Weltärztebund 11.11.2014

50. Jubiläum der Deklaration von Helsinki

Berlin, 11.11.2014

In der Stadt, in der sie vor einem halben Jahrhundert verabschiedet worden war, wurde heute der 50. Jahrestag des Bestehens der Deklaration von Helsinki feierlich begangen. In Anwesenheit des Staatspräsidenten Finnlands, Sauli Niinistö, sowie der finnischen Gesundheitsministerin, Laura Räty, kamen Vertreter der Mitgliedsverbände des Weltärztebundes, darunter auch der Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, und Medizinethiker aus zahlreichen Ländern zusammen, um die Geschichte und Entwicklung der Deklaration zu würdigen und ihre heutige und zukünftige Bedeutung für die klinische Forschung am Menschen zu diskutieren.

Die Deklaration von Helsinki ist neben dem Genfer Gelöbnis die bedeutendste normative Vorgabe des Weltärztebundes. Mit ihr wurden Prinzipien aufgestellt, die sowohl den Schutz der Teilnehmer klinischer Studien sichern, als auch den medizinischen Fortschritt ermöglichen. Diese beiden Kernziele haben die Evolution der Deklaration fortwährend geprägt. Sie unterscheidet sich in ihrem Charakter und Format von anderen Richtlinien und ist dabei immer ein Dokument von ethischen Prinzipien geblieben.

Die Deklaration hat Einzug in viele nationale Gesetzgebungen gefunden und bildet die Grundlage für zahlreiche differenzierte Regelungen oder Leitlinien für die klinische Forschung. Jede Ärztin und jeder Arzt ist an ihre Prinzipien gebunden.

Die Entwicklung der Deklaration von Helsinki manifestiert sich im letzten Revisionsprozess, der zur jetzt gültigen Version  führte, die 2013 von der Generalversammlung des Weltärztebundes verabschiedet worden war. Während dieses Prozesses gingen insgesamt 129 Eingaben aus 36 Ländern beziehungsweise Regionen ein. Die Bundesärztekammer hatte den Vorsitz der internationalen Arbeitsgruppe inne, die mit der Überarbeitung betraut war.

Deklaration von Helsinki 2013 [PDF]