteren Themenschwerpunkt Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Versorgung psychisch kranker Patienten. Ebenfalls auf der Agenda des Deutschen Ärztetages stehen wichtige innerärztliche Themen wie die Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung und die Reform der Gebührenordnung für Ärzte. Pressekonferenzen zu den Themen der Arbeitssitzungen im Pressezentrum des 121. Deutschen Ärztetages in der Messe Erfurt, Congress Center, Raum Christian Reichart, Gothaer Straße 34, Erfurt Mittwoch, 09. Mai 2018, ca. 12.30 UhrDonnerstag, 10. Mai 2018, ca. 12.30 Uhr Druckfähige Fotos von der Eröffnungsveranstaltung des 121. Deutschen Ärztetages stehen am 08. Mai 2018 ab ca. 15.00 Uhr unter http://www.aerzteblatt.de/bildservice zum kostenlosen Download zur Verfügung. Weitere Informationen zum 121. Deutschen Ärztetag entnehmen Sie bitte der Internetseite der Bundesärztekammer unter www.baek.de. Ebenfalls auf der BÄK-Internetseite können Sie während des Ärztetages Presseinformationen und Video-Beiträge zu ausgewählten Themen der Plenumssitzungen abrufen. Folgen Sie dem 121. Deutschen Ärztetag auch auf Twitter (#daet2018). Während des Ärztetags erreichen Sie die Pressestelle der deutschen Ärzteschaft in Erfurt auch unter: Tel.: 0361 / 400 701 0Fax: 0361 / 400 701 3E-Mail: presse@baek.de
Internationales 02.05.2018

Weltärztebund fordert Verbot von Atomwaffen

Riga - Mit dem Verweis auf die ärztliche Pflicht, Leben zu bewahren und der Menschheit zu dienen, hat der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) auf seiner Sitzung in Riga nachdrücklich ein Verbot von Atomwaffen gefordert.In der  Resolution verweist der Weltärztebund auf die Ankündigung verschiedener Staaten, ihre atomaren Arsenale bewahren und modernisieren zu wollen sowie auf das Fehlen von Fortschritten beim Abbau von Atomwaffenbeständen. “Die Gefahr eines Einsatzes dieser Waffen wird so immer größer”, warnte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. Mit der Unterstützung des Vertrages zum Verbot von Atomwaffen sieht sich der Weltärztebund im Einklang mit anderen Organisationen, wie dem Roten Kreuz oder dem Roten Halbmond, der Internationalen Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges, der Internationalen Kampagne zur Vernichtung von Atomwaffen und der Mehrheit der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen.Der Weltärztebundes tagte vom 26. bis 28.April 2018 in Riga. Weitere Informationen: https://www.wma.net/policies-post/council-resolution-on-the-prohibition-of-nuclear-weapons/
Internationaler Tag gegen Lärm 24.04.2018

Henke: Über Folgen von Freizeitlärm aufklären

Berlin – „Obwohl lärmbedingte Hörstörungen vermeidbar sind, ist das öffentliche Bewusstsein hierfür noch viel zu gering.“ Das sagt Rudolf Henke, Vorsitzender des Ausschusses „Prävention und Bevölkerungsmedizin“ der Bundesärztekammer, zum Internationalen Tag des Lärms (25.04.2018). Der Tag steht unter dem Motto "Laut war gestern!". „Besonders Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden. Deshalb sollte schon in Kindertagesstätten und Schulen früh über die Konsequenzen von Freizeitlärm aufgeklärt werden“, fordert Henke.  Lautes Kinderspielzeug, Feuerwerkskörper, elektro-akustische Verstärkung von Musik könnten dem Gehör ebenso schaden wie auch Verkehrs- und Fluglärm. „Geringere Lärmbelästigung kann die Lebensqualität der Menschen steigern und die Krankheitslast in der Bevölkerung verringern.“ Ein Gehörschaden behindert in hohem Maße die zwischenmenschliche Kommunikation. Erworbene Hörstörungen können bereits bei Kindern und Jugendlichen auftreten. Darauf weist die Empfehlung der Bundesärztekammer „Zur Frage der Vermeidung von Hörstörungen durch Freizeitlärm im Kindes- und Jugendalter“ hin. Ein chronischer Hörverlust ist nicht mehr reversibel und kann mit der Entstehung von Ohrgeräuschen (Tinnitus) verbunden sein. Empfehlung zur Frage der Vermeidung von Hörstörungen durch Freizeitlärm im Kindes- und Jugendalter [PDF] 
Europäische Impfwoche 20.04.2018

Montgomery: „Verantwortung für sich und für andere übernehmen“

„Wer sich impfen lässt, übernimmt nicht nur Verantwortung für sich, sondern für die gesamte Gesellschaft. Bei hohen Durchimpfungsraten ist es möglich, einzelne Krankheitserreger regional und sogar weltweit zu eliminieren. Leider ist diese Botschaft noch immer nicht bei allen Bürgerinnen und Bürgern angekommen." Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery vor der Europäischen Impfwoche (23. bis 29.04.). Die Initiative steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Impfung ist ein individuelles Recht und eine gemeinsame Verantwortung“. Derzeit gehört Deutschland zu den Ländern, die wichtige globale Impfziele noch nicht erreicht haben.